Eine Industrie, die aus Glas und Linsen gewachsen ist
Jenas Industrie hat ihre Wurzeln im Jahr 1884, als Otto Schott, Ernst Abbe, Carl Zeiss und Roderich Zeiss das Glastechnische Laboratorium gründeten. Aus dieser Verbindung von Glas, Feinmechanik und Optik sind die Betriebe hervorgegangen, die heute das Bild der Stadt prägen. Vier börsennotierte Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Jena, darunter Jenoptik und Carl Zeiss Meditec. Dazu kommen Analytik Jena, die zur Schweizer Gruppe Endress+Hauser gehört, und Jenapharm als Teil von Bayer.
Für den Werkschutz bedeutet diese Mischung, dass es den einen typischen Jenaer Betrieb nicht gibt. In einer Glashütte geht es um Hitze, schwere Lasten und Lkw-Verkehr, in der Medizintechnik um Reinräume und Prototypen, in der Pharmaproduktion um Wirkstoffe und lückenlose Zutrittsnachweise. Die Dienstanweisung für ein Tor in Göschwitz sieht deshalb anders aus als die für eine Pforte an der Otto-Schott-Straße.
Wo in Jena Werkschutz gebraucht wird
Die großen Produktions- und Entwicklungsstandorte liegen im Süden und im Westen der Innenstadt. Belegt sind unter anderem:
- Gewerbegebiet Göschwitz östlich des Bahnhofs, aus einem früheren Zeiss-Gelände entstanden, mit Jenoptik, Carl Zeiss Meditec und Analytik Jena
- Technologiepark Südwest westlich des Bahnhofs Göschwitz auf dem Gelände des ehemaligen Zementwerks, mit kleineren Technologiefirmen
- Schott-Werk an der Otto-Schott-Straße 13 mit Schott Technical Glass Solutions und Schott Jenaer Glas, rund 500 Mitarbeitende
- Jenapharm an der Otto-Schott-Straße 15 mit Entwicklung und Vertrieb hormoneller Arzneimittel
- Zeiss-Hightech-Standort am Westbahnhof, der Ende 2026 fertig werden und Entwicklung, Teile der Produktion und Verwaltung bündeln soll
Hinzu kommt der Beutenberg-Campus mit Instituten von Max-Planck, Leibniz und Fraunhofer, an dem Fremdfirmensteuerung und Laborzugänge ähnliche Fragen aufwerfen wie in der Industrie.
Glasschmelze und Reinraum: zwei sehr verschiedene Tore
Am Schott-Standort entstehen Borosilikatglas wie Borofloat und Supremax sowie Brandschutzverglasungen der Marke Pyran. Wo Glas geschmolzen, gewalzt und zugeschnitten wird, fahren täglich Lkw mit Rohstoffen und Fertigware über das Gelände. Werkschutz heißt hier vor allem, den Verkehr am Tor zu ordnen, Fahrer anzumelden, Lieferscheine mit Ladung abzugleichen und darauf zu achten, dass Staplerwege und Feuerwehrzufahrten frei bleiben. Wegen laufender Bauarbeiten nimmt Schott Lieferungen derzeit über eine eigene Adresse an der Lichtenhainer Straße an – auch das gehört in die Postenbeschreibung.
In Göschwitz liegt der Schwerpunkt anders. Laserdioden, optische Systeme, Medizingeräte und Spektrometer entstehen teils unter Reinraumbedingungen. Dort ist nicht die Lkw-Schlange das Thema, sondern die Frage, wer welchen Bereich betreten darf, ob ein Besucher begleitet werden muss und ob Fotografieren erlaubt ist. Wir übernehmen Ihre Zonen- und Besucherregeln unverändert, geben Ausweise aus, führen Besucherlisten und betreten Reinräume selbst nur dann, wenn Ihr Haus das mit Einweisung und Schutzkleidung vorsieht.
Aufgaben an Pforte und auf dem Gelände
Welche Leistungen ein Werk braucht, legen wir gemeinsam mit Werkleitung und Sicherheitsfachkraft fest. Häufig gehören dazu:
- Besetzung der Hauptpforte im Schichtrhythmus, an Wochenenden und an Feiertagen
- Anmeldung von Fremdfirmen mit Prüfung von Unterweisung und Erlaubnisscheinen
- Ausgabe und Rücknahme von Besucher- und Monteurausweisen
- Ausgangskontrolle bei Geräten, Mustern und Leergut nach Ihren Vorgaben
- Rundgänge über Hallen, Medienversorgung, Gaslager und Außengelände
- Meldung von Störungen an die Instandhaltung oder die Leitstelle Ihres Errichters
Jeder Rundgang und jede Auffälligkeit steht mit Uhrzeit im Schichtbericht, der an die Stelle geht, die Sie benennen.
Vorhabenbezogen in Thüringen
Unsere Kernregion liegt im Norden, Thüringen gehört nicht dazu. Werkschutz in Jena übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen. Bevor wir zusagen, klären wir mit Ihnen Postenzahl, Schichtfolge, Urlaubsvertretung und Einarbeitung und prüfen, ob wir den Dienst über viele Monate stabil besetzen können. Ein Büro in Thüringen haben wir nicht, und das sagen wir auch so. Für Ihren Auftrag gibt es einen festen Ansprechpartner, der die Begehung macht und die Dienstanweisung mit Ihnen abstimmt.
Eingesetzt wird Personal mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Für Zutrittsentscheidungen an Toren setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung ein. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert, und Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590. Mehr zur Leistung finden Sie unter Werkschutz und Werkschutz in Thüringen, allgemeine Angaben zur Stadt unter Sicherheitsdienst Jena. Für Werke im westlichen Umland verweisen wir auf Sicherheitsdienst Weimar.
Was Werkschutz in Jena kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Pforte, die ganzjährig im gleichen Schichtplan läuft, liegt eher am unteren Rand, weil sich Einarbeitung und Planung auf viele Monate verteilen. Teurer wird es, wenn Kräfte mit Sachkundeprüfung, Englischkenntnissen für internationale Besucher oder einer Einweisung in Reinraumregeln gefordert sind, wenn Nacht- und Feiertagsdienste überwiegen oder wenn wir für einen Anlagenstillstand mit vielen Fremdfirmen zeitweise verstärken.


