Eine Stadt, die schon einmal fast vollständig abbrannte
Beim Stadtbrand von 1780 wurde ein großer Teil der Altstadt von Gera zerstört; als einziges Gebäude blieb das Schreibersche Haus stehen, in dem heute das Museum für Naturkunde arbeitet. Die Innenstadt um das 1576 eingeweihte Rathaus, den Simsonbrunnen und die Stadtapotheke ist seither von Wiederaufbau und vielen Baudenkmälern geprägt. Darunter erstreckt sich ein Netz aus rund 230 Höhlern, alten Bierkellern mit zusammen etwa neun Kilometern Länge.
Für Handwerksbetriebe, die an diesen Gebäuden arbeiten, gilt deshalb besondere Vorsicht. Holzbalken, Dachschalungen, alte Dämmstoffe und Hohlräume können Funken lange halten, bevor ein Brand sichtbar wird.
Hinzu kommt die Lage: In der Altstadt stehen Häuser oft Wand an Wand, sodass ein Feuer leicht auf Nachbargebäude übergreifen kann. In Museen wie dem Schreiberschen und dem Ferberschen Haus lagern zudem Sammlungen, die sich nicht ersetzen lassen. Eine Brandwache bei Arbeiten an solchen Gebäuden ist deshalb oft Teil der Auflagen von Denkmalbehörde, Versicherer oder Eigentümer.
Objekte in Gera mit besonderem Brandrisiko bei Arbeiten
Im Theater beschädigte 1963 ein Feuer das Bühnenhaus, das Kulissenhaus war schon im April 1945 zerstört worden. Heute zeigt der Fall des Kultur- und Kongresszentrums, wie wichtig Brandschutz in großen Häusern ist: Mängel beim Brandschutz und der Haustechnik sind ein Hauptgrund der Generalsanierung, für die das Haus ab April 2027 geräumt wird.
- Rathaus am Markt, eingeweiht 1576
- Salvatorkirche, Johanniskirche und Trinitatiskirche
- Marienkirche in Untermhaus
- Schreibersches Haus und Ferbersches Haus mit Museumsbeständen
- Wasserschloss Tinz aus dem Jahr 1745
- Großes Haus des Theaters von 1902 mit Konzertsaal
- Kultur- und Kongresszentrum vor und während der Sanierung
- Hallen in den Industriegebieten Langenberg und Lerchenberg
Heißarbeiten an Denkmalen und in Versammlungsstätten
Bei Dachdecker-, Klempner- und Schweißarbeiten an Kirchen, Museen und Theatern stellen wir den Brandposten, der während der Arbeiten den Bereich beobachtet, Feuerlöscher bereithält und Funkenflug im Blick behält. Nach Ende der Arbeiten bleiben wir vor Ort und kontrollieren den Bereich in festen Abständen, bis die vereinbarte Nachkontrollzeit abgelaufen ist. Jede Kontrolle steht mit Uhrzeit im Protokoll.
In Versammlungsstätten kann zusätzlich ein Brandsicherheitsdienst nötig sein, wenn Brandmelde- oder Löschanlagen während Umbauten abgeschaltet sind. Dann gehen wir das Gebäude in festen Runden ab, achten auf freie Rettungswege und verständigen bei Rauch oder Brandgeruch sofort die Feuerwehr. Unsere Kräfte werden vor dem ersten Dienst vor Ort eingewiesen, in Fluchtwege, Löschmittel und Meldeweg.
Brandwache in Industrie und Logistik
In den Industriegebieten im Norden der Stadt wird Stahl verarbeitet, werden Fahrzeugteile gefertigt und große Lager betrieben. Bei Umbauten, Reparaturen an Hallendächern oder dem Einbau neuer Anlagen fallen Schweiß- und Trennarbeiten an, oft am Wochenende oder in Betriebsferien, wenn wenig Personal im Werk ist. Wir übernehmen die Brandwache nach dem Erlaubnisschein des Betriebs, kontrollieren angrenzende Bereiche und Hallenteile mit Verpackung, Paletten oder Ölen und bleiben nach Feierabend für die Nachkontrolle.
Im Logistikbetrieb kommen Hochregale, Kartonagen und Folien hinzu, die sich schnell entzünden. Wird dort eine Sprinkleranlage für Arbeiten abgeschaltet oder ein Rolltor dauerhaft offen gehalten, achten wir darauf, dass Brandabschnitte nach Ende der Arbeiten wieder geschlossen und Anlagen wieder in Betrieb genommen werden, und halten das im Protokoll fest.
Wenn Ihre Wärmebildkamera bereitsteht, setzen wir sie bei der Nachkontrolle ein, um verdeckte Wärmequellen in Wänden und Decken zu finden.
Planung ohne Büro im Land
Ein Büro in Thüringen haben wir nicht. Brandwachen in Gera übernehmen wir vorhabenbezogen: Sie nennen uns Objekt, Arbeiten und Zeitraum, wir klären Anfahrt und Besetzung und sagen verbindlich zu. Eingesetzt werden Kräfte mit Unterrichtung nach § 34a GewO, die vor Ort eingewiesen werden; zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Mehr zur Leistung finden Sie unter Brandwachen, die Lage im Land unter Brandwache in Thüringen. Für Baudenkmale im Umland lohnt ein Blick nach Eisenberg.
Kosten einer Brandwache in Gera
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei der Brandwache bestimmen vor allem die Dauer der Heißarbeiten, die vereinbarte Nachkontrollzeit, Abend-, Nacht- und Wochenendstunden und die Zahl der gleichzeitig zu überwachenden Bereiche den Preis. Ist eine Brandmeldeanlage über Wochen abgeschaltet, planen wir einen festen Rundendienst rund um die Uhr und bieten diesen als Paket an.


