Eine wachsende Stadt baut
Ludwigsfelde ist seit 2015 um mehr als 4.000 Einwohner gewachsen, auf zuletzt rund 29.600. Wachstum heißt hier vor allem: mehr Kinder, mehr Schulplätze, mehr Verkehr. Nach Angaben der Stadt gibt es in Brandenburg derzeit kein Schulbauprojekt vergleichbarer Größe. Parallel werden Straßen ausgebaut, Kanäle saniert und Fernwärmeleitungen verlegt.
Für Baufirmen und Bauherren bedeutet das viele gleichzeitige Baustellen in bewohnter Umgebung, auf denen nach Feierabend Werkzeug, Kabel, Container und eingebaute Technik zurückbleiben. Gerade wenn Fenster, Türen und Haustechnik eingebaut sind, steigt der Wert auf der Fläche deutlich.
Bauvorhaben der letzten Jahre in Ludwigsfelde
Die folgenden Vorhaben sind öffentlich bekannt. Sie zeigen, wo Bewachung typischerweise gebraucht wird, und sagen nichts über unsere Aufträge aus.
- Grundschule an der Ahrensdorfer Heide zwischen Flussviertel und Ludwigsdorf: dritte von drei baugleichen Schulen mit 21 Klassenräumen und eigener Dreifeldsporthalle, zeitversetzt zu den ersten beiden begonnen.
- Regenbogen-Grundschule und Grundschule „Im Kiefernwald“ an der Albert-Schweitzer-Straße und der Karl-Liebknecht-Straße, deren Eröffnung für September 2026 angesetzt war.
- Sporthalle Brunnenpark am Anton-Saefkow-Ring und die geplante SportArena mit bis zu 500 Sitzplätzen an der Karl-Liebknecht-Straße.
- Straßenausbau Am Birkengrund: rund 530 Meter vom Kreisverkehr an der L 793 bis zum Oberstufenzentrum, mit Fernwärme, Strom, Telekommunikation und Regenwasserkanal, Fertigstellung bis Ende 2026 geplant.
- Sanierung des Schmutzwasserkanals in der Rosa-Luxemburg-Straße im Herbst 2025 und Erneuerung der Regenwasserabläufe in der Potsdamer Straße durch den Landesbetrieb Straßenwesen im Herbst 2026.
Schulbau: die Ausbauphase ist die kritische
Im Rohbau gibt es wenig mitzunehmen. Kritisch wird es, wenn Kupferleitungen, Lüftungsgeräte, Bildschirme, Sportgeräte und Küchentechnik angeliefert sind, aber noch kein Hausmeister im Gebäude ist. In dieser Phase arbeiten viele Gewerke parallel, Schlüssel gehen von Hand zu Hand und Türen bleiben abends schnell einmal offen.
Wir richten die Bewachung nach dem Bauablauf aus: zunächst Kontrollfahrten in der Nacht, ab der Technikmontage eine feste Wache, die Zugänge, Schlüsselübergaben und Fremdfirmen erfasst. Bei der Übergabe an den Schulträger bleibt die Wache, bis das Gebäude offiziell in Betrieb ist.
Die drei Schulgebäude sind sternförmig angelegt, messen jeweils 30 mal 30 Meter und haben drei Etagen. Der erste Spatenstich war im Oktober 2023, das Richtfest im März 2025. Alle Gebäude erhalten Photovoltaikanlagen und Fußbodenheizung. Module, Wechselrichter und Kabeltrommeln liegen in der Ausbauphase oft mehrere Tage auf der Fläche, bevor sie montiert und angeschlossen sind, und gehören dann in jede Nachtrunde.
- Zugangskontrolle für Nachunternehmer nach Tagesliste
- Schlüssel- und Bautürenkontrolle am Abend
- Nachtwache mit Rundgängen durch Rohbau und Außengelände
- Sicherung angelieferter Technik bis zum Einbau
- Bericht mit Uhrzeit an Bauleitung und Projektsteuerung
Linienbaustellen an Straßen und Leitungen
Straßenbau wie Am Birkengrund unterscheidet sich vom Hochbau: Die Baustelle ist lang, offen und wandert. Maschinen stehen über Nacht am Rand, Rohre und Bordsteine liegen auf Zwischenlagern, und der Verkehr fließt nebenher. Eine feste Wache an einem Punkt hilft dort wenig, besser sind Streifen, die das Baufeld abfahren und Maschinen, Tanks und Lager prüfen.
Für Baustellen an der A 10 oder der B 101 kommt die Verkehrssicherung hinzu. Wie wir Absperrungen und Beschilderung kontrollieren, beschreiben wir auf der Seite zu Kontrollfahrten nach RSA 21.
Wer plant und wer vor Ort ist
Ludwigsfelde liegt in unserer Kernregion Nord. Vor Ort haben wir kein Büro, die Planung übernimmt unsere Zweigniederlassung in Berlin, Aroser Allee 81. Für jede Baustelle gibt es eine feste Ansprechperson, die Wachkräfte werden in Baufeld, Zufahrten und Notfallnummern eingewiesen. Baustellen in Blankenfelde-Mahlow oder Zossen lassen sich in dieselbe Planung aufnehmen.
Weitere Informationen finden Sie unter Baustellenbewachung und Baustellenbewachung in Brandenburg, zur Stadt unter Sicherheitsdienst Ludwigsfelde.
Was die Bewachung einer Baustelle kostet
Baustellen werden fast immer außerhalb der Arbeitszeit bewacht, also nachts und am Wochenende. Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde; die Spanne erklärt sich vor allem aus dem Verhältnis von Nacht- und Feiertagsstunden, aus der Größe des Baufelds und daraus, ob eine feste Wache oder Kontrollfahrten eingesetzt werden.
Weil sich der Bedarf mit dem Baufortschritt ändert, schlagen wir eine Staffelung vor: wenige Anfahrten im Rohbau, mehr Präsenz ab der Technikmontage, Abschluss mit der Übergabe.


