Von der Tuchstadt zum Industriestandort an der Autobahn
Im 19. Jahrhundert machten Textil- und Tuchfabriken Gera zu einer wohlhabenden Stadt. Heute nennt die Wirtschaftsförderung Textilmaschinenbau, Maschinenbau, Elektronik, Feinmechanik und Optik, Automobilzulieferer und Umwelttechnik als prägende Branchen. Mehr als 560 Hektar verteilen sich auf rund zwanzig Gewerbe- und Industriegebiete, die zu Wirtschaftsräumen zusammengefasst sind: das Nordkreuz an der A 4, die Osttangente an der B 2 und die Airport Area rund um den Verkehrslandeplatz Gera-Leumnitz.
Für den Werkschutz zählt vor allem, dass viele dieser Betriebe Material mit hohem Wert lagern, im Mehrschichtbetrieb arbeiten und täglich zahlreiche Lkw abfertigen. Ein Tor, an dem niemand die Papiere prüft, ist dort schnell eine Lücke im Warenfluss.
Werke und Gebiete mit Bedarf an Werkschutz
Die Gebiete im Nordkreuz sind weitgehend belegt; Langenberg meldet volle Auslastung. Freie Flächen bieten vor allem die Gebiete Leibnizstraße und Leumnitz Süd. Wer dort neu baut, braucht Schutz oft schon in der Bauphase und später an Tor und Empfang.
- Industriegebiet Langenberg mit eigener Anschlussstelle an der A 4 – dort sitzen die Firmengruppe Max Bögl, Meleghy Automotive und das Stahl-Servicecenter Stahlo
- Gewerbegebiet Lerchenberg, das direkt an Langenberg anschließt
- Industriegebiet Cretzschwitz an der B 2 mit dem Logistikstandort von Amazon
- Gewerbegebiete Tinzer Straße und Heizkraftwerk Nord im Wirtschaftsraum Nordkreuz
- Das Briefzentrum der Deutschen Post in Tinz
- Standorte von Kaeser Kompressoren, Rittal und das Lidl-Logistikzentrum
- Gewerbegebiet Gera-Hermsdorf „Am Vogelherd“ an der Osttangente
Was Stahl, Fahrzeugteile und Pakete am Tor verlangen
Wo Stahl gelagert und zugeschnitten wird, stehen Coils, Bleche und Restmaterial oft auf Freiflächen. Sie sind schwer, aber nicht vor gezieltem Abtransport geschützt. Unsere Kräfte gleichen bei der Ausfahrt Kennzeichen, Fahrer und Ladung mit den Papieren ab und gehen nachts die Lagerplätze entlang des Zauns ab.
Bei Automobilzulieferern hängt die Produktion an pünktlicher Anlieferung im Takt der Abnehmer. Dort darf die Kontrolle den Ablauf nicht bremsen: Fahrer werden zügig erfasst, Slots und Rampen nach Vorgabe der Logistik zugewiesen, Abweichungen sofort an die Schichtleitung gemeldet.
In Paket- und Briefzentren laufen Nacht- und Frühschichten mit vielen Beschäftigten und wechselnden Fremdfahrern. Hier geht es um Zutritt nach Ausweis, um Besucherbegleitung und darum, dass Sendungen nur über die vorgesehenen Wege das Gelände verlassen.
Unsere Aufgaben an Pforte, Rampe und Zaun
Je nach Werk besetzen wir die Pforte rund um die Uhr oder zu den Schichtwechseln, geben Besucher- und Fremdfirmenausweise aus, prüfen Arbeitsfreigaben für Handwerker und Wartungsfirmen und kontrollieren ein- und ausfahrende Fahrzeuge. Nachts und am Wochenende gehen wir Hallen, Freilager, Ladebrücken und abgestellte Auflieger ab. Was uns auffällt, steht mit Uhrzeit im Bericht.
Vor dem ersten Dienst erhält jede Kraft eine Einweisung in Ihre Betriebsanweisungen, Sperrbereiche und Meldewege. Abläufe halten wir in einer Dienstanweisung fest, die mit Ihnen abgestimmt ist. Wechsel im Team kündigen wir an und weisen neue Kräfte vor Ort ein, damit das Werk nicht mit jeder Ablösung neu erklärt werden muss.
Bei Revisionen und Betriebsferien sind die Hallen still, aber Fremdfirmen auf dem Gelände. Dann übernehmen wir die Anmeldung, achten auf freigegebene Bereiche und gehen nach Feierabend die Stellen ab, an denen gearbeitet wurde.
Wie wir den Werkschutz in Gera organisieren
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, Niederlassungen haben wir in Berlin und Bremen. In Thüringen unterhalten wir kein Büro, deshalb arbeiten wir in Gera vorhabenbezogen: Wir sehen uns das Werk an, klären Schichtzeiten, Laufzeit und Ablösung und sagen erst zu, wenn die Besetzung über den gesamten Zeitraum steht. Eingesetzt werden Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Mehr zur Leistung finden Sie unter Werkschutz, zur Lage im Land unter Werkschutz in Thüringen. Allgemeines zur Stadt steht auf der Seite Sicherheitsdienst Gera, für Betriebe weiter westlich lohnt ein Blick nach Jena.
Was Werkschutz in Gera kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Werkschutz läuft meist als Dauerauftrag über Monate oder Jahre, das macht die Planung verlässlich und wirkt sich auf das Angebot aus. Den Preis bestimmen vor allem die Zahl der Posten, der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden, Zusatzaufgaben wie Empfang oder Ladungskontrolle und die Frage, ob einzelne Tätigkeiten eine Sachkundeprüfung erfordern. Die Anreise weisen wir im Angebot getrennt aus, damit Sie Angebote vergleichen können.


