Industrie, die seit 1856 den Ort bestimmt
Der Georgs-Marien-Bergwerks- und Hüttenverein wurde 1856 gegründet und errichtete wenig später in Malbergen ein Eisenhüttenwerk; aus der Arbeiterkolonie wuchs die heutige Stadt. Das Werk der Georgsmarienhütte GmbH ist bis heute der wichtigste Industriebetrieb. Seit 1994 arbeitet es mit einem Gleichstrom-Lichtbogenofen und setzt Schrott statt Erz ein, gegossen wird auf einer Stranggießanlage, erwärmt in einem Hubbalkenofen. Etwa vier Fünftel des Umsatzes gehen an die Autoindustrie.
Für die Sicherheit eines solchen Werks heißt das: viel Verkehr mit schweren Lasten, hochwertige Legierungen auf Lager und ein Gelände, das über Jahrzehnte gewachsen ist. Rund um das Stahlwerk haben sich weitere Betriebe angesiedelt, auf dem Harderberg ist ein zweiter großer Gewerbeschwerpunkt entstanden.
Gewerbelagen, in denen Werkschutz gefragt ist
Die Stadt hat drei ausgewiesene Gewerbelagen mit sehr unterschiedlichem Charakter. Die Aufzählung beschreibt Gebiete und Branchen, keine Auftraggeber:
- Stahlwerk und Gewerbegebiet Klöcknerstraße: etwa 25 Hektar auf dem früheren Werksgelände entlang der L 95, rund 1.200 Arbeitsplätze von Fertigung bis Kreativwirtschaft rund um das Alte Werk Stahmer.
- Gewerbegebiet Harderberg östlich der B 51: Zulieferer der Autoindustrie, Maschinenbau, verarbeitendes Gewerbe, Lebensmittel, Kosmetik und Gesundheit.
- Gewerbegebiet Harderberg westlich der B 51: neben großflächigem Handel ebenfalls Maschinenbau, Lebensmittel- und Baubetriebe.
- Rittergut Osthoff: historische Gebäude mit Pferdewirtschaft, Planungsbüro und IT-Betrieb, wo eher Objekt- als Werkschutz gefragt ist.
- Einzelstandorte wie die Möbelfertigung von Wiemann in Oesede oder Lebensmittelhersteller wie DMK, Moguntia und die Confiserie Berning.
Was an Tor und Waage passiert
In der Metallindustrie ist Schrott ein Rohstoff mit Marktwert – und deshalb auch ein Ziel. Unsere Kräfte gleichen bei der Einfahrt Kennzeichen, Lieferschein und Wiegeschein ab, achten auf leere oder doppelt gewogene Fahrzeuge und melden Abweichungen sofort an Ihre Logistik. Bei Fertigware geht es um Plomben, Ladeliste und die Zuweisung an die richtige Verladestelle.
Bei Zulieferern auf dem Harderberg zählt der Takt: Just-in-time-Lieferungen dürfen an der Schranke nicht hängen bleiben. Wir arbeiten mit Ihrer Avisliste, ordnen wartende Lkw so, dass Zufahrten frei bleiben, und dokumentieren jede Ein- und Ausfahrt mit Uhrzeit.
- Zufahrtskontrolle für Lkw, Pkw, Fußgänger und Fahrräder
- Abgleich von Wiegeschein, Lieferschein und Kennzeichen
- Besucherausweise, Begleitung, Schlüssel- und Transponderausgabe
- Rundgänge mit festen Kontrollpunkten und Zeitangabe
- Meldung von Störungen an Ihre Rufbereitschaft
Stillstände, Revisionen und Fremdfirmen
Größere Instandhaltungen legen Werke gern in Betriebsferien oder auf lange Wochenenden. Dann kommen in kurzer Zeit viele fremde Monteure, Kranfirmen und Gerüstbauer aufs Gelände. Unsere Kräfte prüfen die Anmeldung jeder Firma, halten nach Ihren Vorgaben fest, dass die Sicherheitsunterweisung erfolgt ist, geben Ausweise aus und kontrollieren, dass niemand ohne Freigabe in gesperrte Bereiche geht.
In der stillen Zeit danach verschiebt sich die Aufgabe: Hallen, Lagerplätze und Zäune stehen ohne Belegschaft, gerade an langen Werksgrenzen zur Wohnbebauung oder zum Wald. Rundgänge in wechselnden Abständen, die Kontrolle von Toren und Beleuchtung und die sofortige Meldung von Einbruchspuren halten das Risiko klein.
Planung, Qualifikation und Nachbarorte
Georgsmarienhütte gehört zu unserer Kernregion Nord. Ein Büro in der Stadt haben wir nicht; die Einsätze planen wir aus unserer Niederlassung Bremen mit festen Kräften und benannten Vertretungen. Betriebe mit Standorten im Nachbarort können beide Lagen unter einer Dienstanweisung führen, etwa mit Hallen in Osnabrück.
Unser Werkschutzpersonal hat mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, an Pforten mit Verantwortung für Zutritts- und Alarmtechnik setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung ein. Staffsec ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Grundlagen zum Leistungsbild lesen Sie auf der Seite Werkschutz, den Überblick über die Stadt auf Sicherheitsdienst Georgsmarienhütte.
Was ein dauerhafter Werkschutz kostet
Werkschutz wird meist als Dauerauftrag mit fester Wochenstundenzahl vereinbart; das macht die Planung für beide Seiten verlässlich. Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo im Rahmen ein Auftrag liegt, hängt davon ab, ob die Pforte rund um die Uhr besetzt ist, wie viele Tore und Waagen zu betreuen sind und ob Sachkunde gefordert ist.
Wie wir Werkschutz in anderen Teilen des Landes aufstellen, zeigt die Seite Werkschutz in Niedersachsen. Das verbindliche Angebot folgt nach einer Begehung.


