Börde-Industrie: vom Rübenfeld zur Fabrik
Die Wirtschaft Oscherslebens ist eng mit dem Boden der Magdeburger Börde verbunden. Schon 1840 nahm hier eine Zuckerfabrik den Betrieb auf, sechs Jahre später folgte eine Maschinenfabrik. Diese zwei Linien, Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe und Metallbau, prägen die Stadt bis heute, ergänzt um Bauelemente und Süßwaren.
Für den Werkschutz bedeutet das zwei Rhythmen nebeneinander: Betriebe, deren Anlieferung mit der Ernte anschwillt, und Fertigungen, die das ganze Jahr in festen Schichten laufen. Eine Pforte muss beides abbilden können, ohne dass im Herbst die Kontrolle leidet oder im Frühjahr Personal ungenutzt bereitsteht.
Hinzu kommt die Verkehrslage. Der Lieferverkehr erreicht die Werke über die B 246, die quer durch die Stadt läuft, über die B 246a von der A 14 und über die L 24 von der A 2. Lastzüge, die außerhalb der Annahmezeiten eintreffen, warten sonst am Straßenrand. Eine klare Regel, wann das Tor öffnet, wo Fahrer parken dürfen und wer die Ladung nachts quittiert, erspart Ärger mit Anwohnern und verhindert, dass Ware unbeaufsichtigt vor dem Tor steht.
Werke und Standorte mit typischem Bedarf
Diese Betriebe stehen für die Branchen am Ort. Wir nennen sie als Beispiele für Werkschutzaufgaben, nicht als Kunden:
- Agrarfrost: verarbeitet in Oschersleben seit 1992 jährlich mehr als 140.000 Tonnen Kartoffeln zu Kartoffelprodukten
- oddesse Pumpen- und Motorenfabrik an der Anderslebener Straße, hervorgegangen aus der VEB Pumpenfabrik
- Kebotherm: Fenster und Türen, Sitz an der Anderslebener Straße, zweites Werk seit 1997 am Pfefferbach
- Bodeta Süßwaren: Bonbonherstellung, gegründet 1892 in Oschersleben
- Gewerbeflächen an der Motorsport Arena, die mit Hotel und Campingplatz auf dem früheren Flugzeugwerksgelände entstanden
Lebensmittelbetriebe: Hygiene und Saisonspitzen
Wo Lebensmittel verarbeitet werden, gelten Hygieneregeln auch für den Sicherheitsdienst. Wer Rundgänge in Produktions- oder Kühlbereichen macht, trägt die vorgeschriebene Kleidung, nutzt die festgelegten Schleusen und betritt Hochrisikozonen nur auf Anweisung. Wir lassen uns die Hygienevorgaben Ihres Hauses vor Beginn erklären und nehmen sie in die Dienstanweisung auf.
Zur Kartoffelannahme kommen Schlepper und Lastzüge oft dicht hintereinander. An der Waage gleichen wir Kennzeichen und Lieferscheine ab, weisen Abladestellen zu und halten Wartespuren frei. Gleichzeitig wächst in der Saison die Belegschaft: Aushilfen bekommen Ausweise, die wir bei Ein- und Austritt prüfen, damit am Ende der Kampagne jede Karte wieder zurückgegeben ist.
Metallbau und Fensterfertigung: Werte im Lager
In Pumpen- und Motorenbau lagern Metallteile, Motoren und fertige Aggregate, in der Fensterfertigung Profile, Beschläge und Glas. Gerade Buntmetall ist begehrt. Nachts gehen wir Lagerplätze, Container und Hallentore ab, prüfen Zaunlinien und Beleuchtung und vermerken jeden Kontrollpunkt mit Uhrzeit im Bericht.
Bei Wartungsstillständen oder Umbauten kommen Fremdfirmen auf das Gelände. Wir registrieren Monteure, geben Tagesausweise aus, kontrollieren Fahrzeuge bei der Ausfahrt nach Ihren Vorgaben und informieren Ihre Schichtleitung, wenn jemand ohne Anmeldung erscheint.
Viele Werke liegen an der Anderslebener Straße dicht beieinander. Wenn Sie einen Rundgang mit einer Pfortenbesetzung kombinieren möchten, planen wir die Wege so, dass das Tor nie unbesetzt bleibt.
Planung ohne Büro vor Ort
Oschersleben liegt in Sachsen-Anhalt, außerhalb unserer Kernregion Nord. Ein eigenes Büro im Land gibt es nicht, Werkschutz übernehmen wir hier vorhabenbezogen. Bevor wir zusagen, prüfen wir, ob wir Pforte und Vertretung über die gesamte Laufzeit verlässlich stellen können, auch in der Erntezeit und an Feiertagen.
Ein fester Ansprechpartner erstellt mit Ihnen die Dienstanweisung. Kräfte mit Kontrollaufgaben haben die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200. Mehr zur Leistung unter Werkschutz und für das Land unter Werkschutz in Sachsen-Anhalt. Für Werke im Norden der Börde siehe Sicherheitsdienst Haldensleben.
Kosten des Werkschutzes
Wir kalkulieren mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei einem ganzjährigen Werkschutz mit ständig besetzter Pforte verteilt sich die Planung auf viele Stunden, eine Verstärkung nur für die Erntewochen wird gesondert berechnet.
Den Preis bestimmen außerdem die Zahl der Tore, der Anteil an Nacht- und Feiertagsstunden, Zusatzaufgaben an der Waage oder im Empfang und die geforderte Qualifikation. Auf Wunsch stellen wir Ihnen eine ganzjährige Grundbesetzung und eine saisonale Ergänzung als getrennte Positionen dar.


