Industrie mit langer Linie
Ludwigslust war nie eine große Industriestadt, aber Gewerbe hat hier Tradition. Der Fleischverarbeiter LFW führt seine Geschichte auf eine Metzgerei aus dem Jahr 1892 zurück, der frühere Betrieb Baustoffmaschinen Ludwigslust beschäftigte zu DDR-Zeiten Hunderte Menschen. Einige Werke haben inzwischen geschlossen, etwa das Messwandlerwerk im Jahr 2017, andere sind gewachsen. Nach Angaben der Stadt prägen heute Lebensmittelbranche, Elektroindustrie und Maschinenbau den Standort.
Werkschutz in Ludwigslust heißt deshalb meist: ein mittelständischer Betrieb mit Schichtarbeit, einer Hauptzufahrt für Lkw, Lagerflächen im Freien und Zeiten, in denen niemand aus der eigenen Belegschaft auf dem Gelände ist.
Betriebe und Gebiete mit Schutzbedarf
Wo Werkschutz in Ludwigslust typischerweise ansetzt:
- das Gewerbegebiet Süd an der Bauernallee in Techentin, 27 Hektar groß und vollständig belegt, mit Lebensmittelproduktion, Elektroindustrie, Maschinenbau und einem Autohaus
- LFW Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten an der Bauernallee 9
- HAAR Mecklenburg an der Bauernallee 7, wo rund 70 Beschäftigte Pressen und Verdichter fertigen und Elektronik entwickeln
- die Thermische Abfallverwertungsanlage der ALBA am Alten Flugplatz 1
- das Industriegebiet Dohlsche Tannen an der B 5 mit Maschinenbau, Metallbau, Großhandel und Spediteuren
- das Industriegebiet Stüdekoppel an der B 191 mit Recycling- und Containerdienst und einer Asphaltmischanlage
Abfallverwertung und Revisionen
Die Anlage am Alten Flugplatz verwertet Abfälle thermisch. Für Reinigungen wird sie geplant heruntergefahren, zuletzt vom 8. bis 11. Dezember 2025. In solchen Tagen arbeiten oft mehrere Fremdfirmen gleichzeitig auf dem Gelände, Gerüste stehen, und Teile der Anlage sind geöffnet. Die Stadt plant außerdem, die Abwärme der Anlage künftig in ein Wärmenetz einzuspeisen; erste Haushalte könnten ab 2029 angeschlossen werden. Auch dafür werden Leitungen und Übergabestationen gebaut.
Für Betreiber übernehmen wir in solchen Phasen die Anmeldung von Monteuren am Tor, prüfen Arbeitsfreigaben auf Vollständigkeit, führen Listen, wer sich wo auf dem Gelände aufhält, und begleiten Lieferungen zu den Arbeitsstellen. Bei Bedarf stellen wir dazu eine Brandwache an Schweiß- und Trennarbeiten.
Lebensmittel und Maschinenbau in Techentin
Ein Lebensmittelbetrieb hat andere Regeln als eine Werkhalle. Hygienezonen dürfen nur mit Schutzkleidung betreten werden, Kühlfahrzeuge kommen früh am Morgen, Ware wird nach Temperatur und Charge erfasst. Für Werkschutz heißt das: Fahrer werden an der Rampe eingewiesen, Besucher erhalten vor dem Zutritt eine Unterweisung, und Kühlräume werden in der Nacht auf geschlossene Türen und Störmeldungen kontrolliert.
Im Maschinenbau stehen eher wertvolle Teile, Werkzeuge und fertige Baugruppen im Mittelpunkt. Hier achten wir auf Werkstore, Versandbereiche und Außenlager, erfassen Abholungen mit Kennzeichen und Lieferschein und melden offene Hallentore sofort an den Schichtverantwortlichen.
In den Industriegebieten Stüdekoppel und Dohlsche Tannen kommen Spediteure, Großhandel und Recycling hinzu. Dort stehen beladene Auflieger und Container über Nacht auf dem Hof, und die Frage, wer wann was abholt, ist entscheidend. Wir halten fest, welche Fahrzeuge am Abend da sind und welche am Morgen fehlen.
So organisieren wir den Werkschutz
Am Anfang steht ein gemeinsamer Rundgang. Danach schreiben wir eine Dienstanweisung, die regelt, welche Ausweise gelten, wie Fremdfirmen angemeldet werden, welche Route die Streife nimmt und wen wir nachts anrufen. Unsere Kräfte führen ein Wachbuch, Schichtübergaben erfolgen schriftlich, und Sie bekommen am Morgen einen Bericht.
Mecklenburg-Vorpommern gehört zu unserer Kernregion Nord. In Ludwigslust haben wir kein eigenes Büro; wir planen aus dem Personalstamm und steuern die Einsätze von Neumünster und Berlin aus. Für Daueraufträge setzen wir feste Kräfte ein und halten eine benannte Vertretung bereit. Alle verfügen mindestens über die Unterrichtung nach § 34a GewO, die Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Weiteres lesen Sie unter Werkschutz und Werkschutz in Mecklenburg-Vorpommern. Für Betriebe im Umland lohnt der Blick auf Hagenow und Neustadt-Glewe, die Stadtübersicht finden Sie unter Sicherheitsdienst Ludwigslust.
Kosten im Dauerbetrieb
Für Werkschutz gilt als Richtwert eine Spanne von 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil die meisten Aufträge über Monate laufen, lassen sich Schichten fest planen, und Einarbeitung fällt nur einmal an. Teurer wird es durch viele Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden oder wenn für eine Revision kurzfristig zusätzliche Kräfte gebraucht werden. Solche Spitzen weisen wir getrennt vom Grundauftrag aus.


