Ein Industriestandort mit langer Geschichte
Industrie hat in Lehrte Tradition. 1881 entstand eine Zementfabrik, 1883 die Zuckerfabrik, ab 1910 förderte das Kaliwerk Bergmannssegen-Hugo, dessen Fördergerüst bis heute steht. Mit der Eisenbahn kam die Logistik, mit der Zeit wurden viele Betriebe an den Stadtrand verlegt. Die Wirtschaftsförderung der Stadt wirbt heute mit der Nähe zu A 2 und A 7 und der Bahnanbindung als Argument für Handel, Produktion, Dienstleistung und Logistik.
Für den Werkschutz ergibt sich daraus eine Mischung, die man nicht mit einem Standardkonzept abdeckt. Ein Lebensmittelbetrieb hat andere Pflichten als ein Chemiewerk, ein Umschlaglager andere Spitzenzeiten als eine Maschinenfertigung.
Werke und Lager in Lehrte
Diese Betriebe prägen den Industrie- und Logistikstandort Lehrte:
- Miele – Werk für gewerbliche Wasch- und Bügelmaschinen, seit 1965 in Lehrte
- Schäfers Brot – Großbäckerei, 1999 fertiggestellt, beliefert rund 250 Filialen
- Actega – Herstellung von Lacken
- Friedrich Branding GmbH & Co. – Efbecol-Klebstofffabrik
- Chemische Fabrik Lehrte – Herstellung von Salzen
- Umschlaglager von Aldi Nord, Rewe Group, Delticom, Hornbach, der Spedition Hellmann und DPD
- Megahub Lehrte – Umschlaganlage für den kombinierten Verkehr auf rund 120.000 m² am früheren Rangierbahnhof, seit Juni 2021 in Betrieb
- Gewerbequartier Lehrte-Ost – von der Stadt als Pilot-Quartier für Energie, Mobilität und Klimaanpassung weiterentwickelt
Was am Tor und auf dem Gelände passiert
An der Pforte eines Umschlaglagers zählt Tempo: Lkw werden anhand von Zeitfenstern und Kennzeichen eingelassen, Fahrer an die richtige Rampe verwiesen, Leerfahrten und Ausfahrten festgehalten. Unsere Kräfte arbeiten dabei mit Ihren Listen und Systemen, damit der Hof nicht zum Stau wird und trotzdem jede Bewegung nachvollziehbar bleibt.
In einem Fertigungswerk wie bei der Herstellung von Wäschereimaschinen kommen Besucher, Servicetechniker und Fremdfirmen hinzu. Wer das Gelände betritt, braucht Anmeldung, Unterweisung und einen Ausweis; Werkzeug und Material, das das Werk verlässt, wird nach Ihren Vorgaben geprüft. Außerhalb der Schichten gehen wir Rundgänge über Hallen, Freilager und Zaunlinien.
In Chemiebetrieben gilt die Betriebsanweisung als Grundlage für jeden Schritt. Wege, Sperrbereiche, Rauchverbot, Meldekette im Ereignisfall und das Verhalten gegenüber Einsatzkräften werden vor dem ersten Dienst geübt, nicht erst nachgelesen.
Anfahrt, Schichtwechsel und Ablösung
Die Werke liegen günstig für eine verlässliche Planung. Drei Anschlussstellen der A 2 und die B 443 führen an die Gewerbeflächen heran, das Autobahnkreuz Hannover-Ost liegt in der Gemarkung Ahlten. Der Bahnhof Lehrte ist an die S-Bahn Hannover angeschlossen, was Dienstwechsel auch nachts erleichtert.
Betriebe mit Standorten in der Nachbarschaft, etwa in Peine oder Burgdorf, können den Werkschutz gemeinsam vergeben. Das erleichtert Vertretungen, weil Kräfte mehrere Werke kennen.
Eine Besonderheit in Lehrte ist die Nähe mancher Flächen zur Bahn. Wo Werksgelände an Gleisanlagen grenzt, sind Zaunlinien lang und schwer einzusehen. Hier planen wir Rundgänge so, dass die Abschnitte an der Bahn in wechselnder Reihenfolge abgegangen werden, und halten Schäden am Zaun sofort fest, damit Ihre Haustechnik sie zügig schließen kann.
Personal und Zertifizierung
An Werkstoren setzen wir Kräfte mit bestandener Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein; für reine Rundgänge kann die Unterrichtung genügen. Je nach Betrieb kommen Ersthelferausbildung, Gefahrstoffunterweisung oder Hygieneschulung hinzu, die wir mit Ihnen abstimmen. Jede Kraft arbeitet nach einer Dienstanweisung, die gemeinsam mit Ihrer Werksleitung oder Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit erstellt wird.
Lehrte liegt in unserer Kernregion Nord, die Planung läuft über den Hauptsitz in Neumünster, ein Büro vor Ort gibt es nicht. Zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200. Den Überblick zur Leistung finden Sie unter Werkschutz, zum Land unter Werkschutz in Niedersachsen.
Kosten für einen Dauerauftrag
Werkschutz ist fast immer ein fortlaufender Auftrag, oft über Jahre. Als Orientierung dient ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo im Rahmen ein Werk liegt, hängt an der Zahl der besetzten Stunden pro Woche, am Anteil von Nacht-, Sonn- und Feiertagsdiensten, an Zusatzqualifikationen wie Gefahrstoffunterweisung und daran, ob an einer oder mehreren Pforten gleichzeitig Personal gebraucht wird.


