Mittelständische Produktion statt einer großen Fabrik
Oschatz lebt nicht von einem einzelnen Großbetrieb. Die Industrie der Großen Kreisstadt besteht aus vielen mittelgroßen Herstellern, die über drei Lagen verteilt sind: nördlich der Bahnstrecke Leipzig–Dresden, im Westen am früheren Fliegerhorst und am Ortseingang aus Richtung Leipzig. Dazu kommen kleinere Bestandsflächen, etwa eine Betonmischanlage auf der früheren Tongrube Lonnewitz.
Für den Werkschutz heißt das: Jedes Werk hat seine eigenen Tore, eigenen Schichten und eigenen Werte. Ein Bettenhersteller lagert sperrige, aber leicht brennbare Ware, ein Glasfaserwerk läuft mit empfindlichen Anlagen, ein Metallbauer hat Kupfer, Stahl und Werkzeug auf dem Hof. Eine Dienstanweisung von der Stange passt auf keines davon.
Wo in Oschatz Werkschutz gefragt ist
Die folgenden Betriebe und Flächen sind öffentlich dokumentiert. Sie zeigen, wie breit das Spektrum ist, mit dem eine Werkschutzkraft hier rechnen muss:
- Gewerbe- und Industriegebiet Nord 1: rund 23 Hektar, seit 1993 überplant und für einen einzigen Erwerber zusammengelegt
- Zweigwerk von Frankenstolz für Betten und Matratzen sowie das benachbarte Betonsteinwerk, erschlossen über die Straße Am Umspannwerk
- Gewerbe- und Industriegebiet Fliegerhorst an der Hugo-Junkers-Straße mit ROMA Rolladensysteme, Flügel Metall- und Zaunbau und der Drahtweberei Böhmert
- P-D Glasseiden mit Endlos-Glasfasern zur Verstärkung von Kunststoffen
- Oschatzer Waagen mit Entwicklung und Bau von Wägesystemen
- Oschatzer Fleischwaren als Lebensmittelbetrieb
- Das Autogas-Tanklager von Tyczka Totalgaz, das ein Umfeld von etwa 100 Kilometern versorgt
- Gewerbegebiet Oschatz-West mit den Teilbereichen A bis D am Ortseingang aus Richtung Leipzig
Weitere Betriebe sitzen in den Ortsteilen, zum Beispiel ein Versandhändler für Musikinstrumente in Lonnewitz oder ein Zulieferer für die Impfstoffherstellung in Mannschatz.
Das Tor als Nadelöhr im Norden
Der Gewerbe- und Berufsverkehr aus dem Norden der Stadt läuft nur über wenige Straßen: Oschatzer und Merkwitzer Straße, Wellerswalder Weg sowie Mühlberger Straße und Bahnhofstraße hinunter zur B 6. Wenn morgens Schichtwechsel ist und gleichzeitig Lkw mit Beton, Schaumstoff oder Stahl anrollen, staut es sich schnell vor dem Werkstor.
Unsere Kräfte an der Pforte prüfen Lieferscheine, weisen Fahrer zur richtigen Rampe, geben Besucherausweise aus und führen die Liste der Fremdfirmen. Wer zum ersten Mal auf dem Gelände arbeitet, bekommt die Sicherheitsregeln des Betriebs ausgehändigt und unterschreibt sie. So wissen Sie jederzeit, wer sich wo auf dem Werksgelände aufhält.
Gas, Öfen und Hallen nach Feierabend
In Oschatz liegen Produktionsflächen, auf denen ein kleiner Fehler große Folgen hat. Auf einem Tanklager für Autogas oder einem Lagerplatz mit Flüssiggasflaschen darf niemand rauchen, keine Absperrung darf offen stehen. In Hallen mit Schaumstoff, Textilien oder Verpackung breitet sich ein Brand rasch aus, wenn er nachts unbemerkt bleibt.
Nach Schichtende gehen wir die Hallen nach Ihrem Plan ab: Notausgänge geschlossen und frei, Stapler an der Ladestation, Tore verriegelt, Zaun ohne Lücke, keine fremden Fahrzeuge auf dem Hof. Auffälligkeiten melden wir sofort an die von Ihnen benannte Stelle, also an den Bereitschaftsleiter oder an die Leitstelle Ihres Errichters. Jede Runde steht mit Uhrzeit im Bericht.
Neue Flächen am Fliegerhorst
Im Westen der Stadt ist das Gebiet Fliegerhorst mit gut 38 Hektar brutto für produzierendes Gewerbe ausgewiesen, Grundstücke reichen von 4.000 bis 88.000 Quadratmetern. Über die S 38 geht es zur A 14 bei Mutzschen, die B 6 liegt etwa einen Kilometer entfernt. Wer dort neu baut, braucht Werkschutz oft schon, bevor die erste Maschine läuft: für Anlagen, die geliefert, aber noch nicht montiert sind, und für Hallen, die noch nicht alarmgesichert sind.
Wir übernehmen in dieser Phase Zufahrtskontrolle und Nachtrunden und gehen danach in den regulären Werkschutz über. Unsere Planung für Sachsen läuft vorhabenbezogen aus Norddeutschland, ein Büro im Land haben wir nicht. Vor der Zusage prüfen wir Personal, Vertretung und Anfahrt. Alle Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Stadt unter Sicherheitsdienst Oschatz, zur Leistung unter Werkschutz und landesweit unter Werkschutz in Sachsen. Betriebe im benachbarten Riesa können wir in eine gemeinsame Planung einbeziehen.
Womit Sie beim Werkschutz rechnen können
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag, und das wirkt sich auf den Preis aus. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine durchgehend besetzte Pforte mit drei Schichten liegt anders als eine reine Nachtbesetzung am Wochenende; Sonn- und Feiertage, Zusatzaufgaben wie Wiegescheine prüfen oder Schlüsselausgabe und die Zahl der Rundgänge spielen ebenso hinein.
Vor dem Angebot sehen wir uns Ihr Werk an, sprechen Schichtzeiten und Meldewege durch und schreiben eine Dienstanweisung, die Sie freigeben. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.


