Vom Volltuchwerk zum Zulieferstandort
Bis 1990 bestimmten die Volltuchwerke das Bild der Stadt, zum Kombinat gehörten auch die Spinnereien und Webereien entlang der Pleiße. Nach der Wende verschwand fast die gesamte Textilproduktion. Was blieb, ist eine einzige Tuchfabrik: Spengler & Fürst produziert seit 1837 in der Carl-Spengler-Straße.
Die Stadt setzte früh auf neue Branchen. Heute nennt die Wirtschaftsförderung Metallverarbeitung, Automobilzulieferer, Druck und Verpackung, Maschinenbau sowie technische Textilien als Schwerpunkte. Die Nähe zum Fahrzeugwerk in Zwickau und zur A 4 hat Unternehmen angezogen, die im Takt der Autoindustrie fertigen – mit Schichtbetrieb, festen Lieferfenstern und hohen Werten auf dem Hof.
Das Gewerbegebiet an der Glauchauer Landstraße
Das wichtigste Industriegebiet liegt im Osten der Stadt. Es wurde 1991 angelegt und 2002 um zwölf Hektar erweitert, die Zahl der Beschäftigten stieg dort von 350 im Jahr 1994 auf knapp 1.800 im Jahr 2006. Ansässig sind unter anderem:
- Linamar Antriebstechnik und Linamar Powertrain – Teile für Antriebsstränge
- Westfalia Presstechnik und Salzgitter Hydroforming – Umformung von Blech und Rohren
- Wirthwein Crimmitschau – Kunststoffteile
- H&T ProduktionsTechnologie, LTC Lufttechnik und GTC Gastrotechnik
- imq Ingenieurbetrieb für Materialprüfung
Am Gewerbering hat zudem Vollmann Presstechnik einen Standort. Wer hier Werkschutz plant, hat es mit Nachbarn zu tun, deren Lkw sich auf denselben Straßen begegnen, und mit Toren, an denen sich morgens Lieferverkehr und Schichtwechsel überlagern.
Aufgaben an Pforte, Rampe und Zaun
An der Pforte gleichen unsere Kräfte Kennzeichen, Frachtbriefe und Zeitfenster ab, leiten Fahrer an die richtige Rampe und halten wartende Lkw so, dass die Werkszufahrt frei bleibt. Besucher, Auditoren und Servicetechniker werden angemeldet, erhalten einen Ausweis und werden abgeholt, bevor sie die Halle betreten. Ausgehende Fahrzeuge kontrollieren wir nach Ihren Vorgaben, etwa mit einem Blick auf Ladeliste und Plombe.
Außerhalb der Schichten gilt der Werkschutz dem Gelände. Rundgänge führen an Coilplätzen, Werkzeuglagern, Leergutstapeln und Containern vorbei, unsere Kräfte prüfen Hallentore, Zaunfelder und Beleuchtung. Bei Störungen an Druckluft, Kühlung oder Heizung informieren wir die Bereitschaft nach Ihrer Alarmliste. Ist die Brandmeldeanlage auf eine Notruf- und Serviceleitstelle geschaltet, lotsen wir die Feuerwehr bei einem Alarm zum Melder.
Werksferien, Revisionen und Werkzeugwechsel
In den Werksferien im Sommer und zwischen den Jahren wird in Presswerken häufig umgebaut: Werkzeuge werden getauscht, Pressen gewartet, neue Anlagen aufgestellt. Dann kommen Montagefirmen, Kranbetreiber und Elektriker aufs Gelände, oft mehrere gleichzeitig. Wir erfassen die Fremdfirmen, prüfen Unterweisungsnachweise und Arbeitsfreigaben, sperren Bereiche nach Anweisung und halten Fluchtwege frei. Abends schließen wir die Hallen und gleichen ab, ob alle Monteure das Werk verlassen haben.
Für die Tuchproduktion gelten andere Schwerpunkte: Garn, Rohware und fertige Stoffe lagern oft in älteren Gebäuden, die Brandlast ist entsprechend hoch. Dort steht der nächtliche Rundgang mit Blick auf Lager und Fertigwarenbestand im Vordergrund.
Planung ohne Büro im Land
Sachsen gehört nicht zur Kernregion Nord, im Landkreis Zwickau haben wir kein Büro. Werkschutz in Crimmitschau übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen. Vor der Zusage prüfen wir, ob wir Anreise, Unterkunft und Ablösung für Ihr Schichtmodell dauerhaft sicherstellen können, und sagen es ehrlich, wenn das nicht der Fall ist. Danach arbeitet ein festes Team mit benannter Vertretung, das nach einer gemeinsamen Begehung Ihre Abläufe kennt.
Alle Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, den Landesüberblick unter Werkschutz in Sachsen. Betriebe im benachbarten Industriegürtel finden Informationen bei Meerane und Zwickau.
Kosten für Werkschutz in Crimmitschau
Werkschutz läuft meist über Monate oder Jahre. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde, der genaue Betrag ergibt sich aus der Wochenplanung: Eine Pforte, die nur nachts und am Wochenende besetzt ist, rechnet sich anders als ein Tor rund um die Uhr mit Lkw-Abfertigung. Zusatzaufgaben wie Fremdfirmenverwaltung oder Waagenbedienung und der Aufwand für unsere Anreise fließen ein. Jede Position steht einzeln im Angebot, damit Sie Schichtvarianten nebeneinanderlegen können.


