Ein Industriestandort im Gebirge
Das Erzgebirge gehört nach dem Umbruch der Neunzigerjahre noch immer zu den Regionen Sachsens mit der höchsten Industriedichte, und Annaberg-Buchholz ist einer der Hauptwirtschaftsstandorte des Erzgebirgskreises. Traditionell prägen Textil-, Metall-, Papier- und Holzverarbeitung sowie die Spielwarenherstellung die Wirtschaft, hinzu kommen Zulieferer für die Fahrzeugindustrie.
Der größte Industriebetrieb der Stadt ist die Handtmann Leichtmetallgießerei an der Sehmatalstraße mit rund 370 Beschäftigten. Dazu kommen das Werk Kupferring der Industrie- und Dichtungstechnik, die Schönfelder Papierfabrik mit etwa 120 Mitarbeitern, Lebensmittelbetriebe wie die Bäckerei Roscher und die Annaberger Backwaren sowie zahlreiche kleinere Firmen aus Bau, Elektro und Umwelttechnik.
Wo Werkschutz gebraucht wird
Die Betriebe verteilen sich auf das Tal der Sehma und auf ausgewiesene Gewerbeflächen am Stadtrand. Typische Einsatzorte sind:
- Gießerei und Bearbeitung an der Sehmatalstraße, mit Schmelzbetrieb, Werkzeugbau und Versand
- Das Gewerbegebiet Bleiche/Geyersdorf mit gut 10 Hektar Fläche und hoher Belegung
- Das Gewerbegebiet und das neuere Industriegebiet an der B 101, das für weitere Ansiedlungen erschlossen wurde
- Papier- und Kartonagenbetriebe mit großen Lagern für Rohstoffe und Fertigware
- Betriebshöfe und Werkstätten für Busse und Nutzfahrzeuge
Gerade Gießereien und Papierbetriebe laufen im Mehrschichtbetrieb, Lkw kommen auch nachts und am Wochenende. Wer an der Pforte steht, entscheidet mit, ob Fahrzeuge, Ladung und Papiere zusammenpassen.
Aufgaben an Tor und Gelände
Werkschutz beginnt an der Einfahrt. Unsere Kräfte registrieren Besucher und Fremdfirmen, geben Ausweise aus, weisen in Sicherheitsregeln ein und halten Lieferungen gegen Lieferschein und Zeitfenster. Ausgehende Ladungen prüfen wir nach Ihrer Vorgabe, etwa Plomben, Anzahl der Gebinde oder Kennzeichen.
Außerhalb der Schichten gehen wir das Gelände ab: Zaun und Tore, Hallen und Lager, Tanks, Silos und Technikräume. Auffälligkeiten wie offene Türen, Leckagen, Wärme an Maschinen oder abgestellte fremde Fahrzeuge melden wir sofort an die Schichtleitung oder Ihre Rufbereitschaft. Bei Alarm Ihrer Anlage folgen wir der vereinbarten Meldekette. Jede Runde und jeder Vorfall steht mit Uhrzeit im Bericht.
Planung ohne Büro vor Ort
Unsere eigene Planung aus dem Personalstamm deckt den Norden ab, in Sachsen arbeiten wir vorhabenbezogen und ohne Niederlassung. Bei einem Werkschutzauftrag in Annaberg-Buchholz klären wir vorab Schichtmodell, Zahl der Posten, Ausfallreserve und Anfahrt. Erst wenn das für mehrere Monate tragfähig ist, sagen wir zu. Ein fester Ansprechpartner hält die Dienstanweisung aktuell und ist rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Unser Personal hat die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wird in Ihre Werksordnung und Arbeitsschutzregeln eingewiesen und trägt die Schutzausrüstung, die in Ihren Bereichen vorgeschrieben ist. Wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200. Mehr dazu unter Werkschutz und Werkschutz in Sachsen; Betriebe in der Nachbarschaft finden Hinweise unter Chemnitz und Marienberg.
Stillstände, Revisionen und Fremdfirmen
Besonders anspruchsvoll wird Werkschutz, wenn ein Betrieb seine Anlagen wartet. In Gießereien und Papierfabriken werden Öfen, Maschinen und Rohrleitungen meist in geplanten Stillständen überholt, oft über Feiertage oder in den Sommerwochen. Dann arbeiten an wenigen Tagen viele fremde Firmen gleichzeitig auf dem Gelände, mit eigenen Fahrzeugen, Werkzeug und wechselndem Personal.
In solchen Phasen verstärken wir die Pforte, führen Listen der zugelassenen Firmen und Personen, geben Tagesausweise aus und achten darauf, dass Arbeitsfreigaben vorliegen, bevor jemand einen Bereich betritt. Am Abend prüfen wir, ob alle Fremdfirmen das Gelände verlassen haben und ob Baustellenbereiche gesichert sind. Wo geschweißt oder getrennt wird, kann zusätzlich eine Brandwache dazukommen.
Nach dem Stillstand gehen wir mit Ihrer Schichtleitung die Bereiche ab, in denen gearbeitet wurde, und vermerken liegengebliebenes Material, offene Zugänge oder fehlende Abdeckungen. So startet die Produktion ohne Überraschungen. Für die Zeit des Stillstands passen wir Zahl und Zeiten der Posten an und kehren danach zur gewohnten Besetzung zurück, ohne dass Sie einen neuen Vertrag brauchen.
Kosten für einen Dauerauftrag
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit festen Schichten. Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Zahl der Posten, der Anteil an Nacht- und Wochenendstunden, Zusatzaufgaben wie Fahrzeugkontrolle oder Telefonzentrale und die Laufzeit des Vertrags. Ein ganzjähriger Auftrag mit planbaren Schichten lässt sich anders kalkulieren als eine Vertretung über wenige Wochen.
Sie erhalten nach einer Begehung ein Angebot mit Stundenaufstellung je Posten.


