Eine Industriestadt mit fast hundert Jahren Glasgeschichte
Seit der Gründung der Glashütte im Jahr 1926 wird in Torgau Glas hergestellt, zu DDR-Zeiten galt die Stadt als wichtigster Standort dieser Branche. Heute läuft im Werk von Saint-Gobain Glass eine Floatglasanlage, an der Schmelzwanne, Zinnbad und Kühlbahn ineinandergreifen. Daneben prägt die Holzindustrie den Ort: Das frühere HIT-Werk, heute Mercer Torgau, schneidet Rundholz, baut daraus Paletten und presst aus Spänen Pellets und Briketts; fünf eigene Biomassekraftwerke erzeugen Strom. Villeroy & Boch betreibt seit 1927 das Steingutwerk.
Solche Betriebe haben gemeinsam, dass Anlieferung, Produktion und Versand rund um die Uhr ineinanderlaufen. Gerade beim Schichtwechsel, bei Reparaturen mit vielen Fremdfirmen und an Wochenenden mit Notbesetzung braucht es jemanden, der das Tor im Blick hat.
Werke und Flächen mit Bedarf an Werkschutz
Belegt sind in Torgau unter anderem diese Standorte:
- Saint-Gobain Glass Flachglas Torgau mit Floatglasanlage, an der zuletzt ein größeres Reparaturprojekt geplant wurde
- Mercer Torgau mit Sägewerk, Palettenwerk, Pellet- und Brikettfertigung und Biomassekraftwerken
- Steingutwerk Torgau von Villeroy & Boch
- Industrie- und Gewerbegebiet Nord an der B 182 mit Betonwerk, Straßenbau, Baustoffhandel und Holzsystembau
- Industrie- und Gewerbegebiet Außenring an der B 183 mit Metallverarbeitung, Brennschneiderei und Hydraulikservice
- Hafen Torgau mit Kran, Kaimauer und 1,4 Kilometer langem Zuführungsgleis
Aufgaben an Tor, Waage und Rampe
Wie der Dienst aussieht, legen wir mit Ihrer Werkleitung fest. Häufig gehören dazu:
- Besetzung von Pforte und Werkstor, Ausgabe von Besucher- und Fremdfirmenausweisen
- Anmeldung von Holz- und Glastransporten, Abgleich von Lieferschein, Kennzeichen und Ladung
- Einweisung von Fahrern zu Waage, Rampe oder Holzplatz
- Prüfung von Erlaubnisscheinen für Heißarbeiten und Arbeiten in abgesperrten Bereichen
- Streifengänge durch Hallen, Lager, Holzpolter und entlang der Zaunlinie
- erste Maßnahmen bei Störung oder Alarm nach Ihrem Alarmplan
In der Holzverarbeitung achten unsere Kräfte besonders auf Staub, Späne, Funkenquellen und frei zugängliche Feuerwehrzufahrten, in der Glasfertigung auf heiße Zonen, Gabelstaplerwege und abgesperrte Ofenbereiche. Die Regeln dafür kommen aus Ihrer Gefährdungsbeurteilung, nicht von uns.
Revisionen und Großreparaturen
Eine Floatglaswanne wird über Jahre betrieben und dann in einer geplanten Kaltreparatur erneuert. In dieser Zeit kommen viele Fremdfirmen aufs Gelände, Kräne und Container stehen an ungewohnten Stellen, und der normale Schichtrhythmus ist ausgesetzt. Ähnlich ist es bei Stillständen im Sägewerk oder beim Tausch großer Anlagen.
Für solche Phasen verstärken wir die Pforte, führen eine eigene Fremdfirmenliste, kontrollieren Zufahrten für Schwertransporte und gehen nachts zusätzliche Runden über die Baustelleneinrichtung. Nach dem Wiederanlauf fahren wir den Dienst auf das gewohnte Maß zurück.
Ein eigenes Thema ist der Hafen. Seit der Erneuerung von Kaimauer, Kran und Zuführungsgleis können dort wieder Schiffe und Güterwagen beladen werden. Wer Ware über den Hafen bezieht oder dort lagert, hat es mit einem Gelände zu tun, das zur Elbe hin offen ist. Für solche Flächen verbinden wir Torkontrolle mit Rundgängen entlang Gleis und Kai und achten auf Ladung, die außerhalb der Betriebszeiten auf der Fläche steht.
Organisation und Qualifikation
Wir planen aus Norddeutschland und übernehmen in Sachsen Einsätze vorhabenbezogen, ohne Niederlassung im Land. Vor einer Zusage klären wir mit Ihnen, wie viele Posten über welche Zeiten nötig sind und wie Urlaub, Krankheit und Schichtwechsel lückenlos abgedeckt werden. Die Gewerbegebiete liegen direkt an der B 182 und der B 183, das erleichtert die Ablösung.
Die eingesetzten Kräfte bringen die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO mit und werden vor dem ersten Dienst in Werksordnung, persönliche Schutzausrüstung und Notfallwege eingewiesen. Zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200, erreichbar rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590. Mehr lesen Sie unter Werkschutz, Werkschutz in Sachsen und Sicherheitsdienst Torgau; Betriebe elbaufwärts finden Angaben unter Sicherheitsdienst Riesa.
Kosten für Werkschutz in Torgau
Werkschutz bewegt sich im Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Werkstor, das über Monate in allen drei Schichten besetzt ist, liegt eher im unteren Bereich, weil Einarbeitung und Planung sich auf viele Stunden verteilen. Kurzfristige Verstärkung während einer Revision, Nachtschichten an Wochenenden und Feiertagen sowie zusätzliche Aufgaben wie Ladungskontrolle an der Waage schlagen stärker zu Buche.


