Von der Stickmaschine zur Kabeltrommel
Mit Spitze und Maschinenbau ist Plauen groß geworden; die Vogtländische Maschinenfabrik (VOMAG) baute ab 1882 Maschinen, und WEMA Vogtland hat dort ihre Wurzeln. Aus dieser Tradition stammen Betriebe, die heute Werkzeugmaschinen, Stahlkonstruktionen, Lampen und Kabel herstellen. Daneben arbeiten eine Brauerei, eine Molkerei, Druckereien und Hersteller von Plauener Spitze. Das Standortportal des Freistaats nennt für die Region Maschinenbau, Elektrotechnik, Fahrzeugbau, Stahl- und Metallbau, Druck, Lebensmittel und Textil.
Für den Werkschutz bedeutet diese Mischung, dass es in Plauen kein Standardtor gibt. Ein Kabelwerk hat andere Schwachstellen als ein Sudhaus, und ein Stahlbauer mit Großteilen auf dem Hof braucht andere Runden als ein Betrieb mit Reinraum oder Hygienezone. Wir richten jede Dienstanweisung an den Abläufen des einzelnen Werks aus.
Betriebe und Flächen mit Werkschutzbedarf
Diese Standorte zeigen, wo in Plauen Pforten, Höfe und Lager zu sichern sind:
- Vogtländisches Kabelwerk an der Breitscheidstraße: Daten-, Steuer-, Fernmelde- und Brandmeldekabel sowie Sonderleitungen
- vosla im Ortsteil Neundorf: Speziallampen, nach Wikipedia rund 300 Beschäftigte
- WEMA Vogtland: Werkzeugmaschinen für die spanende Metallbearbeitung, hervorgegangen aus der Maschinenbautradition der Stadt
- Plauen Stahl Technologie: Stahlkonstruktionen und Brücken, laut Wikipedia mit etwa 130 Beschäftigten
- Gewerbegebiet Neuensalz/Nord an der Anschlussstelle Plauen-Ost: Aluminiumbearbeitung, Kunststofftechnik, Federntechnik, Lkw-Aufbauten, Spedition und Großhandel
- Sternquell-Brauerei mit Produktion im Gewerbegebiet Neuensalz und Vogtlandmilch mit Molkereiprodukten
- Binz im früheren Neoplan-Werk, übernommen 2021: geplant sind Spezialfahrzeuge, etwa für THW und Rettungsdienst
Hinzu kommen kleinere Gewerbegebiete wie Reißig, Reusa, Zadera und Schöpsdrehe sowie das Industrie- und Gewerbegebiet Oberlosa 1, das die Stadt für flächenintensive Industrie anbietet.
Kupfer, Großteile und Kühlfahrzeuge
In einem Kabelwerk liegt der Wert auf Trommeln und in Rohstofflagern: Kupfer und fertige Leitungen verlassen ein Gelände auf Fahrzeugen, selten über den Zaun. Deshalb setzen wir an der Ausfahrt an. Unsere Kräfte gleichen Kennzeichen, Lieferscheine und Ladung mit Ihren Vorgaben ab, prüfen Stichproben, wenn Sie das wünschen, und melden jede Abweichung an die Schichtleitung.
Bei Stahl- und Maschinenbauern stehen fertige Bauteile, Werkzeuge und Maschinen oft im Freien oder in offenen Hallen. Hier zählt die Runde nach Feierabend: Tore, Zäune, Hallenzugänge, Krananlagen und abgestellte Fahrzeuge. Was offen steht oder beschädigt ist, landet mit Uhrzeit im Bericht und auf Wunsch sofort telefonisch bei Ihrer Rufbereitschaft.
In Brauerei und Molkerei kann der Betrieb am Tor früh am Morgen beginnen, wenn Tank- und Kühlfahrzeuge kommen. Hygieneregeln gelten dort auch für das Wachpersonal. Wir übernehmen Ihre Vorgaben zu Schutzkleidung und Zutrittsbereichen in die Dienstanweisung und halten uns daran ohne Ausnahme.
Was an der Pforte zu tun ist
Typische Aufgaben sind die Anmeldung von Besuchern und Fremdfirmen, die Ausgabe und Rücknahme von Ausweisen, die Einweisung von Lkw-Fahrern auf die vorgesehenen Wege und das Führen eines Torbuchs. Außerhalb der Betriebszeiten kommen Kontrollgänge über das Gelände hinzu, das Schließen von Toren und die Kontrolle technischer Meldungen, sofern Sie diese auf die Pforte legen.
Wer an der Pforte über Zutritt entscheidet, braucht klare Regeln. Wir erarbeiten sie mit Ihnen: Wer darf ohne Begleitung aufs Gelände, wer nur mit Anmeldung, welche Bereiche bleiben gesperrt, wen rufen wir bei einem Vorfall an. Eingriffe in Anlagen gehören nicht dazu; Störungen meldet die Kraft an die zuständige Stelle Ihres Betriebs.
Vorhabenbezogen ins Vogtland
Unser Hauptsitz ist Neumünster, weitere Standorte haben wir in Berlin und Bremen. In Sachsen unterhalten wir kein Büro, Einsätze in Plauen übernehmen wir vorhabenbezogen. Vor der Zusage prüfen wir Schichtsystem, Postenzahl, Vertretung bei Urlaub und Krankheit und die Anfahrt. Nur wenn das über die gesamte Laufzeit trägt, sagen wir zu. Sie bekommen einen festen Ansprechpartner und erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Alle Kräfte haben die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Vor dem ersten Dienst weist Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit in Werksordnung und Schutzausrüstung ein. Wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200. Mehr dazu unter Werkschutz und Werkschutz in Sachsen; zur Stadt allgemein siehe Sicherheitsdienst Plauen, für Betriebe weiter östlich Reichenbach im Vogtland.
Womit Sie bei den Kosten rechnen
Richtwert für Werkschutz sind 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei einer Pforte im Dauerbetrieb über sieben Tage bestimmen Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden den Durchschnitt; bei einem Auftrag nur für Wochenenden und Betriebsruhe die Zahl der Runden. Zusatzaufgaben wie Waagebetrieb, Ausweisverwaltung oder Begleitung von Fremdfirmen fließen ebenfalls ein.
Nach einer Begehung erhalten Sie ein Angebot mit Stunden je Posten und Woche. So können Sie Varianten vergleichen, etwa eine besetzte Pforte gegen eine Kombination aus Tagdienst und Nachtrunden.


