Wo in Potsdam gearbeitet wird
Wer an Potsdam denkt, hat meist Schlösser und Parks vor Augen. Die Stadtverwaltung führt aber mehrere Standorte, die ausdrücklich für Produktion, Handwerk und Forschung gedacht sind. Der größte davon ist das Industriegebiet Potsdam-Süd im Südosten der Stadt: rund 114 Hektar an der Grenze zu Bergholz-Rehbrücke, etwa 150 Unternehmen mit zusammen über 2.000 Beschäftigten und ein eigener Anschluss an die A 115.
Hinzu kommen Firmen mit überregionalem Namen. Katjes betreibt seit 2006 in Babelsberg eine gläserne Bonbonfabrik, der Medizintechnikhersteller Miethke und der Mautbetreiber Toll Collect haben ihren Sitz in der Stadt. Für den Werkschutz heißt das: Es gibt in Potsdam nicht das eine große Werk, sondern viele mittelgroße Gelände mit sehr unterschiedlichen Regeln.
Gelände mit eigenem Schutzbedarf
Die folgenden Standorte zeigen, wie verschieden die Aufgaben ausfallen. Sie stehen hier als Beispiele für die Stadt, nicht als Auftraggeber:
- Industriegebiet Potsdam-Süd: Hallen, Werkstätten und Lager vieler Firmen, Lkw-Verkehr über die A 115 und die Nuthe-Schnellstraße
- Gewerbequartier Babelsberg: ein früheres Industrieareal neben der Medienstadt mit Handwerk, Fertigung, Dienstleistung und Großhandel
- Medienstadt Babelsberg: rund 40 Hektar mit über 120 Unternehmen aus Film, Fernsehen, Animation und Postproduktion
- Potsdam Science Park in Golm: über 50 Hektar mit drei Max-Planck- und zwei Fraunhofer-Instituten sowie der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität
- Gewerbezentrum Fahrland: rund 10 Hektar mit Kühlräumen, Lagerhallen und Büros in Einheiten zwischen 20 und 2.200 Quadratmetern
- Wissenschaftspark Albert Einstein auf dem Telegrafenberg mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und dem GFZ
Am Tor: wer rein darf und wer wartet
Die meisten Störungen auf einem Betriebsgelände beginnen an der Zufahrt. Unsere Kräfte gleichen Fahrer, Kennzeichen und Lieferscheine mit Ihren Avisen ab, schicken Lkw an die richtige Rampe und melden Besucher bei der zuständigen Person an. Wer nicht angemeldet ist, bleibt vor der Schranke, bis jemand aus Ihrem Haus zustimmt.
Fremdfirmen, die auf Ihrem Gelände schweißen, Leitungen verlegen oder Maschinen warten, sollen nur mit Unterweisung und Erlaubnisschein arbeiten. Wir prüfen beides am Eingang, vermerken Ankunft, Abfahrt und Arbeitsbereich und erinnern an Ihre Regeln, wenn ein Fahrzeug außerhalb der vorgesehenen Fläche parkt.
Taschen- oder Ladungskontrollen gehören nur dann dazu, wenn Ihre Betriebsordnung sie vorsieht und die Belegschaft davon weiß.
Studios und Labore: Zutritt mit Fingerspitzengefühl
In der Medienstadt geht es weniger um Paletten als um Vertraulichkeit. Drehorte, Kulissen und Schnitträume sollen nicht fotografiert werden, Gäste werden begleitet, und an Drehtagen kommen Teams lange vor Sonnenaufgang. Im Science Park dagegen zählen Laborbereiche mit eigenen Zugangsstufen, Kühlgeräte, die nachts weiterlaufen, und Gefahrstoffräume, die nur geschultes Personal betreten darf.
Wir setzen Ihre Zutrittsliste und Ihre Hausordnung um, statt eigene Abläufe mitzubringen. Bereiche, die unsere Kräfte nicht betreten sollen, stehen in der Dienstanweisung; dort steht auch, wen wir nachts anrufen, wenn eine Anlage eine Störung meldet.
Nach Schichtende: Rundgänge über das Gelände
Viele Potsdamer Betriebe arbeiten tagsüber mit eigenem Empfang und brauchen Werkschutz erst, wenn die letzte Schicht gegangen ist. Dann prüfen wir Hallentore, Rampen, Außenlager und Zäune, schalten nach Absprache Licht und Anlagen ab und halten jede Feststellung mit Uhrzeit im Bericht fest. Am Morgen wissen Sie, was in der Nacht war.
Die Planung übernimmt unsere Zweigniederlassung Berlin in der Aroser Allee 81. Ein Büro in Potsdam haben wir nicht. Ihr Gelände bekommt eine feste Stammbesetzung und eingearbeitete Vertretungen. Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, an Toren mit Kontrollaufgaben arbeiten sachkundegeprüfte Kräfte. Grundlage sind DIN 77200 und unser Qualitätsmanagement nach ISO 9001. Haben Sie weitere Standorte im Umland, etwa in Teltow, lässt sich das in einem Auftrag bündeln.
Was Werkschutz in Potsdam kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo genau Ihr Preis liegt, hängt vor allem davon ab, wie viele Stunden auf Nächte, Sonntage und Feiertage fallen und ob am Tor Kontrollaufgaben mit Sachkundeprüfung gefordert sind.
Ein Dauerauftrag mit festen Zeiten lässt sich günstiger planen als einzelne Nächte auf Abruf, weil Einarbeitung und Vertretung nur einmal anfallen. Nach einem gemeinsamen Gang über Ihr Gelände erhalten Sie ein Angebot, in dem jede Position einzeln steht. Einen Überblick über das ganze Land gibt unsere Seite Werkschutz Brandenburg.


