Eine Stadt, die schon einmal abgebrannt ist
1840 zerstörte ein Stadtbrand die Obere Stadt Sonnebergs samt der Johanniskirche am Markt. Danach legte man die Untere Stadt planmäßig neu an, und in den folgenden Jahrzehnten wuchs die Spielzeugstadt mit Handelshäusern, Fabriken und Wohnhäusern. Viele dieser Gebäude stehen heute noch, mit Dachstühlen, Holzbalkendecken und Treppenhäusern aus der Bauzeit.
Wo in solchen Häusern Dächer saniert, Leitungen erneuert oder Stahlträger eingezogen werden, entstehen Funken und Hitze an Stellen, die man nicht vollständig einsehen kann. Eine Brandwache bleibt während der Arbeiten am Ort und kontrolliert danach so lange nach, wie es der Erlaubnisschein vorsieht.
Bauten mit besonderem Risiko
In der Stadt fallen bei Sanierung und Unterhalt immer wieder Heißarbeiten an Gebäuden an, deren Ersatz schwer oder unmöglich wäre:
- Stadtkirche St. Peter, 1843 bis 1845 nach Plänen von Carl Alexander Heideloff erbaut, eine neugotische Hallenkirche mit Doppelturmfassade aus Sandstein, bemalten Holzkonstruktionen im Innern und einer Sauer-Orgel von 1925 mit 42 Registern
- Katholische Pfarrkirche St. Stephanus, 1902/03 im neuromanischen Stil errichtet
- Neues Rathaus am Bahnhofsplatz, 1927/28 nach Plänen von Karl Dröner gebaut, mit Stadtverwaltung, Stadtbibliothek und großem Rathaussaal
- Deutsches Spielzeugmuseum in einem Schulbau von 1901, mit rund 100.000 Objekten; das Hauptgebäude wurde bis 2022 saniert, ein weiterer Bauabschnitt ist in Aussicht
- Sternwarte auf dem Erbisbühl in Neufang mit Kuppelbauten, die großteils in den 1950er Jahren entstanden oder erweitert wurden
Gerade in Museen und Kirchen sind Holz, Textilien, Papier und Sammlungsstücke dicht beieinander. Eine Glut in einer Fuge oder hinter einer Verkleidung wird hier oft erst Stunden später bemerkt.
Werkhallen in Kunststoff, Keramik und Maschinenbau
In den Gewerbegebieten Malmerz, Mittlere Motsch und Hönbach arbeiten Betriebe, die Kunststoffe verarbeiten, Keramik herstellen oder Maschinen bauen. Granulat, Verpackungen, Kartonagen und Öle liegen dort oft nah an Anlagen, an denen bei Wartung oder Umbau geschweißt und getrennt wird. Läuft der Umbau in den Betriebsferien, ist außer den Monteuren kaum jemand im Werk.
Auch im neuen Industriegebiet SON-Süd werden in den kommenden Jahren Hallen gebaut und eingerichtet. Beim Stahlbau, beim Verlegen von Dachbahnen und bei Anschlussarbeiten an Rohrleitungen ist eine Brandwache oft Teil der Auflagen. Die Stadt hat dort eine Zisterne mit 400.000 Litern Löschwasser bauen lassen, die Gefahr am einzelnen Arbeitsplatz ersetzt sie aber nicht.
So arbeitet die Brandwache
Vor Beginn lässt sich die Kraft den Erlaubnisschein zeigen, schaut sich den Arbeitsbereich an und prüft, ob Löschmittel bereitstehen und brennbare Stoffe entfernt oder abgedeckt sind. Wie Ihre Löschmittel und Meldewege funktionieren, wird sie vor Ort eingewiesen. Während der Arbeiten beobachtet sie Funkenflug, auch in angrenzenden Räumen, Hohlräumen und darunterliegenden Geschossen.
Nach dem Ende der Heißarbeiten bleibt die Brandwache für die vereinbarte Nachkontrollzeit vor Ort und geht Arbeitsbereich und Umgebung in Abständen ab. Jeder Durchgang wird mit Uhrzeit vermerkt. Fällt Rauch oder Wärme auf, alarmiert sie die Feuerwehr über 112 und informiert die Stellen, die Sie benannt haben.
Vorhabenbezogen in Sonneberg
Unser Hauptsitz ist Neumünster, weitere Standorte haben wir in Berlin und Bremen. In Thüringen unterhalten wir kein Büro, Brandwachen in Sonneberg übernehmen wir vorhabenbezogen. Wir klären vorher Dauer, Uhrzeiten, Nachkontrollzeit und ob der Einsatz kurzfristig verschoben werden kann, und sagen erst zu, wenn die Besetzung steht.
Die Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200 und sind unter +49 4321 78 33 590 rund um die Uhr erreichbar. Mehr: Brandwachen, Brandwache in Thüringen, Sicherheitsdienst Sonneberg und, für Vorhaben am Rennsteig, Neuhaus am Rennweg.
Kostenrahmen einer Brandwache
Für eine Brandwache gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Entscheidend ist, wie lange die Nachkontrolle dauert und wann die Arbeiten stattfinden: Heißarbeiten nach Feierabend, nachts oder am Wochenende, damit der Betrieb nicht stillsteht, liegen eher im oberen Bereich. Kurze Einsätze, die mehrfach verschoben werden, verteuern die Planung. Sind die Termine einer Sanierung früh bekannt, lässt sich die Brandwache günstiger bündeln.


