Industrie an einem Verkehrsknoten
Leer ist bekannt für Reedereien und Handel, hat aber auch eine handfeste industrielle Basis. Die Stadt selbst zählt Betonwerke, eine Eisengießerei, Kunststoffherstellung, Papier- und Verpackungsindustrie, Stahl- und Eisenbau, Recycling sowie Werft und Schiffbau zu ihren Branchen. Dazu kommen Transport und Logistik, die von der Lage profitieren: Zwei Autobahnen, drei Bahnstrecken und ein tidefreier Hafen mit Seeschleuse treffen hier zusammen.
Für den Werkschutz heißt das, dass in Leer nicht nur Menschen, sondern auch Güterwagen, Lkw und gelegentlich Binnenschiffe an einem Gelände ankommen. Jede dieser Zufahrten ist ein Punkt, an dem kontrolliert werden muss, wer und was hinein- und hinausgeht. Gerade bei Flächen mit Wasseranschluss reicht eine Pforte an der Straße allein nicht aus.
Betriebsflächen und Branchen im Stadtgebiet
Die folgende Übersicht nennt reale Gebiete und Betriebe in Leer und die Aufgaben, die dort typischerweise entstehen. Sie ist keine Kundenliste.
- Gewerbe- und Industriegebiet Leer-Nord: seit Mitte der 1970er Jahre gemeinsam von Stadt und Landkreis entwickelt, mit Kunststoffverarbeitung, Schiffslogistik, Futtermittelherstellung, Recycling, Spedition sowie Holz- und Betonverarbeitung. Ein Industriestammgleis und ein Emsanleger mit hochwassergeschützten Lagerflächen erschließen das Gebiet.
- Hafen Leer: Der kommunale Hafen aus Handels- und Industriehafen schlägt vor allem Biodiesel, Pflanzenöle, Getreide, Futtermittel, Dünger, Steine und Erden sowie Schrott um. Am Hafen sind ein Logistikunternehmen, eine Werft, ein Recyclingbetrieb und ein Natursteinunternehmen ansässig.
- Logabirum: Ein Elektronikunternehmen beschäftigt dort rund 350 Menschen.
- Gießerei und Ofenbau: Ein Hersteller von Kaminöfen und Gusseisenteilen hat in Leer rund 200 Beschäftigte.
- Gewerbegebiet Benzstraße in Nüttermoor: Möbelmarkt, Großhandel und Autohaus sind bereits ansässig, weitere 12,3 Hektar werden derzeit erschlossen.
- Zentrallager in Nortmoor: Unmittelbar an der Stadtgrenze liegt das Zentrallager eines Leeraner Handelskonzerns.
Was an der Pforte und auf dem Gelände passiert
An der Pforte prüfen unsere Kräfte Lieferpapiere gegen angemeldete Transporte, notieren Kennzeichen, Ankunfts- und Abfahrtszeiten und weisen Fahrer in Warte- und Ladezonen ein. Fremdfirmen kommen erst nach Einweisung und Freigabe durch Ihren Ansprechpartner aufs Gelände, Ausweise werden ausgegeben und wieder eingesammelt. Bei Materialausgängen, etwa Schrott, Paletten oder Ersatzteilen, halten wir fest, wer was mitnimmt.
Wenn die Schicht endet, beginnt die Streife. Sie läuft Zäune, Hallentore, Tanklager und Freiflächen ab, achtet auf abgestellte Kesselwagen am Gleis und auf die Wasserseite von Lagerplätzen. Auffälligkeiten melden wir nach Ihrer Meldekette, im Brandfall alarmieren wir zuerst die Feuerwehr.
- Zufahrtskontrolle für Lkw, Pkw und Besucher
- Fremdfirmenmanagement bei Revision und Wartung
- Kontrolle von Gleisanschluss und Uferflächen
- Schlüssel- und Materialnachweis
- Meldung technischer Störungen an die Bereitschaft
Wie wir Ihr Werk in Leer besetzen
Leer gehört zu unserer Kernregion Nord. Die Einsatzplanung erfolgt aus dem eigenen Personalstamm über den Hauptsitz in Neumünster und die Niederlassung Bremen; in Leer selbst unterhalten wir kein Büro. Die Autobahnanschlüsse Leer-Nord, Leer-Ost und Leer-West machen die Anreise planbar, Ablösungen legen wir so, dass die Pforte nie offen bleibt.
Wir setzen feste Teams ein, die Ihre Anlage, Ihre Abläufe und Ihre Sicherheitsvorschriften kennen. Betriebe mit Standorten in Emden oder Aurich können diese gemeinsam einplanen lassen. Einen Überblick über unsere Leistungen in der Stadt gibt Sicherheitsdienst Leer.
Qualifikation und Werksregeln
Alle Kräfte im Werkschutz haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, Pfortenleitungen und Bereiche mit Gefahrstoffen besetzen wir mit Sachkundigen. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Ihre Werksordnung, Vorgaben zum Arbeitsschutz, zum Fotografieren und zum Verhalten an Gleisen und Kaikanten nehmen wir vor dem ersten Dienst in die Dienstanweisung auf. Unseren grundsätzlichen Ansatz beschreibt die Seite Werkschutz.
Werkschutz in Leer: womit Sie kalkulieren
Für Werkschutz rechnen Sie mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Dauerauftrag mit rund um die Uhr besetzter Pforte lässt sich gleichmäßiger planen als eine einzelne Revisionswoche mit vielen Fremdfirmen. In die Kalkulation gehen außerdem die Anzahl der Zufahrten, der Anteil an Nacht- und Feiertagsstunden und die verlangte Qualifikation ein.
Nach einem Rundgang über Ihr Gelände erhalten Sie ein Angebot, das Posten, Streifen und Dokumentation genau beschreibt.


