Ein Industrieort mit langer Vorgeschichte
1809 kaufte der Keramikfabrikant Jean-François Boch die Gebäude der aufgelösten Benediktinerabtei und richtete darin eine Fabrik ein. Aus dem Landstrich, der bis dahin von Land- und Forstwirtschaft lebte, wurde damit ein Industriestandort an der unteren Saar. Bis heute hat ein Keramikkonzern in der früheren Abtei seinen Hauptsitz. Seit den 1980er-Jahren hat die Gemeinde daneben gezielt den Fremdenverkehr ausgebaut, so dass heute Industrie, Gesundheitswirtschaft und Tourismus nebeneinander stehen.
Als größte Arbeitgeber nennt die Gemeinde neben dem Konzernsitz eine Rehaklinik in Orscholz und einen Entsorgungsdienstleister im Ortsteil Mettlach. Hinzu kommen viele mittelständische Firmen aus Handwerk, Handel und Dienstleistung. Für den Werkschutz bedeutet das: In Mettlach geht es selten um ein einzelnes großes Werkstor, sondern um überschaubare Gelände mit eigenem Lieferverkehr, Fahrzeughöfen und Außenlagern.
Gewerbeflächen und Anlagen in der Gemeinde
Die folgenden Flächen und Anlagen nennen wir zur Orientierung. Es sind keine Kunden von uns und keine Standorte, an denen wir bereits im Einsatz sind:
- Gewerbegebiet Auf der Haardt: an der B 51 zwischen Mettlach und Merzig, mit direktem Anschluss an die Bundesstraße
- Gewerbegebiet Oberst Danzemer Gewann im Ortsteil Weiten: mehrfach erweitert, zuletzt mit einer Planänderung im Jahr 2025
- Gewerbepark zwischen Orscholz und Weiten: Brennstoffhandel, Fahrzeugpflege, Malerbetrieb und Fitnessstudio
- Staustufe und Wasserkraftwerk an der Saar im Ortsteil Mettlach, mit Schleuse für die Güterschifffahrt
- Solarpark Wehingen: Bebauungsplan aus dem Jahr 2026
- Windpark Kewelsberg: Bebauungsplan für die Anlagen bei Wehingen
Freie gewerbliche Baugrundstücke bietet die Gemeinde derzeit nach eigener Angabe nicht an. Die vorhandenen Flächen sind belegt, Betriebe wachsen eher auf dem eigenen Gelände.
Was an der Pforte zu tun ist
Am Morgen kommen Mitarbeitende, Lieferanten und Handwerker meist in derselben halben Stunde. Eine besetzte Pforte sorgt dafür, dass jedes Fahrzeug einem Auftrag zugeordnet wird: Kennzeichen, Firma, Ansprechpartner, Ziel auf dem Gelände. Fremdfirmen erhalten einen Tagesausweis, nachdem wir die Unterweisung nach Ihrer Liste abgefragt haben. Wer nicht angemeldet ist, wartet vor dem Tor, bis jemand aus dem Betrieb entscheidet.
Am Nachmittag geht es um die andere Richtung: Ware verlässt das Gelände nur mit Lieferschein, Container und Mulden werden nur auf Freigabe abgeholt, Werkzeuge der Fremdfirmen werden beim Verlassen kurz abgeglichen. Bei Sonderabfällen oder Wertstoffen halten wir auf Wunsch Gewicht, Kennzeichen und Uhrzeit fest, damit Ihre Nachweise vollständig sind.
Eine Besonderheit in Mettlach ist der Verkehr: Für Bahnhofstraße und Heinertstraße hat die Gemeinde Ende 2025 ein Durchfahrtsverbot für Lkw über 7,5 Tonnen beschlossen, Lieferverkehr ausgenommen; der Durchgangsverkehr soll auf B 51 und L 158 bleiben. Wir weisen Fahrer, die den Ort nicht kennen, auf die richtige Zufahrt hin, damit sie nicht in der Ortsmitte wenden müssen.
Nachts, an Wochenenden und an abgelegenen Anlagen
Ruht der Betrieb, gehen unsere Kräfte Zaun, Tore, Hallentüren, Außenlager und Fahrzeughöfe zu wechselnden Zeiten ab. Jeder Kontrollpunkt steht mit Uhrzeit im Bericht. Hat Ihr Betrieb eine Einbruchmeldeanlage, kann die Notruf- und Serviceleitstelle Ihres Errichters uns verständigen; die Kraft vor Ort sieht nach und gibt das Ergebnis weiter.
Anlagen im Außenbereich wie Solarfelder oder Windenergieanlagen auf den Höhen im Saargau liegen weit vom nächsten Haus entfernt. Dort lohnt sich eher eine Streife in unregelmäßigen Abständen als ein fester Posten, besonders in der Bauphase, wenn Kabel, Wechselrichter und Werkzeug auf der Fläche lagern. Revisionen und Wartungsfenster, in denen viele Fremdfirmen gleichzeitig arbeiten, begleiten wir mit einer verstärkten Zugangskontrolle.
Betriebe mit weiteren Standorten in Merzig oder Losheim am See können den Werkschutz über eine gemeinsame Ansprechperson laufen lassen.
Prüfung, Personal und Nachweise
Weil Mettlach außerhalb unseres Kerngebiets in Norddeutschland liegt, prüfen wir vor jedem Angebot, ob Schichtmodell, Postenzahl und Laufzeit mit unserem Personal dauerhaft zu besetzen sind. Unsere Standorte sind Neumünster, Berlin und Bremen; ein Büro im Saarland haben wir nicht. Lässt sich ein Auftrag nicht verlässlich abdecken, erhalten Sie von uns eine offene Absage statt einer Zusage auf Probe.
Kommt der Auftrag zustande, legen wir mit Ihnen eine Dienstanweisung je Posten fest und weisen die Kräfte am Gelände ein. An Toren, an denen über Einlass entschieden wird, arbeitet Personal mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, die übrigen Kräfte haben mindestens die Unterrichtung. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200. Sie erreichen uns jederzeit unter +49 4321 78 33 590.
Was Werkschutz in Mettlach kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine dauerhaft besetzte Pforte mit festen Schichten liegt im unteren Bereich, weil sich der Einsatz gut planen lässt. Kurze Einsätze während einer Revision, Nachtstunden an Feiertagen oder Posten mit besonderen Aufgaben wie Wiegen und Dokumentieren von Abfällen kosten mehr.
Häufig ist eine Mischung sinnvoll: tagsüber Pforte, nachts Runden zu wechselnden Zeiten. Den Überblick über das ganze Land finden Sie unter Werkschutz im Saarland.


