Ein Binnenhafen als Kern der Industrie
Am Zusammenfluss von Dahme und Nottekanal liegt der größte Binnenhafen Brandenburgs. Die städtische Gesellschaft LUTRA betreibt ihn, Gleise führen seit dem späten 19. Jahrhundert bis an die Kaikanten. Bis 2017 kam hier Braunkohle aus der Lausitz für Berliner Kraftwerke an, heute werden Baustoffe, Zementklinker, Kies, Holz und Getreide bewegt. Ende 2019 hat Metrans ein Terminal für den Wechsel von Containern zwischen Lkw und Schiene in Betrieb genommen, mit täglichen Zügen zu den Nordseehäfen.
Auf dem rund 70 Hektar großen Hafengelände sind 34 Unternehmen mit zusammen etwa 450 Beschäftigten tätig. Freie Flächen gibt es derzeit nicht, deshalb plant LUTRA eine Erweiterung auf den früheren Kohlegleisen an der Südseite und ein zweites Terminal. Für den Werkschutz heißt das: Mehrere Betriebe teilen sich Zufahrten, Gleise und Freilager, und jeder will wissen, wer auf seiner Fläche war.
Wo im Stadtgebiet Werkschutz gefragt ist
Neben dem Hafen weist die Stadt mehrere Gewerbegebiete aus, die zusammen weit über hundert Hektar Bruttobaufläche umfassen. Typische Einsatzorte sind:
- der Hafen mit Nord- und Südhafen beiderseits des Nottekanals
- das Containerterminal mit Kranen, Stellflächen und Zugverkehr
- das Gewerbegebiet „Schütte-Lanz“ in Zeesen, 1992 als erster Industriepark Brandenburgs eröffnet
- das Gewerbegebiet Niederlehme mit seiner Tradition in der Kalksandsteinherstellung, direkt an der Autobahnanschlussstelle
- das kleinere Gewerbegebiet Zernsdorf im Osten des Stadtgebiets
- das neue Quartier Königspark im Norden, in dem Bund und Stadt Ausbildungs- und Einsatzbauten errichten
Tor, Gleis und Kaikante: was unsere Kräfte übernehmen
Am Tor gleichen wir Fahrzeuge mit der Anmeldeliste der Disposition ab, prüfen Lieferscheine und Containernummern, halten Zeiten fest und weisen Fahrer auf die Verkehrsregeln des Geländes hin. Fremdfirmen erhalten erst nach Bestätigung durch den Betrieb einen Ausweis. Wer ohne Anmeldung kommt, wartet vor dem Schlagbaum.
Auf der Fläche gehen wir Freilager, Hallentore, Kranbereiche und die Übergänge zum Gleis ab. Gerade an Gleisanlagen ist Disziplin gefragt: Unsere Kräfte betreten Gleisbereiche nur nach Ihrer Einweisung und an den freigegebenen Stellen. Zur Wasserseite hin prüfen wir, ob Liegeplätze, Stege und Schuppen verschlossen sind und ob dort Personen unterwegs sind, die nicht hingehören.
Stellen wir etwas fest, geht die Meldung an Ihre Schichtleitung oder an die Leitstelle des Betreibers, je nachdem, was Sie festlegen.
Autobahnnähe, Pendlerverkehr und Schichtwechsel
Die Anschlussstelle Königs Wusterhausen an der A 10 und die B 179 bringen den Güterverkehr schnell auf den Berliner Ring. Zugleich pendeln viele Einwohner nach Berlin, und morgens wie abends ist es auf den Zufahrtsstraßen voll. Lkw kommen dadurch oft gebündelt oder verspätet. Wir vereinbaren mit Ihnen vorab, wie mit Fahrzeugen außerhalb des Zeitfensters umzugehen ist, damit am Tor niemand improvisieren muss.
Königs Wusterhausen gehört zu unserer Kernregion Nord. Ein Büro in der Stadt haben wir nicht, die Planung läuft über unsere Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Berlin. Für Daueraufträge stellen wir einen festen Stamm zusammen und arbeiten Vertretungen vor dem ersten Einsatz ein. Allgemeines zur Leistung finden Sie unter Werkschutz, die Lage im Land unter Werkschutz in Brandenburg, einen Überblick über die Stadt unter Sicherheitsdienst Königs Wusterhausen.
Qualifikation und Unterweisung
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wer Kontrollaufgaben mit Zugangsentscheidungen wahrnimmt, die Sachkundeprüfung. Vor dem ersten Dienst weisen Sie oder Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit unsere Leute in die Gefahren des Geländes ein: Kranbetrieb, Rangierfahrten, Schüttgutlager, Bereiche mit Staub oder Lärm. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Jede Torbewegung und jeder Rundgang stehen mit Uhrzeit im Bericht. Das hilft Ihnen, wenn Versicherer, Zoll oder Kunden nachfragen, wer wann welches Tor passiert hat.
Was ein Werkschutz am Hafen kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Am unteren Ende liegt eine reine Pforte zu Bürozeiten, am oberen ein Tor, das rund um die Uhr besetzt ist und nachts zusätzlich Streifen über Gleise und Freilager verlangt. Weil Werkschutz im Hafenumfeld meist ein Dauerauftrag mit festen Schichten ist, lassen sich Nacht- und Wochenendanteile gut planen und offen ausweisen.


