Wo in Leer Feuer und Funken zur Arbeit gehören
Leer hat eine dicht bebaute Altstadt mit Backsteinhäusern und Speichern aus mehreren Jahrhunderten und zugleich Betriebe, in denen täglich mit offener Flamme gearbeitet wird. Die Stadt nennt unter ihren Branchen eine Eisengießerei, Stahl- und Eisenbau, Werft und Schiffbau sowie Gleisbau. Am Hafen ist eine Werft ansässig, im Industriegebiet Leer-Nord wird Kunststoff verarbeitet und recycelt.
Überall dort, wo geschweißt, gelötet, getrennt oder mit Bitumen gearbeitet wird, kann ein Funke in Fugen, Dämmung oder Holz gelangen und dort unbemerkt weiterglimmen. Eine Brandwache bleibt nach dem Ende der Arbeiten vor Ort, kontrolliert die Stellen in festen Abständen und greift sofort ein, wenn sich Rauch oder Wärme zeigt.
Historische Bauten mit hohem Holzanteil
Leer zählt 365 Einzeldenkmale und 35 Ensembles mit 233 Bauten. Wird an solchen Gebäuden das Dach erneuert oder die Fassade instand gesetzt, sind Heißarbeiten kaum zu vermeiden, und alte Dachstühle aus trockenem Holz brennen schnell.
- Rathaus Leer von 1894, im Stil der Niederländischen Renaissance errichtet, mit der benachbarten Alten Waage von 1714 als Ensemble
- Haneburg, ab 1621 erbaut, heute Sitz der Kreisvolkshochschule
- Harderwykenburg aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, die älteste der Leeraner Burgen
- Evenburg, um 1650 entstanden, 1861 neugotisch umgebaut und 2004 bis 2006 rekonstruiert
- Philippsburg, ein Barockschloss aus der Zeit um 1730
- Kulturspeicher, ein früherer Hafenspeicher von 1778
Bei Arbeiten an solchen Häusern kontrollieren wir Dachböden, Traufen, Gesimse und angrenzende Räume nach den Heißarbeiten und halten Löschmittel bereit.
Werkstätten, Hallen und Werft
In Betrieben verlangen Versicherer und Arbeitsschutz meist einen Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten mit festgelegter Nachbeobachtung. Typische Anlässe in Leer sind Reparaturen an Stahlbauten und Hallendächern, Schweißarbeiten an Schiffen in der Werft, Umbauten in Recycling- und Kunststoffbetrieben sowie Instandsetzungen an Gleisanlagen im Industriegebiet. Unsere Brandwache übernimmt die Beobachtung, sodass Ihre eigenen Fachkräfte nach Feierabend nicht auf der Baustelle bleiben müssen.
- Nachkontrolle nach Schweiß-, Schneid- und Lötarbeiten
- Überwachung von Bitumenarbeiten auf Flachdächern
- Bereitstellung und Kontrolle von Feuerlöschern
- Ersatz bei vorübergehend abgeschalteter Brandmeldeanlage
- Protokoll mit Uhrzeit für Versicherer und Bauherr
Säle, Hallen und der Gallimarkt
Auch Versammlungsstätten können eine Brandsicherheitswache verlangen, wenn die Feuerwehr oder der Betreiber es vorgibt. In Leer gehören dazu das Theater an der Blinke, die Aula der Emsschule mit 800 Plätzen und die Ostfrieslandhalle mit 3.000 Plätzen. Beim Gallimarkt im Oktober, für den die Stadt mindestens eine halbe Million Besucher erwartet und ein Feuerwerk am Hafen ausrichtet, entstehen ebenfalls Anlässe für Brandschutzposten an Ständen und Aufbauten.
Wir planen solche Einsätze aus der Kernregion Nord über den Hauptsitz Neumünster und die Niederlassung Bremen, ohne eigenes Büro in Leer. Für Betriebe in Emden und Leer stimmen wir Termine gern gemeinsam ab. Alle Leistungen in der Stadt zeigt Sicherheitsdienst Leer.
Ausbildung und Ablauf
Unsere Brandwachen haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und sind im Umgang mit Feuerlöschern geschult. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Vor Arbeitsbeginn klären wir mit Ihnen Bereich, Dauer der Nachbeobachtung, Fluchtwege und Meldeweg zur Feuerwehr. Im Ernstfall alarmieren wir zuerst die Feuerwehr, beginnen mit der Brandbekämpfung, soweit gefahrlos möglich, und informieren danach Sie. Mehr dazu auf der Seite Brandwachen.
Kostenrahmen einer Brandwache in Leer
Für eine Brandwache gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Da Heißarbeiten oft bis in den Abend laufen und die Nachbeobachtung danach beginnt, fällt ein Teil der Stunden in die Nacht; das wirkt sich ebenso aus wie Einsätze am Wochenende oder an Feiertagen.
Wie lange nachbeobachtet wird, richtet sich nach Ihrem Erlaubnisschein und den Vorgaben des Versicherers. Bei mehrtägigen Arbeiten an einem Denkmal planen wir eine feste Wache für jeden Abend und rechnen nur die tatsächlich geleisteten Stunden ab.


