Vom Strickwarenzentrum zum Lebensmittelstandort
Nach dem Ende der großen Textilbetriebe hat sich in Apolda eine andere Industrie angesiedelt. Im Gewerbepark B 87, den die Stadt seit 1993 entwickelt und zweimal erweitert hat, produzieren heute mehrere Lebensmittelhersteller. Papalina aus der Ospelt-Gruppe stellt dort Fertigpizza her und beschäftigt rund 400 Menschen, Gutena backt seit 1998 das Waffelbrot Filinchen, Dr. Schär fertigt seit 2006 glutenfreie Lebensmittel.
Im Industriegebiet an der Utenbacher Straße, das vorrangig für Chemiebetriebe gedacht ist, arbeitet die Laborchemie Apolda. Das Unternehmen besteht seit 1949, gehört zur Berliner HEYL-Gruppe und stellt pharmazeutische Wirkstoffe und Spezialchemikalien her. Mit dem Gewerbe-Zentrum Weimarer Berg an der B 87 Richtung Naumburg und dem Gewerbegebiet Heusdorf östlich der Stadt kommen zwei weitere Standorte hinzu.
Werke und Flächen mit Bedarf an Werkschutz
Die erste und zweite Erweiterung des Gewerbeparks sind als Industriestandort für Großinvestoren mit mehreren Hektar Flächenbedarf ausgelegt. Wer dort neu baut, braucht den Werkschutz oft schon in der Bauphase und später im laufenden Betrieb.
- Lebensmittelproduktion im Gewerbepark B 87 mit Wareneingang und Versand
- Wirkstoff- und Chemieproduktion an der Utenbacher Straße
- Betriebe im Gewerbe-Zentrum Weimarer Berg
- Hallen und Höfe im Gewerbegebiet Heusdorf
- Industrieflächen der zweiten Erweiterung des Gewerbeparks für Neuansiedlungen
- Die Vereinsbrauerei Apolda in der Stadt
Besonderheiten in Lebensmittel- und Pharmawerken
In Lebensmittelbetrieben gelten strenge Hygieneregeln: Wer in die Produktion will, braucht Schutzkleidung, eine Unterweisung und eine Freigabe. Werkschutz an der Pforte achtet darauf, dass Fremdfirmen, Fahrer und Besucher nur dorthin gehen, wohin sie dürfen, und dass Hygieneschleusen nicht umgangen werden. Bei frischer Ware zählt außerdem Tempo an der Rampe: Fahrzeuge sollen nicht lange warten, Papiere müssen trotzdem stimmen.
In der Wirkstoffproduktion kommen Gefahrstoffe, Tanklager und Bereiche mit besonderer Zutrittsregel hinzu. Unsere Kräfte werden vor dem ersten Dienst in die Betriebsanweisungen eingewiesen, betreten solche Zonen nur im vereinbarten Umfang und verständigen bei Auffälligkeiten an Leitungen, Tanks oder Lagern sofort die benannten Ansprechpartner des Betriebs.
Aufgaben an Pforte, Rampe und Zaun
Zum Werkschutz gehören je nach Werk die Besetzung von Pforte und Empfang, Ausgabe und Rücknahme von Besucherausweisen, Kontrolle ein- und ausfahrender Lkw mit Abgleich gegen Lieferscheine, Schlüsselübergaben an Schichtführer und Rundgänge über Lager, Technikräume und Außenflächen. Nachts und am Wochenende prüfen wir Zaun, Tore, Ladebrücken und abgestellte Auflieger.
Was wir sehen, steht mit Uhrzeit im Bericht. Abläufe, Meldewege und Zuständigkeiten legen wir mit Ihnen in einer Dienstanweisung fest, die jede eingesetzte Kraft kennt, bevor sie ihren ersten Dienst antritt. Wechsel im Team kündigen wir an und weisen neue Kräfte vor Ort ein.
Viele Lebensmittelwerke fahren die Produktion an Feiertagen oder für Revisionen herunter. In diesen Zeiten sind die Hallen leer, aber Fremdfirmen für Wartung, Umbau und Reinigung auf dem Gelände. Wir übernehmen dann die Anmeldung der Firmen, prüfen Arbeitsfreigaben am Tor, achten darauf, dass nur die freigegebenen Bereiche betreten werden, und gehen nach Schichtende die Stellen ab, an denen gearbeitet wurde. Läuft die Produktion wieder an, kehren wir zum gewohnten Postenplan zurück.
So planen wir den Werkschutz in Thüringen
Unsere eigene Planung aus dem Personalstamm konzentriert sich auf den Norden, ein Büro in Thüringen haben wir nicht. In Apolda arbeiten wir deshalb vorhabenbezogen: Wir besichtigen das Werk, klären Schichtzeiten, Dauer und Ablösung und sagen erst zu, wenn die Besetzung über den gesamten Zeitraum steht. Eingesetzt werden Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO; zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200.
Einen Überblick über die Leistung gibt die Seite Werkschutz, die Lage im Land beschreibt Werkschutz in Thüringen. Für Betriebe im benachbarten Saaletal lohnt ein Blick auf Jena.
Was Werkschutz in Apolda kostet
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit festen Posten über Monate oder Jahre, was eine verlässliche Planung erlaubt. Den Preis bestimmen vor allem die Zahl der Posten, der Anteil an Nacht- und Wochenendschichten, zusätzliche Aufgaben wie Empfang oder Warenkontrolle und ob für einzelne Tätigkeiten die Sachkundeprüfung nötig ist. Die Anreise aus dem Norden weisen wir im Angebot gesondert aus.


