Ein Industriestandort mit langer Linie
Radeberg wurde mit der Eisenbahn zur Industriestadt. Nach der Eröffnung der Strecke nach Dresden 1845 entstand 1858 die erste Glasfabrik, 1872 folgte die Brauerei, später kamen 1915 ein staatliches Feuerwerkslaboratorium und in der DDR die Fernsehgerätefertigung der Rafena-Werke und der Stammbetrieb des Kombinats Robotron hinzu. Heute nennt die Stadt Automotive, Elektronik und Elektrotechnik, Kunststoff, Maschinenbau, Bio- und Medizintechnik sowie Lebensmittel als ihre Branchen.
Nach den Angaben der Stadt sind 343 Firmen im Handelsregister eingetragen, 66 davon im verarbeitenden Gewerbe, dazu 222 Handwerksbetriebe. Die Stadt beschreibt ihre Wirtschaft als geprägt von zahlreichen klein- und mittelständischen Unternehmen. Für den Werkschutz heißt das: wenige Großtore, dafür viele Betriebe, in denen eine einzelne besetzte Pforte oder eine Nachtrunde den Unterschied macht.
Werke mit typischem Schutzbedarf
Diese Betriebe zeigen die Spannbreite in der Stadt:
- Radeberger Exportbierbrauerei an der Dresdner Straße: rund 250 Beschäftigte, denkmalgeschützte Gebäude, Sudhaus, Gär- und Lagerkeller und Filtration
- iseg Spezialelektronik an der Bautzner Landstraße: Entwicklung und Fertigung von Hochspannungsgeräten und Netzteilen für Industrie und Forschung
- PRETTL Electronics an der Robert-Bosch-Straße: Dienstleister für Elektronikfertigung, Entwicklung und Prototypenbau
- KWD mit Werk an der Heinrich-Gläser-Straße: ein Hersteller von Karosseriebaugruppen für die Automobilindustrie
- Technologiezentrum ROTECH: Räume für Gründer und junge Technologiefirmen
Hinzu kommen Firmen, die sich bei der Radeberger Spätschicht der Stadt vorstellen, etwa FSD Fahrzeugsystemdaten, Frequenz Elektro und Vowisol Wintergärten. Jeder dieser Betriebe hat andere Werte auf dem Gelände: fertige Baugruppen, Rohmaterial, Prüfgeräte oder volle Leergutstapel.
Aufgaben an Tor und Gelände
Der Werkschutz beginnt an der Zufahrt. Unsere Kräfte melden Besucher an, geben Ausweise aus, kontrollieren Lieferfahrzeuge gegen Frachtpapiere und weisen Fremdfirmen auf die Sicherheitsregeln des Werks hin. In der Getränkeindustrie kommt der Warenausgang hinzu, wo Mengen und Kennzeichen geprüft werden, ohne den Verladeablauf zu bremsen.
Nach Schichtende geht es aufs Gelände: Hallentore, Außenlager, Zaunlinie, Stellplätze für Container und Gefahrstoffe. In Elektronikbetrieben mit Zutrittszonen bleiben unsere Kräfte außerhalb der Reinbereiche, sofern die Werksordnung nichts anderes vorsieht, und kontrollieren die Zugänge von außen.
- Pfortendienst mit Besucher- und Fremdfirmenanmeldung
- Fahrzeug- und Ladungskontrolle nach Ihren Vorgaben
- Rundgänge über Hof, Lager und Freiflächen mit Uhrzeit im Bericht
- Schlüsselausgabe nach Liste und Kontrolle von Sperrbereichen
Vorhabenbezogen geplant
Radeberg gehört nicht zu unserer Kernregion im Norden, und wir haben kein Büro in Sachsen. Werkschutz übernehmen wir hier, wenn Anreise und Personal für Ihren Einsatz passen. Das klären wir vor dem Angebot mit Ihnen, damit es später keine Überraschungen gibt. Ein Dauerauftrag mit festen Schichten lässt sich anders besetzen als eine Vertretung während einer Betriebsruhe.
Ihr fester Ansprechpartner stimmt die Dienstanweisung mit der Werkleitung ab und sorgt dafür, dass jede neue Kraft vor dem ersten Dienst eingewiesen wird. Erreichbar sind wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Qualifikation und Regeln
Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Auf dem Werksgelände gelten Ihre Betriebsanweisungen, Ihre Regeln zur persönlichen Schutzausrüstung und die einschlägigen Vorschriften der Berufsgenossenschaft. In Lebensmittelbetrieben halten sich unsere Kräfte an die Hygienevorgaben des Hauses, etwa beim Betreten von Produktionsräumen.
Vor dem ersten Dienst lernen unsere Kräfte das Werk kennen: Tore und Notausgänge, Sammelplätze, Ansprechpartner je Schicht und den Weg, auf dem bei einem Brand- oder Störfall alarmiert wird. Ändert sich etwas an diesen Abläufen, wird die Einweisung erneuert.
Kosten für Werkschutz in Radeberg
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Beim Werkschutz bestimmen vor allem die Zahl der besetzten Stunden pro Woche, der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsschichten und die Laufzeit den Preis; ein dauerhaft besetztes Tor rechnet sich je Stunde günstiger als eine kurze Vertretung. Zusätzliche Aufgaben wie Ladungskontrolle oder Rundgänge auf großen Freiflächen fließen in die Planung ein.
Eine Übersicht über alle Leistungen in der Stadt bietet Sicherheitsdienst Radeberg. Was Werkschutz bei uns allgemein umfasst, steht auf der Seite Werkschutz.


