Vom Silberbergbau zum Mittelstand
Schneeberg ist 1471 aus einem Silberfund entstanden und hat Jahrhunderte vom Bergbau gelebt: erst Silber, dann Kobalt und Wismut, nach dem Zweiten Weltkrieg Uran. 1957 endete die Förderung. Auch die Chemie hatte hier früh einen Platz: Ernst August Geitner verlegte 1815 seine Farbenfabrik nach Schneeberg und entwickelte 1823 das Argentan, eine Legierung aus Kupfer, Nickel und Zink, die ab 1829 im benachbarten Auerhammer zu Blech gewalzt wurde.
Heute prägen kleinere und mittlere Betriebe die Wirtschaft. Die Stadt verweist für ihr Gewerbegebiet am Gerichtsberg auf die Nähe zu einem der Zentren der sächsischen Metallverarbeitung rund um Chemnitz und Zwickau, mit Automobilzulieferern, Anlagen- und Maschinenbau. Über einen Zubringer ist die A 72 an der Anschlussstelle Zwickau-West erreichbar.
Betriebsarten, bei denen Werkschutz in Schneeberg ansetzt
Die Aufzählung beschreibt Branchen und Lagen in der Stadt, keine Kunden:
- Lebensmittelherstellung: In der Joseph-Haydn-Straße produziert Schwarzbach Feinkost mit mehr als 50 Beschäftigten Feinkostsalate und Tiefkühlware und schält täglich mehrere Tonnen Kartoffeln für Kliniken, Heime und Großküchen. Hier zählen Hygieneregeln am Tor, Kühlketten und frühe Anlieferungen.
- Bergbau und Spezialtiefbau: Die Bergsicherung Schneeberg beschäftigt rund 100 Menschen und führt neben Hoch- und Tiefbau auch Bohr-, Spreng-, Anker- und Spritzbetonarbeiten aus. Maschinen, Bohrgeräte und Material stehen auf Bauhöfen und Baustellen.
- Versorgung: Die Stadtwerke Schneeberg betreiben Strom-, Gas- und Fernwärmeversorgung, öffentliche Ladesäulen und eigene Netze. Technische Anlagen solcher Versorger brauchen Zutrittsregeln für Fremdfirmen.
- Gewerbegebiet am Gerichtsberg: Betriebe mit Hallen und Freilager, die nach Feierabend und am Wochenende unbesetzt sind.
Frühe Anlieferung, enge Höfe, Winterbetrieb
Ein Lebensmittelbetrieb beginnt seinen Tag oft vor Sonnenaufgang. Kartoffeln, Zutaten und Verpackung kommen an, fertige Ware muss gekühlt das Haus verlassen. An einer Pforte entscheidet sich, ob Lkw in der richtigen Reihenfolge an die Rampe kommen, ob fremde Fahrer die Hygieneregeln kennen und ob nach der Abfahrt das Tor wieder zu ist. Auf rund 470 Metern Höhe kommen Schnee und Glätte hinzu; geräumte Wege und freie Zufahrten für die Feuerwehr gehören dann zum Rundgang.
Bei einem Bauunternehmen sieht der Werkschutz anders aus. Hier geht es um Bauhöfe mit Geräten von hohem Wert, um Lagerflächen für Stahl und Baustoffe und um die Frage, wer am Wochenende auf das Gelände darf. Wo mit Sprengmitteln gearbeitet wird, gelten zusätzlich die Vorgaben des Betriebs zu Lagerung und Zutritt, die unsere Kräfte einhalten, aber nicht ersetzen.
Aufgaben unseres Werkschutzes
Wir stellen die Bausteine nach Ihrem Bedarf zusammen:
- Pfortendienst zu Schichtbeginn und -ende mit Anmeldung von Besuchern, Fahrern und Fremdfirmen nach Ihrer Liste.
- Abgleich von Lieferschein und Ladung bei Ein- und Ausfahrt, stichprobenartig oder vollständig.
- Rundgänge über Hof, Hallen und Zaun mit Prüfung von Rampen, Kühlraumtüren, Notausgängen und Beleuchtung.
- Einweisung der Feuerwehr und Freihalten der Zufahrt im Brandfall.
- Schichtbericht mit Uhrzeit, Ereignis und Maßnahme an Ihre Betriebsleitung.
Mehr zur Leistung allgemein lesen Sie unter Werkschutz, die Übersicht für den Freistaat unter Werkschutz in Sachsen.
Personal und Planung außerhalb der Kernregion
Unser Personalstamm sitzt in Norddeutschland, ein Büro in Sachsen haben wir nicht. Werkschutz in Schneeberg übernehmen wir daher vorhabenbezogen. Vor dem Angebot klären wir, ob ein fester Stamm an Kräften mit Vertretung für die gesamte Laufzeit bereitsteht, denn am Tor zählt, dass die Kollegen Fahrer, Abläufe und Ihre Ansprechpartner kennen. Betriebe in Zwickau oder Aue-Bad Schlema können wir in dieselbe Planung aufnehmen.
Für Zugangskontrollen setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein. Vor dem ersten Dienst werden sie in Hygiene-, Arbeitsschutz- und Betriebsregeln eingewiesen. Die Staffsec Solution GmbH ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Kosten für Werkschutz in Schneeberg
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Werkschutz läuft meist als Dauerauftrag mit festem Dienstplan; das macht ihn planbar und wirkt sich günstig auf das Angebot aus.
Den Ausschlag geben die Zahl der Schichten, Wochenend- und Nachtanteile, ob Sachkundeprüfung verlangt ist und wie weit die Anfahrt ins Westerzgebirge reicht. Nach einer Begehung von Tor und Gelände erhalten Sie ein festes Angebot.


