Industrie am Rand der Klassikerstadt
Wer an Weimar denkt, denkt selten an Werkstore. Dabei arbeiten gut elf Prozent der Beschäftigten der Stadt im produzierenden Gewerbe, und einige Betriebe haben eine Größe, bei der ein geregelter Zutritt keine Kür mehr ist. Das größte Industrieunternehmen ist Bayer Weimar, eine Tochter des Bayer-Konzerns mit rund 500 Beschäftigten in der Arzneimittelfertigung. Bei Weimarer Wurstwaren, seit 2014 eine Marke von Lutz Fleischwaren, arbeiten etwa 300 Menschen, Döllken Weimar stellt mit rund 120 Beschäftigten Produkte der Kunststofftechnik her.
Nördlich des Hauptbahnhofs lag einst das Weimar-Werk, früher der größte Betrieb der Stadt. Auf Teilen des Geländes zwischen Buttelstedter Straße und Kromsdorfer Straße arbeiten heute die dänische Hydrema-Gruppe mit der Fertigung von Baumaschinen, BAMAG Fahrzeugbau, das Torwerk Weimar und der Wellpappenhersteller Ilm-Pack. Getränke kommen aus der Brauerei Ehringsdorf im Süden der Stadt.
Gewerbegebiete, in denen Werkschutz gefragt ist
Die Stadt beschreibt ihre Gewerbeflächen als Band, das sich im Norden entlang der B 7 und der B 85 zieht. Für einen Werkschutz heißt das: kurze Wege zwischen den Flächen, aber sehr unterschiedliche Betriebe, vom Pharmawerk mit Reinraumregeln bis zum Recyclinghof mit offenem Lagerplatz.
- Gewerbegebiet Weimar Nord mit Betrieben aus Produktion und Handel
- Gewerbegebiet Kromsdorfer Straße auf dem früheren Werksgelände
- Gewerbegebiet Legefeld mit direktem Anschluss an die A 4
- Gewerbegebiet Süßenborn im Osten der Stadt
- Gewerbestandort West an B 7 und B 85 mit Logistik und Handwerk
- Gewerbestandort Hinter dem Bahnhof zwischen Rießnerstraße und Nordstraße
Was Arzneimittel- und Lebensmittelwerke verlangen
In der Arzneimittelfertigung ist jede Tür Teil eines Qualitätssystems. Wer welchen Bereich betreten darf, ist festgelegt, Besucher werden begleitet, Material wird nur über bestimmte Wege angenommen. Ein Werkschutz, der hier eingesetzt wird, kennt die Zonen des Werks, führt Besucherlisten lückenlos und gibt keinen Ausweis aus, ohne dass der Gastgeber den Termin bestätigt hat. Bereiche mit besonderen Anforderungen betreten unsere Kräfte nur im vereinbarten Umfang und nach Einweisung durch den Betrieb.
In der Fleischverarbeitung zählen Kühlkette und Tempo an der Rampe. Lkw sollen nicht lange warten, Lieferscheine und Plomben müssen trotzdem stimmen. Hygieneschleusen dürfen von Fahrern und Fremdfirmen nicht umgangen werden, und am Wochenende laufen oft Reinigungsfirmen über das Gelände, deren Anmeldung jemand prüfen muss.
Typische Aufgaben im Weimarer Werkschutz
Je nach Werk besetzen wir die Pforte, melden Besucher und Fremdfirmen an, geben Ausweise aus und nehmen sie wieder zurück. An der Einfahrt gleichen wir Kennzeichen, Fahrer und Ladung mit den Papieren ab, auf Wunsch auch die Ausfahrt. Nachts und am Wochenende gehen wir Zaun, Tore, Ladebrücken, abgestellte Auflieger und Außenlager ab. Bei Baumaschinen- und Fahrzeugherstellern gehören fertige Geräte auf dem Hof dazu, die in den Nachtstunden ohne Aufsicht dastehen würden.
Was wir feststellen, steht mit Uhrzeit im Bericht. Meldewege, Ansprechpartner und Grenzen der Befugnisse halten wir in einer Dienstanweisung fest, die jede eingesetzte Kraft vor ihrem ersten Dienst kennt. Wechsel im Team kündigen wir an, neue Kräfte werden vor Ort eingewiesen.
Revisionen und Betriebsferien sind die Zeiten, in denen sich ein Werk am stärksten verändert: Die Produktion steht, aber Wartungs- und Umbaufirmen sind auf dem Gelände. Wir prüfen dann die Arbeitsfreigaben am Tor, achten darauf, dass nur freigegebene Bereiche betreten werden, und kontrollieren nach Schichtende die Stellen, an denen gearbeitet wurde.
Vorhabenbezogen aus dem Norden geplant
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, Niederlassungen haben wir in Berlin und Bremen, ein Büro in Thüringen nicht. In Weimar arbeiten wir deshalb vorhabenbezogen: Wir sehen uns das Werk an, klären Schichtmodell, Laufzeit und Ablösung und sagen erst zu, wenn die Besetzung für den ganzen Zeitraum steht. Eingesetzt werden Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200.
Grundsätzliches zur Leistung finden Sie unter Werkschutz, die Lage im Freistaat beschreibt Werkschutz in Thüringen. Wer Betriebe auch im benachbarten Erfurt hat, kann beide Standorte in einem Angebot zusammenfassen.
Womit Sie beim Werkschutz rechnen können
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Werkschutz läuft meist als Dauerauftrag mit festen Posten, das erlaubt eine Planung über Monate statt über Tage. Wo im Rahmen der Spanne Ihr Preis liegt, hängt vor allem von der Zahl der Posten, dem Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden und zusätzlichen Aufgaben wie Empfang oder Warenkontrolle ab. Die Anreise weisen wir im Angebot gesondert aus, damit Sie sie mit anderen Angeboten vergleichen können.


