Was in Delitzsch gebaut wird
Das größte Vorhaben der kommenden Jahre entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik. Dort baut das Center for the Transformation of Chemistry, ein Großforschungszentrum für nachhaltige Chemie, seinen Campus. Die Zuckerfabrik umfasst rund 42 Hektar, mit benachbarten Flächen sind es etwa 72 Hektar. Nach Angaben des Zentrums beginnen 2026 die Arbeiten für ein erstes Büro- und Laborgebäude; langfristig soll ein neues Stadtquartier mit Wohnen und eigenem S-Bahn-Anschluss entstehen.
In der Altstadt wird der Wallgraben, der die Stadt seit dem 15. Jahrhundert umgibt, in den Abschnitten drei und vier saniert: Entschlammung, Abdichtung des Bodens und neue Ufer. Die Förderung ist bis Ende 2028 abzurechnen. Nördlich der Richard-Wagner-Straße bereitet die Stadt einen Bebauungsplan für einen Verbrauchermarkt vor, am PEP-Center im Süden ist ein Umbau geplant. Hinzu kommen Leitungsbau, Brückenersatz wie an der Loberbrücke in Brodau und private Neubauten in den Wohngebieten.
Wovor eine Baustelle geschützt werden muss
Baustellen sind nach Feierabend offen einsehbar und oft nur mit einem Bauzaun gesichert. Ziel von Diebstahl sind vor allem:
- Kupferkabel, Leitungen und Metallteile
- Kraftstoff aus Baumaschinen und Tanks
- Werkzeug, Messgeräte und Kleingeräte aus Containern
- Baustoffe wie Fliesen, Dämmung oder Pflaster
- Technik in Rohbauten, etwa Heizungs- und Elektroinstallation vor der Übergabe
Dazu kommen Schäden durch Vandalismus, Menschen, die auf ungesicherte Gerüste klettern, und unerlaubte Ablagerungen. Am Wallgraben mit offenem Gewässer und Baugrube spielt außerdem die Sicherheit von Passanten eine Rolle, die abends durch die Grünanlagen gehen.
Bewachungsformen für jede Bauphase
Bei kleinen Baustellen reichen oft Kontrollen zu wechselnden Zeiten in der Nacht und am Wochenende. Unsere Kräfte prüfen Bauzaun, Tore, Container und abgestellte Maschinen und halten den Zustand mit Foto und Uhrzeit fest. Bei großen Baufeldern wie auf dem Campusgelände kann ein fester Posten an der Zufahrt sinnvoll sein, der Fahrzeuge kontrolliert und nachts das Gelände abgeht.
Mit dem Baufortschritt ändert sich der Bedarf: In der Rohbauphase stehen Maschinen und Material im Vordergrund, kurz vor der Übergabe die bereits eingebaute Technik. Wir passen Zeiten und Umfang in Absprache mit der Bauleitung an. Schäden an Absperrungen oder Verkehrszeichen melden wir sofort, damit sie vor Arbeitsbeginn behoben werden können.
Auf einem Gelände mit vielen Gewerken, wie es auf dem Forschungscampus über Jahre zu erwarten ist, lohnt sich zusätzlich eine Zufahrtskontrolle am Tag: Wer liefert was, welche Firma ist mit wie vielen Leuten auf der Baustelle, wann verlassen die letzten Fahrzeuge das Gelände? Diese Liste hilft der Bauleitung bei der Abrechnung und bei Fragen zur Arbeitssicherheit. Bei kleineren Vorhaben in der Kernstadt oder in den Ortsteilen genügt dagegen meist die Kontrolle nach Feierabend, verbunden mit dem Verschließen der Tore.
Zusammenarbeit mit Bauleitung und Nachbarn
Vor Beginn legen wir mit der Bauleitung fest, wer bei Feststellungen informiert wird, wo Schlüssel für Container und Tore liegen und welche Firmen zu welchen Zeiten Zutritt haben. In der Altstadt achten unsere Kräfte darauf, Anwohner nicht unnötig zu stören, und sprechen Passanten freundlich an, wenn sie den Baustellenbereich betreten.
Ohne eigenes Büro in Sachsen übernehmen wir Baustellen in Delitzsch vorhabenbezogen. Wir prüfen Laufzeit, Bewachungszeiten und Anreise und sagen zu, wenn die Besetzung bis zur Abnahme gesichert ist. Unsere Kräfte haben die Unterrichtung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr unter Baustellenbewachung, Baustellenbewachung in Sachsen und Sicherheitsdienst Delitzsch; für Baustellen jenseits der Landesgrenze im Norden hilft Bitterfeld-Wolfen.
Was die Bewachung einer Baustelle kostet
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Für eine Baustelle zählt vor allem, wie viele Stunden tatsächlich bewacht werden: Einige Kontrollen pro Nacht sind deutlich günstiger als ein durchgehend besetzter Posten. Wochenenden, Feiertage und die Bauferien um den Jahreswechsel, in denen eine Baustelle oft tagelang ruht, verändern den Preis ebenso wie die Größe des Geländes und die Anreise.


