Eine Stahlstadt, die sich neu sortiert hat
Eisen wird in Riesa seit dem 18. Jahrhundert verarbeitet, 1843 begann mit dem Eisenwerk die eigentliche Industrialisierung. Zu DDR-Zeiten arbeiteten im Stahlwerk mehr als 13.000 Menschen, es war das größte metallurgische Kombinat des Landes. Nach 1990 brach vieles davon weg, die Einwohnerzahl sank von knapp 52.000 auf heute rund 29.000.
Geblieben ist ein Kern aus wenigen, aber großen Arbeitgebern. Die Stadt selbst nennt Stahlerzeugung, Elektronik, Reifen, Metallverarbeitung, Chemie, Lebensmittel und Logistik als ihre Branchen. Für den Werkschutz heißt das: Es gibt kaum zwei Betriebe, an deren Tor dieselben Regeln gelten.
Werke und Flächen, an denen Werkschutz gebraucht wird
Die großen Arbeitgeber verteilen sich über die Stadt, neue Ansiedlungen plant Riesa an den Stadträndern. Typische Betriebe mit Bedarf an Pforte und Rundgang sind:
- Feralpi Stahl – Elektrostahl aus Schrott, Betonstahl, Matten und Walzdraht, seit Mai 2025 mit einer zweiten Spulenwalzstraße
- Goodyear, Werk Riesa – Fertigung von Pkw-Reifen
- Neways Electronics Riesa – Dienstleister für elektronische Baugruppen
- Teigwaren Riesa im Stadtteil Gröba – Nudelproduktion mit Nudelcenter und Werksverkauf
- Cargill – Verarbeitung von Pflanzenölen
- Gewerbegebiet Strehlaer Straße an der B 182 – Metallverarbeitung, Dienstleister, Großhandel für Haus-, Heizungs- und Elektrotechnik
- Gewerbegebiet Glogauer Straße an der Rostocker Straße – Anbindung an die B 169, noch freie Flächen
Südwestlich der Stadt, zwischen B 6 und B 169, plant Riesa das Gewerbegebiet RIO mit rund 32 Hektar Nettofläche. Wer dort einmal baut, braucht schon während der Errichtung eine Zufahrtskontrolle und später einen eingespielten Werkschutz.
Schrott, Waage und Walzdraht: das Tor im Stahlwerk
Ein Elektrostahlwerk lebt vom Schrott, der laufend per Lkw angeliefert wird. Am Tor gleichen unsere Kräfte Kennzeichen, Lieferschein und angemeldetes Zeitfenster ab und leiten Fahrzeuge zur Waage. Was nicht angemeldet ist, wartet, bis Ihre Disposition entscheidet. Auf dem Weg hinaus achten wir darauf, dass Ladung und Papiere zusammenpassen.
Fertiger Walzdraht in Coils, Betonstahlbündel und Kupfer aus Kabeln und Elektrik sind für Metalldiebe begehrt. Bei Nacht- und Wochenendrunden prüfen wir Zäune an Lagerflächen, Nebentore und Rückseiten von Hallen, die im Tagesbetrieb niemand ansieht. Welche Bereiche wegen Hitze, Kranbetrieb oder laufender Anlagen tabu sind, legt Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit fest; dort bleiben wir außen.
Reifen, Platinen, Nudeln: andere Werte, andere Regeln
In der Reifenfertigung zählt der Warenausgang: Paletten und Gestelle mit fertigen Reifen verlassen das Werk in großer Zahl, Fehlmengen fallen oft erst beim Händler auf. Wir kontrollieren auf Wunsch stichprobenhaft, ob Ladung, Plombe und Frachtbrief übereinstimmen.
Bei einem Elektronikdienstleister liegen die Werte in kleinen Kartons – Bauteile, bestückte Platinen, Kundengeräte zur Reparatur. Hier geht es um Besucherführung, Zutritt zu Lager und Fertigung und um die Frage, wer nach Schichtende mit welchem Paket das Gebäude verlässt.
In der Lebensmittelproduktion bestimmen Hygieneregeln den Ablauf. Unsere Kräfte tragen die vorgeschriebene Kleidung, betreten Produktionsbereiche nur nach Ihrer Freigabe und kümmern sich vor allem um Lieferverkehr, Werksverkauf und das Gelände außerhalb der Hallen.
Planung aus dem Norden, Ansprechpartner für Ihr Werk
Staffsec hat seinen Sitz in Neumünster und eine Zweigniederlassung in Berlin; ein Büro in Sachsen haben wir nicht. In Riesa übernehmen wir Werkschutz deshalb vorhabenbezogen: Vor der Zusage klären wir Schichtmodell, Zahl der Posten, Vertretung bei Urlaub und Krankheit und die Anfahrt der Kräfte. Sagen wir zu, bekommen Sie einen festen Ansprechpartner, der Ihr Werk kennt und die Dienstanweisung pflegt. Rund um die Uhr erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590.
Alle Kräfte haben die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, zum Land unter Werkschutz in Sachsen. Einen Überblick über Riesa gibt die Seite Sicherheitsdienst Riesa; für Betriebe westlich Richtung Leipzig ist auch Oschatz interessant.
Was Werkschutz in Riesa kostet
Als Richtwert rechnen Sie mit 23 bis 50 € netto je Stunde. Im Werkschutz wird der Betrag vor allem davon bestimmt, ob die Pforte rund um die Uhr besetzt ist oder nur außerhalb der Produktionszeiten, welcher Anteil auf Nächte, Sonn- und Feiertage fällt und ob Aufgaben wie Waage, Besucherausweise oder Fremdfirmenverwaltung dazukommen. Ein Dauerauftrag über mehrere Jahre lässt sich ruhiger besetzen als ein kurzer Einsatz während eines Stillstands.
Nach einer Begehung erhalten Sie ein Angebot mit Stunden je Posten und Woche, getrennt nach Tag, Nacht und Wochenende.


