Ein Bezirk, der von der Industrie geprägt wurde
Als Borsig Ende des 19. Jahrhunderts seine Lokomotivfertigung aus der Innenstadt nach Tegel verlegte, folgten Wohnsiedlungen, Zulieferer und weitere Werke. Das Tor von 1898, die Kanonenhalle von 1916 und der zwischen 1922 und 1924 errichtete Turm stehen heute als Gesamtanlage unter Denkmalschutz. Der Name Borsig steht inzwischen für Prozesstechnik: Wärmetauscher, Verdichter, Armaturen und Anlagen für Wasserstoff und die Abscheidung von Kohlendioxid.
Auch Borsigwalde entstand als Werkssiedlung. Zwischen Eichborndamm und Holzhauser Straße siedelten sich in den 1930er Jahren Metallbetriebe an, nach dem Krieg produzierte dort die Waggon-Union bis in die 1990er Jahre. Für den Werkschutz heißt das: Viele Gelände sind historisch gewachsen, haben mehrere Einfahrten und Hallen aus unterschiedlichen Jahrzehnten.
Betriebe und Gelände im Bezirk
Die folgenden Standorte zeigen, mit welcher Art von Gelände wir im Bezirk rechnen. Es sind Beispiele aus öffentlichen Quellen, keine Kunden:
- Borsig-Gelände am Borsigturm in Tegel – denkmalgeschützte Hallen, Werkstor und Einkaufszentrum auf engem Raum
- Holzhauser Markt in Borsigwalde – seit 1997 Gewerbepark auf dem früheren Gelände der Waggon-Union
- Korsch in Borsigwalde – Maschinenbau mit Neubau aus dem Jahr 1992
- mago Kohn & Kempkes – Fleisch- und Wurstherstellung mit seit 2000 erweiterter Produktion
- Novelis und Linde mit Standorten im Gewerbegebiet Borsigwalde
- Staatliche Münze Berlin an der Ollenhauerstraße 97 – Prägung von Umlauf- und Sammlermünzen sowie Medaillen
Am Tor: Lieferungen, Besucher und Fremdfirmen
Die meisten Aufgaben im Werkschutz beginnen an der Einfahrt. Unsere Kräfte gleichen Kennzeichen und Lieferscheine mit Ihrer Avisliste ab, weisen Lkw an die richtige Rampe und geben Besucherausweise gegen Unterschrift aus. Ausfahrende Fahrzeuge kontrollieren wir in dem Umfang, den Ihre Werksordnung vorsieht.
Fremdfirmen für Wartung, Montage oder Reinigung kommen erst auf das Gelände, wenn die Freigabe Ihres Betriebs vorliegt. Wir vermerken Ankunft und Abfahrt, geben Schlüssel nur gegen Quittung aus und weisen darauf hin, wenn eine Arbeitserlaubnis abgelaufen ist. Bei einem Betrieb, der Münzen oder Edelmetall verarbeitet, kommen strengere Regeln für Sperrbereiche und Begleitung hinzu; diese schreiben wir mit Ihrem Sicherheitsbeauftragten in die Dienstanweisung.
Teilen sich mehrere Mieter eine Zufahrt, wie in einem Gewerbepark, führen wir eine gemeinsame Liste der Berechtigten und verständigen bei jeder Lieferung den richtigen Empfänger.
Nachts und am Wochenende
Nach der letzten Schicht gehen wir das Gelände nach einem mit Ihnen festgelegten Plan ab: Hallentore, Außenlager, Gasflaschenlager, Technikräume und Zaunfelder. Jeder Kontrollpunkt steht mit Uhrzeit im Bericht. Offene Türen, laufende Maschinen, ausgetretene Flüssigkeiten oder Unbefugte melden wir sofort an Ihre Rufbereitschaft.
Ist Ihre Einbruch- oder Brandmeldeanlage bei der Leitstelle eines Errichters aufgeschaltet, legen wir vorher fest, wer bei einem Alarm was tut. Betriebsferien, Inventuren und Umbauten sind Phasen, in denen Tore länger offen stehen und fremde Handwerker auf dem Gelände sind. Dann stocken wir die Besetzung für einige Wochen auf.
Planung aus der Aroser Allee
Unsere Berliner Zweigniederlassung liegt an der Aroser Allee 81 in 13407 Berlin, also im Bezirk selbst. Von dort sind Tegel, Borsigwalde und Wittenau über Eichborndamm, Kurt-Schumacher-Damm oder die A 111 in kurzer Zeit erreichbar. Fällt eine Kraft aus, lässt sich die Vertretung ohne lange Anfahrt einsetzen.
Jeder Standort erhält eine feste Stammbesetzung und eingewiesene Vertreter. Alle Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder haben die Sachkundeprüfung abgelegt. Wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Wer zusätzlich Hallen im Nachbarbezirk hat, etwa in Spandau, kann beides in einem Auftrag zusammenfassen. Was in der ganzen Stadt dazu gehört, steht auf der Seite Werkschutz Berlin; alle Leistungen im Bezirk finden Sie unter Sicherheitsdienst Reinickendorf.
Was Werkschutz in Reinickendorf kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Pforte, die nur werktags während der Anlieferung besetzt ist, bewegt sich im unteren Teil dieser Spanne. Ein Werkstor, das rund um die Uhr läuft, liegt höher, weil viele Nacht-, Sonntags- und Feiertagsstunden anfallen.
Bei einem dauerhaften Auftrag planen wir Stammkräfte und Vertretungen langfristig, das senkt den Aufwand für Einweisungen. Nach einer Begehung bekommen Sie ein Angebot, in dem Torbesetzung, Rundgänge und Sonderdienste getrennt ausgewiesen sind.


