Ein Industriestandort am Rand des Nationalparks
Sassnitz wird oft mit Kreidefelsen und Strandpromenade verbunden. Südlich der Stadt, in Mukran an der Prorer Wiek, liegt aber einer der größten Häfen des Landes. Der Fährhafen Sassnitz, seit 2016 unter dem Namen Mukran Port vermarktet, gilt als östlichster Tiefwasserhafen Deutschlands. Betrieben wird er von einer Gesellschaft, die zu 90 Prozent der Stadt und zu 10 Prozent dem Land gehört.
Dazu kommt eine Fischindustrie mit langer Geschichte. Schon 1949 entstand am Hafen ein Fischkombinat, aus dem nach 1990 die Rügen Fisch hervorging. Für den Werkschutz bedeutet das: Lkw, Bahn und Schiff liefern an, und an den Toren wechseln Fahrer aus vielen Ländern.
Betriebe und Flächen, an denen Werkschutz gebraucht wird
Diese Standorte im Stadtgebiet sind belegt und zeigen, wie breit das Feld ist:
- Fährhafen Sassnitz in Mukran: 19 Liegeplätze, Umschlag von Getreide, Stückgut und Schüttgut, Fähren nach Rønne auf Bornholm
- Schwerlastflächen für Bauteile von Offshore-Windparks, 2013/2014 eigens aufgespült
- Das LNG-Terminal, seit September 2024 im Regelbetrieb
- Gewerbegebiet am Fährhafen mit rund 23 Hektar, erschlossen bis Anfang 2015; dort lief zuvor die Rohrummantelung für Nord Stream
- Rügen Fisch mit Sitz, Produktion und Verwaltung in Sassnitz, neue Fabrik seit 2001
- Ein Heringswerk der Gruppe Parlevliet & Van der Plas mit über 30.000 Tonnen Hering im Jahr
- Kreidetagebau bei Klementelvitz, in Betrieb seit 1840
Im Hafen gelten eigene Sicherheitsregeln des Betreibers. Welche Aufgaben ein privater Dienst dort übernehmen darf, klären wir vorab mit Ihnen und dem Hafen.
Worauf es am Werkstor in Sassnitz ankommt
In der Fischverarbeitung ist die Ware selbst das größte Risiko. Fällt nachts ein Kühlaggregat aus, verdirbt in wenigen Stunden mehr, als ein Dieb je mitnehmen könnte. Werkschutz in solchen Betrieben schließt deshalb Rundgänge zu Kühlhäusern und Technikräumen ein, und die Kraft weiß, wen sie bei einer Störmeldung anruft.
Im Hafengewerbe stehen dagegen große Bauteile, Container und Baumaschinen auf offenen Flächen. Hier geht es um Zufahrtskontrolle, Abgleich von Kennzeichen und Lieferscheinen und um Rundgänge entlang langer Zäune. Im Tagebau wiederum sind es Maschinen, Kraftstoff und Absturzkanten, die nachts gesichert sein müssen.
Typische Aufgaben im Überblick
Je nach Betrieb stellen wir die Leistung aus diesen Bausteinen zusammen:
- Torbesetzung zu Schichtwechseln und Lieferzeiten
- Kontrolle von Fahrzeugen, Ladung und Begleitpapieren
- Ausgabe von Besucher- und Fremdfirmenausweisen nach Ihrer Freigabe
- Nacht- und Wochenendrunden mit festen Prüfpunkten, mit Uhrzeit im Bericht
- Prüfen von Kühlhaus- und Technikmeldungen nach Ihrer Anweisung
- Übergabebericht an die Frühschicht
Schichtwechsel, Saisonkräfte und Fremdfirmen
In der Fischindustrie und im Hafen arbeiten Stammbelegschaft, Leiharbeitskräfte und Monteure von Fremdfirmen nebeneinander. Gerade bei Projekten wie dem Umschlag von Windkraftbauteilen kommen für einige Wochen viele neue Gesichter auf das Gelände. Am Tor muss dann schnell klar sein, wer angemeldet ist, wer eine Unterweisung braucht und wer nur abholen will.
Wir arbeiten dafür mit den Listen, die Ihr Betrieb führt, und halten Abweichungen fest. Wer nicht angemeldet ist, wartet, bis der zuständige Meister freigibt. So bleibt die Verantwortung bei Ihnen, und der Werkschutz sorgt dafür, dass die Regeln auch zu Schichtbeginn um fünf Uhr morgens eingehalten werden.
Planung, Personal und Erreichbarkeit
Mecklenburg-Vorpommern zählt zu unserer Kernregion Nord. Wir planen den Werkschutz aus unserem eigenen Personalstamm, ohne Büro auf der Insel, und legen Ablösung und Vertretung vor dem Start fest. Wer Rügen über die B 96 und die Brücke bei Stralsund erreicht, braucht verlässliche Dienstpläne; deshalb klären wir Unterkunft und Wechselzeiten gleich mit.
Eingesetzt werden Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und richten uns nach DIN 77200. Sie erreichen uns 24/7 unter +49 4321 78 33 590. Mehr zum Land lesen Sie auf der Seite Werkschutz in Mecklenburg-Vorpommern.
Was Werkschutz in Sassnitz kostet
Die Spanne liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Dauerauftrag mit festen Torzeiten rund ums Jahr ist planbarer und damit meist günstiger je Stunde als einzelne Einsätze, etwa während einer Anlieferung von Schwergut.
Zuschläge entstehen durch Nacht, Wochenende und Feiertage, durch Aufgaben, die eine Sachkundeprüfung voraussetzen, und durch sehr kurze Vorlaufzeit. Das feste Angebot folgt nach der Begehung Ihres Geländes.


