Eine Verwaltungsstadt mit Schornsteinen
Wer an Düsseldorf denkt, denkt an Ministerien, Kanzleien und Modehäuser. Dabei hat die Stadt seit mehr als 120 Jahren auch eine industrielle Seite. Im März 1900 zog Fritz Henkel mit seinem Unternehmen nach Holthausen, weil der Standort am Rhein bessere Transportwege bot. Bis heute sitzt dort die Konzernzentrale, und das Gelände ist zugleich der zweitgrößte Produktionsstandort des Konzerns. Die Schornsteine des Werks, das Henkel gemeinsam mit BASF nutzt, prägen die Silhouette des Stadtteils.
Auch im Stadtteil Rath, wo ab 1897 das Mannesmann-Röhrenwerk entstand, und in Reisholz, wo eine Industrieterrain-Gesellschaft ab 1898 Maschinenbau, Chemie und Papier ansiedelte, ist die Industriegeschichte sichtbar. Einige dieser Werke sind inzwischen geschlossen, ihre Flächen werden neu genutzt. Geblieben ist eine Mischung aus Produktion, Logistik und Energieversorgung, für die ein besetztes Tor nach wie vor zum Alltag gehört.
Werke und Anlagen, an denen Werkschutz gefragt ist
In Düsseldorf verteilen sich die Standorte mit eigener Werksordnung über beide Rheinseiten und mehrere Stadtteile. Typische Beispiele:
- Henkel in Holthausen, Konzernzentrale und Produktion auf einem gemeinsam mit BASF genutzten Werksgelände
- Das Mercedes-Benz-Werk Düsseldorf, in dem auf rund 690.000 Quadratmetern Rohbau, Lackierung und Montage die geschlossenen Varianten des Sprinter entstehen
- Die Hafenbetriebe an den Becken zwischen Lausward und Medienhafen, darunter Deutsche Tiernahrung Cremer, die Fortin Mühlenwerke und ein Autoterminal von Mosolf
- Das Kraftwerk Lausward der Stadtwerke mit dem Gas-und-Dampf-Block Fortuna
- Die Industriezonen in Reisholz mit dem Lebensmittelhersteller Zamek und dem Anschluss an die Industriebahn Reisholz
- Betriebshof und Werkstatt der Rheinbahn sowie die UPS-Niederlassung in Lierenfeld
Jede dieser Anlagen hat andere Schwerpunkte. In der Chemie geht es um Gefahrstoffe, Sicherheitsunterweisungen und Zonen, die nur mit Erlaubnis betreten werden. Im Fahrzeugbau zählen Teileanlieferung im Takt und fertige Fahrzeuge auf dem Hof. Im Hafen kommen Schiffe, Bahn und Lkw an einer Kaikante zusammen, im Kraftwerk ist die Versorgung der Stadt mit Strom und Fernwärme das Schutzgut.
Was unsere Kräfte am Werkstor tun
Die Pforte ist der Ort, an dem Ihre Werksordnung praktisch wird. Unsere Kräfte melden Besucher an, geben Ausweise aus, prüfen Fahreraufträge gegen Ihre Avisierung und weisen Lkw an Rampe oder Wartefläche. Fremdfirmen kommen erst aufs Gelände, wenn die Unterweisung nachgewiesen ist und der Ansprechpartner im Werk zugestimmt hat. Bei Abholungen gleichen wir Kennzeichen, Ladung und Begleitpapiere ab.
Außerhalb der Abfertigung geht das Personal Streife: an Zäunen, Toren und Freilagern, durch Hallen nach Schichtende und an Stellen, die tagsüber niemand beachtet, etwa Nebentore, Bahnübergänge oder Ufermauern. Auffälligkeiten wie offene Türen, laufende Maschinen, Leckagen oder fremde Fahrzeuge stehen mit Uhrzeit im Bericht. Bei Störungen informieren wir die von Ihnen benannten Stellen, im Brandfall oder bei einem Einbruch zusätzlich Feuerwehr oder Polizei.
Wo Ihr Werk eine eigene Werkfeuerwehr oder Sicherheitszentrale hat, arbeiten wir nach deren Meldewegen und ersetzen sie nicht.
Hafen und Lausward: Werkschutz am Wasser
Der Düsseldorfer Hafen wurde 1896 eröffnet und wird seit 2003 gemeinsam mit dem Neusser Hafen von den Neuss-Düsseldorfer Häfen betrieben. Während der Teil an der Grenze zu Unterbilk zum Büroviertel geworden ist, wird weiter westlich umgeschlagen und produziert. Auf der Halbinsel Lausward steht das Kraftwerk der Stadtwerke, dessen Block Fortuna seit Januar 2016 Strom und Fernwärme liefert.
Am Wasser endet das Gelände nicht am Zaun. Liegeplätze, Gleise und Uferwege grenzen an fremde Zuständigkeiten. Wir legen deshalb mit Ihnen fest, welche Bereiche unsere Kräfte kontrollieren, wer an Bord darf, welche Papiere ein Schiffsführer oder Lokführer vorweisen muss und wann eine Meldung an Hafenbetreiber, Wasserschutzpolizei oder Bahn der richtige Weg ist.
Vorhabenbezogen in der Landeshauptstadt
Staffsec sitzt in Neumünster und hat Niederlassungen in Berlin und Bremen. In Nordrhein-Westfalen unterhalten wir kein Büro. Werkschutz in Düsseldorf übernehmen wir vorhabenbezogen: Vor der Zusage klären wir Laufzeit, Schichtmodell, Zahl der Posten und Anfahrt und prüfen, ob wir Stammbesetzung und Vertretung über die ganze Dauer stellen können. Reicht das nicht, sagen wir es Ihnen vor Vertragsschluss.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, bei Zutrittskontrolle die Sachkundeprüfung. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, den Überblick für das Land unter Werkschutz in Nordrhein-Westfalen. Alle Leistungen für die Stadt stehen unter Sicherheitsdienst Düsseldorf, die Nachbarstädte Neuss und Ratingen haben eigene Seiten.
Was Werkschutz in Düsseldorf kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Beim Werkschutz bestimmt vor allem das Schichtmodell den Preis: Eine Tagespforte von Montag bis Freitag liegt näher am unteren Wert, ein Tor, das sieben Tage rund um die Uhr besetzt ist und zusätzlich eine Nachtstreife stellt, näher am oberen. Dazu kommen Anforderungen wie Sachkundeprüfung, Englisch für internationale Fahrer oder Einweisungen in Gefahrstoffbereiche.
Weil Werkschutz meist über Jahre läuft, rechnen wir Posten, Schichten und Zuschläge für Nacht, Sonntag und Feiertag einzeln aus. So sehen Sie, was eine zweite Pforte zur Spitzenzeit oder eine zusätzliche Runde am Wochenende ausmacht.


