Vom Eisenbahnwerk zum Technologiepark
Industrie hatte in Greifswald lange einen Namen: das Eisenbahnwerk, das 1945 wieder anlief und später als Ausbesserungswerk Fahrzeuge instand setzte. Heute ist das Bild vielfältiger. Aus dem früheren Siemens-Standort ist ml&s hervorgegangen, Cheplapharm hat hier seinen Sitz, auf der Insel Riems produziert Riemser Pharma, und am Ryck entstehen Yachten von 10 bis 21 Metern Länge.
Die Stadt selbst nennt Gesundheitswirtschaft, Elektronik und maritime Wirtschaft als ihre Stärken. Für den Werkschutz bedeutet das sehr unterschiedliche Gelände: Hallen mit fertigen Booten und offenem Wasser auf einer Seite, Reinräume und Labore mit strengen Zugangsregeln auf der anderen, dazu Gewerbeflächen, auf denen viele kleine Firmen ein gemeinsames Tor nutzen.
Wo Werkschutz in Greifswald gebraucht wird
Die folgenden Standorte sind reale Betriebs- und Gewerbeflächen in Greifswald, an denen Werkschutz typischerweise anfällt. Es handelt sich nicht um Kunden von uns.
- Die Werft von HanseYachts direkt am Ryck, hervorgegangen aus der Boots- und Reparaturwerft Greifswald, mit Fertigung für die Marken Hanse, Dehler, Moody, Sealine und Fjord.
- Der Technologiepark Herrenhufen mit dem Technologiezentrum Vorpommern, das seit 1991 Labor-, Produktions- und Büroflächen vermietet; in Herrenhufen Süd sitzen über 50 Unternehmen.
- Herrenhufen Nord, ein Gewerbe- und Industriegebiet auf einer wiederbelebten Industriebrache.
- Das Industrie- und Gewerbegebiet Am Helmshäger Berg, angebunden an die Ortsumgehung mit B 105 und B 109.
- Der Seehafen Ladebow an der Dänischen Wiek, ein früherer Militärhafen, der heute zivil genutzt wird und seit 2014 wieder einen Gleisanschluss hat.
- BioTechnikum und das 2023 eröffnete Zentrum Z4 für Life Science und Plasmatechnologie nahe dem Universitätscampus.
Forschung mit Sperrbereichen
Greifswald hat Einrichtungen, in denen Zutritt mehr ist als eine Frage des Hausrechts. Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik betreibt hier die Fusionsanlage Wendelstein 7-X, deren Torushalle von einer rund 1,8 Meter dicken Betonwand umgeben ist. Auf der Insel Riems hat das Friedrich-Loeffler-Institut seinen Hauptsitz, das Bundesinstitut für Tiergesundheit, ausgebaut mit Hochsicherheitslaboren der Schutzstufe 4. Daneben forscht das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie.
Solche Häuser haben eigene Sicherheitsbeauftragte und klare Regeln. Unsere Aufgabe ist dort, diese Regeln am Tor umzusetzen: Ausweise prüfen, Besucher anmelden, Anlieferungen einem Empfänger zuordnen, Begleitung in freigegebene Bereiche. Wohin unsere Kräfte selbst nicht dürfen, legen wir mit Ihnen schriftlich fest, bevor der erste Dienst beginnt.
Tor, Halle, Wasserseite: der Dienst im Ablauf
Am Morgen steht das Tor im Mittelpunkt. Schichtpersonal, Subunternehmer und Lieferanten kommen innerhalb kurzer Zeit, und jeder soll dorthin, wo er erwartet wird. Wir führen Fahrzeug- und Besucherlisten, gleichen Lieferscheine ab, geben Ausweise aus und weisen Fremdfirmen in Ihre Sicherheitsregeln ein.
Nach Feierabend wird aus dem Pförtner eine Streife. Hallentore, Werkstätten, Container und Stapler werden geprüft, Krananlagen gesichert, bei Werften auch Stege und Slipflächen kontrolliert. Auffälligkeiten melden wir an den Ansprechpartner, den Sie benennen, und halten sie mit Uhrzeit im Bericht fest, der morgens vorliegt.
- Zufahrtskontrolle mit Fahrzeug- und Besucherliste
- Ausweisausgabe und Einweisung von Fremdfirmen
- Warenein- und -ausgang mit Abgleich der Papiere
- Rundgänge über Hallen, Freiflächen und Wasserseite
- Schichtbericht mit allen Feststellungen
Anbindung, Planung und Qualifikation
Die Gewerbeflächen der Stadt liegen an der Ortsumgehung und sind über die A 20 mit den Anschlussstellen Greifswald und Gützkow erreichbar. Greifswald gehört zu Mecklenburg-Vorpommern und damit zu unserer Kernregion Nord. Ein Büro in der Stadt haben wir nicht; die Schichten planen wir aus unserem Personalstamm, gesteuert vom Hauptsitz in Neumünster. Wer weitere Standorte in Stralsund oder Wolgast hat, bekommt einen Ansprechpartner für alle Orte.
Unsere Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Was Werkschutz allgemein umfasst, beschreibt die Seite Werkschutz, den Überblick über das Land finden Sie unter Werkschutz in Mecklenburg-Vorpommern.
Was Werkschutz in Greifswald kostet
Werkschutz läuft in der Regel als Dauerauftrag über Monate oder Jahre. Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Ihr Betrieb in dieser Spanne landet, hängt vor allem davon ab, wie viele Stunden nachts und am Wochenende anfallen, ob ein Tor dauerhaft besetzt sein muss und wie groß die Fläche ist, die bestreift wird.
Bei Gewerbehöfen mit mehreren Mietern lohnt oft eine gemeinsame Lösung: ein besetztes Tor am Tag und eine Streife in der Nacht. Wir rechnen Ihnen beide Varianten vor, bevor Sie sich entscheiden.


