Ein Industriestandort im Takt der Autoindustrie
Die Wirtschaft in Glauchau ruht heute auf drei Säulen: Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Textil. Bis zum Volkswagenwerk in Zwickau-Mosel sind es nur wenige Kilometer, direkt erreichbar über die vierspurige B 175. Viele Betriebe in der Stadt arbeiten als Zulieferer oder Dienstleister für diese Fertigung, mit Schichtbetrieb, engen Lieferfenstern und Ware von hohem Wert auf dem Hof.
Dazu kommt die Logistik. Glauchau ist Standort des Güterverkehrszentrums Südwestsachsen, dessen Containerterminal im Herbst 2010 in Betrieb ging. Von dort laufen Container auf der Schiene zu den Seehäfen, auf der Straße zu den Werken der Region. Für den Werkschutz heißt das: Ware steht oft nur wenige Stunden auf einem Hof, wechselt in dieser Zeit aber mehrmals die Verantwortung zwischen Spedition, Terminal und Empfänger. Jede Übergabe am Tor muss deshalb sauber festgehalten werden.
Das Industriegebiet Nordwest und seine Betriebe
Kern der Industrie ist das Industrie- und Gewerbegebiet Nordwest zwischen Innenstadt und A 4. Seit Oktober 1993 erschließt es ein Anschlussgleisnetz von rund 3,8 Kilometern Länge, von denen die Stadt den größten Teil besitzt. Mehrere Unternehmen schlagen darüber einen Teil ihrer Güter um. Als Arbeitgeber in Glauchau genannt werden unter anderem:
- Schnellecke Logistics Sachsen – Logistik für die Fahrzeugindustrie
- Sachsentrans – Transport und Spedition
- A. Kayser Automotive Systems – Komponenten für Fahrzeuge
- RUCKS-Maschinenbau und WEMA – Maschinen- und Anlagenbau
- ELTA-Bau – Bauwirtschaft
Das Gewerbegebiet Am Lungwitzbach ergänzt diese Flächen. Wer hier Werkschutz plant, hat mit Nachbarn zu tun, deren Lkw dieselben Zufahrten nutzen, und mit Gleisen, die Werksstraßen kreuzen.
Pforte, Rampe und Gleis
An der Pforte prüfen unsere Kräfte Kennzeichen, Frachtpapiere und gebuchte Zeitfenster, weisen Fahrer der richtigen Rampe zu und lassen wartende Lkw so aufstellen, dass die Zufahrt frei bleibt. Besucher und Servicetechniker werden angemeldet, erhalten einen Ausweis und werden von ihrem Ansprechpartner abgeholt. Für ausfahrende Fahrzeuge gleichen wir nach Ihren Vorgaben Ladeliste und Plombe ab.
Wo ein Anschlussgleis aufs Gelände führt, gehört auch die Schiene zum Auftrag. Unsere Kräfte öffnen und schließen Gleistore nach Anweisung, halten Fußgänger und Stapler während einer Rangierfahrt zurück und kontrollieren abgestellte Wagen auf Siegel und Beschädigung.
Nachtschicht, Wochenende und Werksferien
Viele Betriebe besetzen die Pforte tagsüber mit eigenem Personal und suchen Unterstützung für die Zeiten ohne Produktion. Dann gilt der Werkschutz dem Gelände: Rundgänge über Containerstellplätze, Leergutlager und Freiflächen, Kontrolle von Hallentoren, Zäunen und Beleuchtung, Prüfung von Kühl- und Druckluftanlagen nach Ihrer Checkliste. Fällt eine Anlage aus, informieren wir die Bereitschaft nach Alarmliste.
In den Werksferien kommen Montagefirmen für Wartung und Umbau. Wir erfassen Fremdfirmen, prüfen Unterweisungen und Arbeitsfreigaben, sperren Bereiche nach Anweisung und gleichen abends ab, ob alle Monteure das Gelände verlassen haben. Ist die Brandmeldeanlage auf eine Notruf- und Serviceleitstelle geschaltet, lotsen wir die Feuerwehr bei einem Alarm zum Melder.
Vorhabenbezogen aus dem eigenen Personalstamm
Sachsen liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, im Landkreis Zwickau haben wir kein Büro. Werkschutz in Glauchau übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen: Vor der Zusage prüfen wir, ob Anreise, Unterkunft und Ablösung für Ihr Schichtmodell auf Dauer gesichert sind. Ist das nicht der Fall, sagen wir es offen. Nach einer gemeinsamen Begehung arbeitet ein festes Team mit benannter Vertretung, das Ihre Dienstanweisung kennt.
Alle Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, die Staffsec Solution GmbH ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, den Überblick für das Land unter Werkschutz in Sachsen. Betriebe im Umland finden Informationen bei Zwickau und Hohenstein-Ernstthal.
Kosten für Werkschutz in Glauchau
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag über Monate oder Jahre. Als Richtwert liegen die Kosten bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Den genauen Wert bestimmt Ihr Wochenplan: Ein Tor rund um die Uhr mit Lkw-Abfertigung und Gleisbetrieb ist anders zu rechnen als eine Pforte, die nur nachts und sonntags besetzt wird. Zusatzaufgaben wie Waagenbedienung oder Fremdfirmenverwaltung führen wir im Angebot einzeln auf, ebenso den Aufwand für unsere Anreise.


