Industrie zwischen Prims und Hochwald
Wer bei Wadern nur an Wald, Schlösser und Tagungsgäste denkt, übersieht die Werkhallen. In Büschfeld an der Prims gründeten Hellmuth Lemm und Paul Vogt 1947 einen Betrieb für Gummiwaren, aus dem SaarGummi hervorging. Heute liefert das Unternehmen Dichtsysteme für Fahrzeughersteller wie Daimler, BMW, Volkswagen und Ford, und der Standort Büschfeld ist der größte der Gruppe. Für das Werk werden rund 850 Beschäftigte genannt.
In Lockweiler fertigen die Lockweiler Plastic Werke Kunststoffprodukte im Spritzgussverfahren. Mit Ingenieurleistungen für Karosserie- und Aggregatmontage ist außerdem Thyssenkrupp Automotive Body Solutions in Wadern vertreten. In Nunkirchen betreibt die AWO Saarland Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Dazu kommen Handwerksbetriebe, Lager und Dienstleister in den Gewerbegebieten.
Sieben Gewerbegebiete, sieben Lagen
Die Stadt weist Industrie- und Gewerbeflächen in sieben Stadtteilen aus. Jedes Gebiet hat eine andere Umgebung und damit andere Anforderungen an Tor und Streife:
- Büschfeld: Werksgelände der Gummiindustrie an der Prims, nördlich davon ein kleines Gewerbegebiet „In der Au“, das 2026 für einen Dachdeckerbetrieb erweitert werden soll
- Lockweiler: Kunststoffverarbeitung und Anlagenbau
- Nunkirchen: großes Gewerbegebiet am Verkehrsknoten der B 268
- Noswendel: Dienstleister und Bürobetriebe
- Wadern: Gewerbepark, dessen vierter Bauabschnitt 2026 im Planverfahren ist
- Dagstuhl und Wadrilltal: weitere ausgewiesene Flächen
Die Beispiele zeigen, welche Arten von Betrieben es in Wadern gibt. Es sind keine Betriebe, für die wir bereits arbeiten.
Aufgaben am Werkstor
In der Zulieferindustrie hängt viel an der Logistik. Lkw holen Teile zu festen Abrufzeiten ab, Leergut kommt zurück, Werkzeuge werden zwischen Standorten bewegt. Am Tor erfasst der Werkschutz Fahrzeuge und Fahrer, prüft Lieferscheine gegen die Avisliste, weist Rampen zu und hält den Hof frei, damit Gabelstapler und Fußgänger sich nicht in die Quere kommen.
Bei Stillständen und Umbauten sind Fremdfirmen im Werk: Instandhalter, Elektriker, Anlagenbauer. Wir gleichen ihre Namen mit den Anmeldungen ab, geben Ausweise aus, prüfen auf Wunsch die Unterweisung und begleiten Besucher in Bereiche, die nur mit Erlaubnis betreten werden dürfen. Abends und an Wochenenden laufen unsere Kräfte Streife über Hallen, Außenlager und Zaunlinien.
Schichtwechsel und Nacht
Viele Betriebe im Hochwald arbeiten in mehreren Schichten. Zum Wechsel steigt das Verkehrsaufkommen an Parkplatz und Drehkreuz, in der Nacht wird es still. Für beide Situationen braucht es klare Anweisungen: Wer darf mit Fahrzeug aufs Gelände, welche Tore bleiben nachts offen, wer wird bei einer Störung zuerst angerufen. Diese Regeln halten wir mit Ihnen in einer Dienstanweisung fest, bevor der erste Dienst beginnt.
Läuft eine Brandmeldeanlage oder Einbruchmeldeanlage auf die Leitstelle Ihres Errichters auf, stimmen wir den Ablauf mit ihr ab. Unsere Kräfte gehen einer Meldung vor Ort nach und berichten, was sie vorgefunden haben. Jeder Rundgang wird mit Uhrzeit im Bericht festgehalten.
Personal, Normen und Planung im Saarland
Für den Werkschutz setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, für einfache Aufgaben mindestens mit Unterrichtung. Die Dienstleistung richtet sich nach DIN 77200, unser Qualitätsmanagement ist nach ISO 9001 zertifiziert. Ihre betrieblichen Sicherheitsregeln, etwa zu Schutzausrüstung oder Fotoverbot, werden Teil der Einweisung.
Geplant wird aus Neumünster, Berlin und Bremen; im Saarland haben wir keine Niederlassung. Einen Werkschutz in Wadern sagen wir deshalb erst zu, wenn klar ist, dass Stammbesetzung und Vertretung dauerhaft stehen. Für Betriebe in Losheim am See oder Lebach prüfen wir nach demselben Muster. Rund um die Uhr erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590.
Was ein Werkschutz in Wadern kostet
Die Stunde liegt als Richtwert bei 23 bis 50 € netto. Ein Werkschutz läuft meist als Dauerauftrag mit festen Schichten, was die Planung verlässlicher macht als einzelne Einsätze. Teurer wird es durch Nacht- und Sonntagsanteile, durch zusätzliche Kräfte zum Schichtwechsel und durch Aufgaben, die eine Sachkundeprüfung verlangen.
Wir rechnen Ihnen die Varianten offen vor, zum Beispiel Pforte rund um die Uhr gegen Pforte tagsüber und Streife in der Nacht. Mehr zur Lage im ganzen Land finden Sie unter Werkschutz im Saarland.


