Eine Industriestadt mit langer Werkstradition
Ludwigsfelde ist eine Stadt, die um ein Werk herum gewachsen ist. 1936 errichtete Daimler-Benz hier ein Flugmotorenwerk, die Einwohnerzahl stieg in wenigen Jahren von gut 200 auf mehrere Tausend. Zu DDR-Zeiten entstand daraus das Industriewerk, in dem zuletzt der Lkw W50 und der L60 gebaut wurden. Nach 1990 kamen Transporter hinzu, heute entstehen im Mercedes-Benz-Werk Sprinter, darunter Fahrgestelle und Pritschenfahrzeuge.
Die Wirtschaftsförderung der Stadt nennt rund 800 Betriebe und etwa 15.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, verteilt auf mehrere Gewerbeparks mit zusammen rund 720 Hektar Fläche. Metall, Automotive, Energie, Verkehr sowie Luft- und Raumfahrttechnik prägen das Bild. Für den Werkschutz bedeutet das: viele Tore, viel Lkw-Verkehr, Fremdfirmen in großer Zahl und Schichtbetrieb rund um die Uhr.
Wo in Ludwigsfelde Werkschutz gebraucht wird
Die folgenden Flächen sind reale Industrie- und Gewerbestandorte der Stadt. Sie zeigen, welche Aufgaben dort typischerweise anfallen, und sind keine Kundenliste.
- Industriepark mit den Teilen West, Ost und Industriepark 4.0 „Eichspitze“: ältester Industriestandort der Stadt, Sitz von Mercedes-Benz, MTU und Gestamp, über die Carl-von-Benz-Straße erschlossen.
- MTU Maintenance Berlin-Brandenburg: Instandhaltung von Triebwerken für Geschäfts- und Regionalflugzeuge, Hubschrauber und Industriegasturbinen; weltweit einziger Ort für Entwicklungs- und Abnahmetests des TP400-D6, des Antriebs des A400M.
- Preußenpark: rund 130 Hektar mit Gleisanschluss im Nordteil, neben einer Zollstation, mit Siemens, dem Volkswagen-Teilelager und Franke Aquarotter.
- Brandenburg Park im Ortsteil Genshagen: rund 60 Unternehmen, direkt an der Anschlussstelle Genshagen der A 10.
- Gewerbe an der Alfred-Kühne-Straße (L 793) und an der Brandenburgischen Straße, die vom Industriepark zum Oberstufenzentrum führt.
Triebwerke und Prüfstände: Zutritt mit Freigabe
In der Triebwerksinstandhaltung zählt jedes Teil. Kunden aus der Luftfahrt erwarten nachvollziehbare Zutrittsregeln, Besucher werden begleitet, Bereiche mit Prüfständen sind nur mit Freigabe zugänglich. MTU in Ludwigsfelde gilt als der drittgrößte Standort im weltweiten Instandhaltungsnetz des Konzerns und das europäische Zentrum für Vor-Ort-Service, mit 950 bis 1.000 Beschäftigten im Jahr 2023.
Unsere Kräfte arbeiten in solchen Umgebungen nach Ihrer Zutrittsmatrix: Sie prüfen Ausweise gegen Freigabelisten, tragen Besucher und Fremdfirmen mit Uhrzeit ein, geben Schlüssel nur gegen Quittung aus und melden offene Türen oder Alarme an die von Ihnen benannten Personen. Fotografieren in sensiblen Bereichen und das Mitführen von Datenträgern regeln wir nach Ihren Vorgaben.
Fahrzeugbau und Teilelogistik: Ladung im Takt
Im Preußenpark versorgt das Volkswagen-Teilelager seit 2006 rund 600 Händler in den neuen Bundesländern, zweimal täglich. Zulieferer und Logistiker arbeiten im Takt der Fertigung, Ware steht oft nur Stunden auf der Fläche. Wer hier Werkschutz organisiert, muss die Abläufe kennen: Zeitfenster der Spediteure, Plombennummern, Leergut, Sperrzonen an Rampen.
Wir richten den Dienst so ein, dass er den Betrieb nicht ausbremst. Das heißt vorbereitete Lieferantenlisten, klare Regeln für Fahrer ohne Termin und Rundgänge, die sich an Schichtende und Wochenende orientieren.
- Tor- und Schrankendienst mit Kennzeichen- und Firmenliste
- Abgleich von Lieferschein, Plombe und Ladung bei Ein- und Ausfahrt
- Besucherausweise, Sicherheitsbelehrung und Begleitung
- Nachtrundgänge durch Hallen, Freilager und Werkstraßen
- Schichtbericht mit Uhrzeiten an Werkleitung oder Facility
Planung über unsere Berliner Zweigniederlassung
Brandenburg gehört zu unserer Kernregion Nord. Ein Büro in Ludwigsfelde haben wir nicht, die Planung läuft über unsere Zweigniederlassung in Berlin, Aroser Allee 81. Wir setzen feste Personen ein, die Ihr Gelände kennen, und halten eine eingewiesene Vertretung bereit. Betriebe mit weiteren Standorten in Teltow oder Zossen bekommen einen Ansprechpartner für alle Flächen.
Unser Personal ist nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Allgemeines zum Werkschutz und die Übersicht für Werkschutz in Brandenburg finden Sie auf den jeweiligen Seiten, Hintergrund zur Stadt unter Sicherheitsdienst Ludwigsfelde.
Kosten für Werkschutz in Ludwigsfelde
Werkschutz an einem Industriestandort ist fast immer ein Dauerauftrag mit festen Schichten. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Ihr Preis innerhalb dieser Spanne liegt, entscheiden vor allem die Zahl der besetzten Tore, der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden und zusätzliche Anforderungen wie Sicherheitsüberprüfungen für Bereiche mit Luftfahrtbezug.
Wir rechnen die Grundbesetzung und mögliche Verstärkungen bei Werksferien, Umbauten oder Inventur getrennt aus. So sehen Sie, welcher Anteil das ganze Jahr anfällt und welcher nur zu bestimmten Zeiten.


