Aus der Spielzeugstadt wurde ein Kunststoffstandort
Sonneberg ist über Jahrhunderte mit Spielzeug groß geworden, und die Branche ist bis heute sichtbar: Piko fertigt hier im Stammwerk Modelleisenbahnen, vor allem für die Spur G. Neben dem Spielzeug wuchsen Elektrokeramik und die Fertigung technischer Kunststoffteile. Die früheren Plasta-Werke gehören heute zu Mann+Hummel.
Neben Spielwaren und Kunststoff nennt die Stadtgeschichte Papier, Keramik, Möbel, Bekleidung, Maschinenbau und Autozulieferer. Seit 1997 braut die Privatbrauerei Gessner in Sonneberg, nachdem sie 1858 in Steinach gegründet worden war. Mit dem HySON-Institut für angewandte Wasserstoffforschung, entstanden im Februar 2021, ist ein Forschungsstandort hinzugekommen. Für den Werkschutz heißt das: Es gibt wenige Großwerke, dafür viele mittelgroße Betriebe mit eigenen Toren, eigenen Schichtzeiten und eigenen Regeln.
Sechs Gewerbegebiete und ein neues Industriegebiet
Die Stadt weist sechs erschlossene Gewerbegebiete mit zusammen gut 83 Hektar aus, die nach eigener Angabe voll belegt sind. Wo Werkschutz typischerweise gefragt ist:
- Malmerz im Osten, knapp 28 Hektar und 25 Unternehmen, unter anderem Werkstoffindustrie, Logistik und Nahrungsmittelherstellung
- Interkommunales Gewerbegebiet Sonneberg-Föritz direkt an der B 89, 17,6 Hektar, mit Maschinenbau und Werkstoffindustrie
- Mittlere Motsch im Süden mit rund 30 Betrieben aus Industrie, Handwerk und Logistik, angrenzend die kleinere Schreberstraße
- Hönbach im Süden, gut 14 Hektar, nur 250 Meter von der B 89 entfernt
- Fichtig bei Spechtsbrunn im Norden, mit Werkstoff- und Druckindustrie
- Industriegebiet SON-Süd zwischen B 89 und B 4, rund 80 Hektar, seit August 2025 in Erschließung
Weil die bestehenden Flächen ausgelastet sind, werden neue Werke vor allem in SON-Süd entstehen. In der Anlaufzeit, wenn Hallen fertig, Zaun und Zufahrtstechnik aber noch nicht vollständig sind, ist ein besetztes Tor oft die einfachste Lösung.
Formen, Werkzeuge und Ware im Versand
In der Kunststoffverarbeitung steckt der Wert selten im Granulat, sondern in Spritzgussformen, Prüfmitteln und fertig verpackten Teilen. Ein Werkschutz, der nur Personen zählt, übersieht das. Deshalb legen wir mit Ihrer Werkleitung fest, welche Hallen nur mit Berechtigung betreten werden, wie Besucher begleitet werden und welche Ladung am Ausgang mit den Papieren verglichen wird.
Bei Spielwaren- und Lebensmittelherstellern kommen Saisonspitzen hinzu: Vor dem Weihnachtsgeschäft stehen mehr Lkw am Tor, mehr Leiharbeitskräfte melden sich an, und Lager laufen voll. Wir passen die Besetzung an diese Wochen an, statt das ganze Jahr mit demselben Schichtplan zu arbeiten. Wo Hygieneregeln gelten, werden unsere Kräfte vor dem ersten Dienst darauf eingewiesen und betreten gesperrte Bereiche nur nach Freigabe.
Was am Tor und auf dem Gelände anfällt
Den Umfang bestimmt Ihr Betrieb. Häufig vereinbart werden:
- Pfortendienst zu Schichtbeginn und Schichtende, auch im Drei-Schicht-Betrieb
- Anmeldung und Einweisung von Speditionen, Monteuren und Fremdfirmen
- Abgleich von Ladung und Lieferschein bei Ausfahrten
- Rundgänge über Hallen, Freilager, Technikräume und entlang des Zauns
- Kontrolle von Feuerwehrzufahrten, Notausgängen und Sammelplätzen
- Besetzung an Wochenenden, Feiertagen und in Betriebsferien
Die Werke liegen fast alle nahe an der B 89, die als Ortsumgehung um die Stadt führt. Stauen sich Lkw vor dem Tor, ordnen wir die Reihe so, dass Rettungswege frei bleiben und niemand ohne Anmeldung auf das Gelände rollt.
Vorhabenbezogen aus dem Norden geplant
Thüringen gehört nicht zu unserer Kernregion. Ein Büro in Sonneberg oder anderswo im Land haben wir nicht, Einsätze übernehmen wir hier vorhabenbezogen. Vor der Zusage klären wir mit Ihnen Postenzahl, Schichtmodell, Urlaubsvertretung und Laufzeit und prüfen, ob wir die Besetzung über Monate stabil halten können. Passt das nicht, sagen wir es Ihnen vorher.
Am Tor stehen Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, die vor dem ersten Dienst in Werksordnung, Gefahrenbereiche und Notfallabläufe eingewiesen werden. Wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200 und sind unter +49 4321 78 33 590 rund um die Uhr erreichbar. Mehr dazu: Werkschutz, Werkschutz in Thüringen, Sicherheitsdienst Sonneberg und für Betriebe nebenan Sicherheitsdienst Föritztal.
Kosten für einen Werkschutzposten in Sonneberg
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Pfortenposten, der ein Jahr lang in gleichen Schichten läuft, liegt meist eher unten, weil sich Einweisung und Planung auf viele Stunden verteilen. Nach oben gehen überwiegende Nacht- und Feiertagsdienste, zusätzliche Ladungskontrollen und kurzfristige Verstärkung in der Saison vor Weihnachten oder bei einem Anlagenumbau.


