Von der Porzellanfabrik zum Keramik-Campus
Die Industrie in Hermsdorf beginnt 1890 mit einer Porzellanfabrik, die schon zwei Jahre später auf Elektroporzellan umstellt. Daraus wachsen die Hescho und nach dem Krieg die Keramischen Werke Hermsdorf, um 1980 mit rund 7.500 Beschäftigten allein in der Stadt. Nach 1990 zerfiel das Kombinat, ab 1994 entstanden aus seinen Teilen eigenständige Firmen.
Heute ist das frühere Werksgelände ein Industriepark mit kleinen und mittleren Betrieben. Der TRIDELTA CAMPUS an der Robert-Friese-Straße vernetzt 34 Unternehmen mit den Schwerpunkten Hochleistungskeramik, Sensorik und Refraktärmetalle. Dazu kommt die Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme an der Michael-Faraday-Straße. Für Werkschutz bedeutet das: viele Betriebe auf engem Raum, unterschiedliche Werksordnungen und gemeinsame Zufahrten.
Betriebe und Flächen, an denen Werkschutz anfällt
Belegt sind in Hermsdorf unter anderem diese Fertigungen, an denen Pforte, Fremdfirmensteuerung oder Nachtstreife typische Aufgaben sind:
- Porzellanfabrik Hermsdorf an der Keramikerstraße mit technischer Keramik für den Maschinenbau und Abgas-Wärmetauschern
- Tridelta Meidensha mit Überspannungsableitern für elektrische Anlagen
- TRIDELTA Weichferrite mit weichmagnetischen Ferritbauteilen
- Tridelta Thermprozess mit Industrieöfen und thermischen Anlagen
- STEREON Metals mit Refraktärmetallen unter anderem für Medizintechnik und Luftfahrt
- enovis – Mathys Orthopädie mit keramischen und metallischen Implantaten
- Gewerbegebiet Ost I mit 27 Hektar, voll erschlossen und mit Erdgas, Strom und Wasser versorgt
Worauf es an den Toren in Hermsdorf ankommt
In einem Campus, in dem viele Firmen nebeneinander arbeiten, muss die Pforte wissen, wer zu wem will. Lieferanten, Monteure und Besucher werden an der richtigen Stelle angemeldet, erhalten einen Ausweis und werden zum zuständigen Betrieb gelotst. Wir führen dafür Listen nach Ihren Vorgaben und klären vorab, welche Bereiche für wen offen sind.
Ein Gaseversorger beliefert 19 Betriebe des Campus über ein Rohrnetz mit Druckluft und Stickstoff. Solche Leitungen, Druckbehälter und Ofenanlagen gehören zu den Stellen, an denen nur eingewiesene Personen arbeiten dürfen. Unsere Kräfte betreten Sperrbereiche, Reinräume oder Ofenhallen nur nach Ihrer Freigabe und mit der Schutzausrüstung, die Ihre Gefährdungsbeurteilung vorsieht.
Bei Implantaten, Refraktärmetallen und Prototypen aus Forschungsprojekten hat das Material selbst einen hohen Wert. Ausgangskontrolle heißt hier, Ladung und Begleitpapiere abzugleichen und bei Abholungen von Reststoffen genau hinzusehen.
Typische Aufgaben im Werkschutz
Den Zuschnitt legen wir mit Ihrer Werkleitung fest. Häufig gehören dazu:
- Besetzung der Pforte zu Schichtwechseln und während der Anlieferzeiten
- Anmeldung und Einweisung von Fremdfirmen bei Wartung und Anlagenumbau
- Prüfung von Erlaubnisscheinen für Heißarbeiten
- Rundgänge über Hallen, Freilager und Zaunlinien in der Nacht und am Wochenende
- Kontrolle von Notausgängen und Feuerwehrzufahrten
- Ausgangskontrolle bei Ware, Reststoffen und Leergut
Viele Betriebe in Hermsdorf liefern über die Autobahnen aus, die Stadt hat drei Anschlussstellen am Hermsdorfer Kreuz. Wo morgens mehrere Lkw gleichzeitig ankommen, ordnen wir die Wartereihe vor dem Tor, damit Zufahrten frei bleiben.
Planung ohne eigenes Büro in Thüringen
Unsere Kernregion liegt im Norden, unser Hauptsitz in Neumünster. In Thüringen arbeiten wir vorhabenbezogen. Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit festen Schichten, deshalb klären wir vor der Zusage mit Ihnen Postenzahl, Schichtmodell und Vertretung und prüfen, ob wir den Dienst über Monate stabil besetzen können. Sie erhalten einen festen Ansprechpartner.
Am Tor setzen wir Personal mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, das vor dem ersten Dienst in Werksordnung, Gefahrenbereiche und Notfallwege eingewiesen wird. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert, rund um die Uhr erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590. Hintergrund bieten Werkschutz und Werkschutz in Thüringen; Betriebe im Nachbarort finden Angaben unter Sicherheitsdienst Eisenberg.
Kosten für Werkschutz in Hermsdorf
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Werkstor, das über Monate in festen Schichten besetzt ist, liegt eher im unteren Bereich, weil sich Einarbeitung und Planung auf viele Stunden verteilen. Höher wird es, wenn Nachtschichten und Feiertage überwiegen, wenn Ladungskontrollen mit Zählen oder Wiegen dazukommen oder wenn wir während eines Ofenumbaus kurzfristig zusätzliche Kräfte stellen sollen.


