Zwei große Industrielagen und ein Hafen
Stades Industrie konzentriert sich auf zwei Bereiche. Nördlich der Stadt, am Bützflether Sand direkt an der Elbe, liegt das Industriegebiet Stade-Bützfleth. Dort arbeiten mehr als 2.300 Menschen, unter anderem bei Dow und bei Aluminium Oxid Stade. Das Dow-Werk gilt als größter Chlorchemie-Standort Europas und ist das bedeutendste Chemiewerk Niedersachsens; vermarktet wird das Gebiet heute als ChemCoastpark Stade.
Im Gewerbegebiet Süd sind mehr als 2.000 Menschen beschäftigt, vor allem im Airbus-Werk und im Forschungszentrum CFK Nord, in dem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und ein Fraunhofer-Institut an Faserverbundwerkstoffen arbeiten. Weitere Industriebetriebe in Stade sind unter anderem Air Liquide, Air Products, Olin, Trinseo und PN Bioethanol Elbewerk.
Wo am Tor die Arbeit liegt
Je nach Branche verschieben sich die Schwerpunkte an der Pforte deutlich:
- Chemieanlagen im ChemCoastpark: Tankwagen und Gefahrgut-Lkw, Kontrolle von Ladepapieren, Fremdfirmen mit Unterweisungsnachweis, strenge Regeln zu Mobiltelefonen und Zündquellen
- Aluminium Oxid Stade: Schüttgutverkehr, große Freiflächen, Rundgänge entlang von Förderbändern und Lagerhallen
- Flugzeugbau im Gewerbegebiet Süd: Besucherregistrierung, Fotografierverbote, getrennte Bereiche für Kundenprojekte
- Seehafen Stade: Umschlag von Massen- und Stückgut, Zufahrten für Lkw und Bahn über den Industriebahnhof Brunshausen
- Energieanlagen im Hafen, etwa rund um den Anleger des LNG-Terminals, mit eigenen Zugangsregeln der Betreiber
- Kleinere Produktions- und Logistikbetriebe in Ottenbeck
Für jede dieser Lagen schreiben wir eine eigene Dienstanweisung. Sie hält fest, wer wen einlassen darf, welche Unterlagen geprüft werden und wer bei einem Vorfall zuerst informiert wird.
Fremdfirmen bei Stillständen und Revisionen
In Chemieparks ruhen Anlagen planmäßig für Wartung und Umbau. In diesen Wochen kommen Dutzende Firmen mit Hunderten Monteuren auf das Gelände, oft im Schichtbetrieb und mit eigenem Gerät. Der Werkschutz wird dann zum Nadelöhr: Ohne geprüfte Unterweisung kein Ausweis, ohne Ausweis kein Zutritt, und jede Firma muss mit ihren Fahrzeugen erfasst werden.
Für solche Zeiten verstärken wir die Pforte um zusätzliche Kräfte, öffnen auf Wunsch eine zweite Ausgabestelle und gleichen täglich die Listen mit Ihrer Stillstandsleitung ab. Die Stammkräfte, die Ihr Werk kennen, bleiben an den entscheidenden Stellen; neue Kräfte arbeiten an ihrer Seite. Nach dem Stillstand werden Ausweise eingezogen und Zugänge wieder geschlossen.
Nachts und am Wochenende auf dem Gelände
Wenn die Pforte ruhiger wird, verlagert sich der Werkschutz auf Rundgänge. Bei weitläufigen Geländen an der Elbe führen sie zu Zäunen, Tanklagern, Pumpenhäusern, Lagerplätzen und Kaianlagen. Unsere Kräfte achten auf offene Tore, ungewöhnliche Gerüche, tropfende Leitungen und Personen, die dort nichts zu suchen haben. Jeder Kontrollpunkt wird mit Uhrzeit im Bericht festgehalten.
Ist Ihr Werk an eine eigene Werksfeuerwehr oder die Leitstelle Ihres Errichters angebunden, sind wir die Kräfte vor Ort, die Meldungen prüfen, Zufahrten freihalten und Einsatzkräfte einweisen. Wer wann gerufen wird, steht in der Alarmordnung, die wir mit Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit abstimmen.
Personal, Qualifikation und Planung
Für Industrieobjekte setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, für einfache Posten mindestens mit Unterrichtung. Hinzu kommen die Unterweisungen, die Ihr Betrieb vorschreibt. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Stade liegt in unserer Kernregion Nord. Ein Büro in der Stadt haben wir nicht; Personal und Dienstpläne kommen aus dem Hauptsitz in Neumünster und der Niederlassung Bremen. Über die B 73 und die A 26 sind die Industriegebiete gut zu erreichen. Grundlegendes zur Leistung finden Sie unter Werkschutz, die Lage im ganzen Land unter Werkschutz in Niedersachsen. Betriebe mit einem zweiten Standort in Cuxhaven können beide Werke gemeinsam planen lassen; alle Leistungen in der Stadt zeigt Sicherheitsdienst Stade.
Kostenrahmen für Werkschutz in Stade
Werkschutz in der Industrie läuft meist über Jahre und rund um die Uhr. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Preis bestimmen vor allem die Zahl der Posten, der Anteil an Nacht-, Sonntags- und Feiertagsstunden, die Qualifikation und Zusatzaufgaben wie Gefahrgutkontrolle oder Fremdfirmenverwaltung. Stillstände mit befristeter Verstärkung bieten wir getrennt an, damit Sie die Dauerkosten und die Spitzen klar auseinanderhalten können.


