Vom Lastwagenwerk zum Zuliefererstandort
Zittau war über ein Jahrhundert eine Stadt der Textil- und Maschinenindustrie. Zu DDR-Zeiten arbeiteten in den Robur-Werken rund 5.400 Menschen am Lastwagenbau, die Mechanische Weberei galt als größte Weberei der DDR. Nach 1990 brachen diese Betriebe weg. Heute kommen vor allem Zulieferer der Fahrzeugindustrie, die auf Märkte in Osteuropa zielen, dazu Maschinenbau, Kunststoff- und Oberflächentechnik und eine Weberei, die Gewebe aus Baumwolle, Leinen und Polyester herstellt.
Die meisten dieser Betriebe liegen in den Gewerbegebieten, die 1991 und 1992 entlang der Einfallstraßen angelegt wurden. Sie sind mittelgroß, arbeiten oft in mehreren Schichten und haben Material auf dem Hof, das sich leicht abtransportieren lässt.
Wo in Zittau Werkschutz gebraucht wird
Weinau ist mit gut 110 Hektar das größte Gebiet und zu über 86 Prozent belegt. Hier treffen Lebensmitteltechnik, Recyclingtechnik und Batteriefertigung aufeinander, also sehr unterschiedliche Anforderungen an Zutritt, Geheimhaltung und Materialfluss.
- Industrie- und Gewerbegebiet Weinau an B 178 und B 99: rund 25 Firmen, darunter Handtmann (Lebensmittelmaschinen), Steinert Unisort (Sortiermaschinen), Accuma (Batteriekomponenten) und ein Paketzentrum
- Industriegebiet Hirschfelde an der B 99: fit GmbH (Reinigungsmittel) und Hirschfelder Greifer- und Stahlbau
- Gewerbegebiet Ferrolegierung, ebenfalls in Hirschfelde an der B 99
- Gewerbegebiet Süd nahe den Grenzübergängen: Maschinenbau, Metall- und Dachbau, Lackiererei, Holzhandel, Baumaschinenvermietung
- Gewerbegebiet Federnwerk an der B 96: Großküchentechnik, Zustelldienst, Tief- und Straßenbau
- Einzelbetriebe wie Wiegel Zittau Korrosionsschutz (Feuerverzinken, Pulverbeschichten) und ZiK Zittauer Kunststoff
Grenzverkehr am Werktor
Seit Ende 2007 gibt es keine Grenzkontrollen mehr nach Polen und Tschechien. Über die Chopinstraße und die Friedensstraße geht es direkt nach Polen, die B 178 führt weiter Richtung Liberec. Für Betriebe heißt das: Fahrer, Speditionen und Fremdfirmen kommen aus drei Ländern, oft mit wechselnden Fahrzeugen und Papieren in mehreren Sprachen.
Unsere Kräfte gleichen Kennzeichen, Lieferscheine und Ladung ab, halten Ankunft und Abfahrt fest und geben nur frei, was zur Bestellung passt. Wer auf das Gelände will, meldet sich an, zeigt Ausweis und Auftrag und erhält die Hausregeln in verständlicher Form, notfalls mit einem zweisprachigen Merkblatt, das Sie mit uns vorher abstimmen.
Schichtwechsel, Rundgang und Ausgangskontrolle
Werkschutz ist in Zittau meist dann gefragt, wenn die eigene Belegschaft kleiner wird: am Abend, in der Nacht und am Wochenende. Dann besetzen wir die Pforte, nehmen späte Anlieferungen an und gehen zwischen den Schichten über das Gelände. Geprüft werden Tore, Zäune, Hallentüren, Freilager und Abstellflächen für fertige Maschinen. Bei Betrieben mit Metall, Kupfer oder Batteriebauteilen gehört eine sorgfältige Ausgangskontrolle dazu.
Was gemeldet werden muss und an wen, regelt eine Dienstanweisung, die wir vor dem ersten Dienst gemeinsam mit Ihnen schreiben. Ist Ihre Alarmanlage auf die Leitstelle Ihres Errichters aufgeschaltet, legen wir fest, wie wir mit ihr zusammenarbeiten.
Vorhabenbezogen geplant, mit festem Ansprechpartner
Staffsec hat seinen Hauptsitz in Neumünster und weitere Standorte in Berlin und Bremen. In Sachsen unterhalten wir kein Büro. Werkschutz in Zittau übernehmen wir nach einer Vorprüfung: Wir besichtigen das Werk, klären Schichtzeiten, Laufzeit und Vertretung und sagen erst zu, wenn die Besetzung steht. Danach haben Sie einen festen Ansprechpartner, der Ihren Betrieb kennt.
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Aufgaben mit Zutrittsentscheidungen die Sachkundeprüfung. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Grundlagen finden Sie unter Werkschutz und Werkschutz in Sachsen, die Stadtübersicht unter Sicherheitsdienst Zittau; für Betriebe an der B 99 nach Norden lohnt ein Blick auf Görlitz.
Was Werkschutz in Zittau kostet
Richtwert sind 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Werkschutz, der über Monate jede Nacht dieselbe Pforte besetzt, lässt sich gut planen und liegt eher im unteren Bereich. Teurer wird es, wenn Feiertage, eine zweite Kraft für große Flächen, Sachkundeprüfung oder kurzfristige Einzeldienste dazukommen. Die Anfahrt aus dem Norden weisen wir gesondert aus.


