Eine Industriestadt im Wandel
Görlitz hat nach 1990 einen großen Teil seiner alten Industrie verloren: Das Braunkohlekraftwerk in Hagenwerder wurde stillgelegt, der Tagebau Berzdorf geflutet, mehrere volkseigene Werke schlossen. Geblieben und neu entstanden ist ein Mittelstand, den die städtische Wirtschaftsförderung mit Anlagen- und Maschinenbau, Medizintechnik und Diagnostik, IT und Dienstleistungen beschreibt. Namen wie Birkenstock, SKAN, Sysmex Partec und ZEISS stehen für diese Mischung.
Der bekannteste Industriebetrieb ist das Werk von Siemens Energy, der weltweite Hauptsitz für Industriedampfturbinen. 2019 arbeiteten dort nach Angaben der Sächsischen Staatskanzlei rund 800 Menschen, auf dem Gelände stehen Prüfstände für die Turbinen. Dazu kommt mit der Landskron Brau-Manufaktur eine Brauerei, deren Ursprung auf das Jahr 1869 zurückgeht und deren Gärkeller unter Denkmalschutz stehen.
Gewerbeflächen auf Kraftwerk und Güterbahnhof
Die Görlitzer Gewerbegebiete liegen zum Teil auf Flächen mit Vorgeschichte. Für den Werkschutz heißt das: große Areale, alte Bausubstanz neben neuen Hallen und Zufahrten, die nicht immer nur einem Betrieb gehören.
- Industrie- und Gewerbegebiet Hagenwerder im Süden, auf dem Gelände des früheren Kraftwerks am Berzdorfer See, mit rund 50 Hektar Nettofläche, an der B 99 und nahe dem Bahnhof Hagenwerder
- Gewerbegebiet Schlauroth im Westen, auf dem ehemaligen Güterbahnhof, direkt an der B 6 und wenige Kilometer von der A 4 entfernt, mit denkmalgeschützten Gebäuden des früheren Reichsbahnausbesserungswerks
- das Gewerbegebiet zwischen Königshufen und der A 4 im Norden der Stadt
- das Siemens-Energy-Werk mit Fertigung und Turbinenprüfständen
- Betriebsgelände in der Innenstadt und an der Neiße, etwa die Landskron Brau-Manufaktur am Hang über dem Fluss
In Schlauroth werden weitere Grundstücke erst erschlossen, nach Angaben der Wirtschaftsförderung Sachsen voraussichtlich bis 2027. Neue Betriebe ziehen dann neben Baustellen und leeren Altbauten ein, was den Zugang zum eigenen Gelände schwerer überschaubar macht.
Was an der Pforte geschieht
Wir besetzen Pforten zu den Zeiten, die Ihr Betrieb braucht, ob nur in der Spätschicht oder rund um die Uhr. Besucher werden angemeldet und erhalten Ausweise, Fremdfirmen werden in Ihre Sicherheitsregeln eingewiesen, bevor sie aufs Gelände dürfen. Ankommende Lastwagen prüfen wir gegen Lieferschein und Zeitfenster, ausgehende nach Ihrer Vorgabe, etwa Plomben, Stückzahlen oder Kennzeichen.
Görlitz liegt unmittelbar an der Grenze zu Polen, Speditionen und Fahrer wechseln häufig. Deshalb arbeiten wir mit festen Listen und Vorgaben, die für jeden Fahrer gleich gelten, auch für bekannte Gesichter. Wer mit welchem Fahrzeug wann das Gelände verlassen hat, steht im Bericht.
Nach Schichtende und am Wochenende
Viele Görlitzer Betriebe fahren ein oder zwei Schichten. Danach stehen Hallen, Werkstätten und Freilager still, während Material, Werkzeug und fertige Teile auf dem Gelände bleiben. Unsere Kräfte gehen dann Zaun und Tore ab, prüfen Hallentore, Notausgänge und Nebenräume, achten auf laufende Maschinen, Wasser am Boden oder offene Fenster und geben Auffälligkeiten an Ihre Rufbereitschaft weiter.
Auf großen Arealen wie in Hagenwerder ist der Weg vom Tor bis zur hintersten Halle weit. Wir legen die Runde so an, dass jede Ecke erreicht wird, und wechseln Reihenfolge und Zeiten. Löst Ihre Alarmanlage aus, folgen wir der vereinbarten Meldekette.
Vorhabenbezogen in der Oberlausitz
Unsere eigene Personalplanung sitzt im Norden, in Sachsen haben wir kein Büro. Werkschutz in Görlitz übernehmen wir vorhabenbezogen: Vor der Zusage prüfen wir Schichtmodell, Zahl der Posten, Vertretung bei Urlaub und Krankheit und die Anfahrt. Ein fester Ansprechpartner hält die Dienstanweisung aktuell, Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Eine Grenze nennen wir offen: Innerhalb von Sicherheitsbereichen der Rüstungsfertigung gelten eigene Zulassungen, dort übernehmen wir keine Aufgaben. Unser Personal hat die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO und wird in Werksordnung, Arbeitsschutz und Ihre Notfallabläufe eingewiesen. Wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200. Mehr unter Werkschutz und Werkschutz in Sachsen, Betriebe westlich der Stadt finden Bautzen und Löbau.
Womit Sie rechnen können
Als Richtwert für Werkschutz nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Ihr Auftrag in dieser Spanne liegt, hängt vor allem davon ab, wie viele Posten gleichzeitig besetzt sind, wie hoch der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden ist und ob Zusatzaufgaben wie Telefonzentrale, Waage oder Ausweisverwaltung dazukommen. Ein Dauerauftrag über viele Monate lässt sich anders planen als eine Pforte für wenige Wochen.
Nach einer Begehung erhalten Sie ein Angebot, das Stunden je Posten und Woche getrennt ausweist.


