Ein Industriestandort mit über 150 Jahren Hüttengeschichte
1872 nahm in Unterwellenborn ein Zweigwerk der Maximilianshütte aus Sulzbach-Rosenberg den Betrieb auf. Mehr als hundert Jahre lang wurde hier Roheisen erzeugt, der letzte Hochofen wurde im Juli 1992 abgestochen. Seit 1995 schmilzt ein Elektrostahlwerk Schrott ein, das zusammen mit dem Walzwerk die Stahlwerk Thüringen GmbH bildet. Seit Februar 2012 gehört das Unternehmen zur brasilianischen CSN-Gruppe.
Das Werk liefert mehr als 250 verschiedene Profile, von Doppel-T-Trägern über U-Profile bis zu Stahlschwellen für den Bahnbau. Rund 70 Prozent der Fertigware verlässt den Standort auf der Schiene, der Rest per Lkw über die B 281. Auf dem früheren Hüttengelände ist ein Industrie- und Gewerbepark entstanden, den die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen vermarktet und der laut Exposé für Schwerlastverkehr ausgelegt ist und einen eigenen Gleisanschluss hat.
Betriebe mit typischem Bedarf an Werkschutz
Werkschutz kommt in Unterwellenborn vor allem für diese belegten Standorte und Branchen in Frage:
- Stahlwerk Thüringen mit Elektrolichtbogenofen, Stranggießanlage und Profilwalzwerk
- Stahlbau Hartung im Industriepark Maxhütte mit Fertigung und Freilager
- Elektronik Remech und die Betting AG im selben Gewerbepark
- Remex Kamsdorf GmbH als Entsorgungs- und Recyclingbetrieb im Ortsteil Kamsdorf
- Porzellanherstellung in Könitz, die dort seit mehr als hundert Jahren besteht
- Gewerbeflächen der Bebauungspläne Industriegebiet Kamsdorf und Gewerbestandort Bahnhof Könitz
Was am Werkstor eines Stahlstandorts anders ist
Ein Elektrostahlwerk lebt von Schrott, der täglich angeliefert wird, und gibt fertige Profile in großen Mengen ab. Beides hat einen Marktwert. Am Tor zählt deshalb der Abgleich: Kennzeichen, Wiegeschein, Lieferschein und Ladung müssen zusammenpassen, bevor ein Fahrzeug das Gelände verlässt. Wir halten Ein- und Ausfahrten mit Uhrzeit im Schichtbericht fest und melden Abweichungen sofort an die zuständige Stelle im Werk.
Hinzu kommt der Schienenverkehr. Wo Waggons beladen und rangiert werden, bewegen sich Rundgänge nur auf freigegebenen Wegen und nach Absprache mit dem Bahnbetrieb. Unsere Kräfte werden vor dem ersten Dienst in die Gleisbereiche, die Sperrzonen an Ofen und Walzstraße und in die Regeln für Schutzausrüstung eingewiesen.
Bei geplanten Stillständen kommen viele Fremdfirmen gleichzeitig. Dann geht es um Anmeldung, Ausgabe von Besucherausweisen, Abgleich mit der Freigabeliste und die Kontrolle, ob jemand nach Schichtende noch im Werk ist.
Typische Aufgaben im Werkschutz
Den Zuschnitt legen wir mit Ihrer Werkleitung fest. Häufig gehören dazu:
- Besetzung von Pforte und Waage zu Schichtwechseln und Anlieferzeiten
- Abgleich von Kennzeichen, Wiegeschein und Ladepapieren bei Ein- und Ausfahrt
- Anmeldung, Einweisung und Begleitung von Fremdfirmen bei Revisionen
- Rundgänge über Freilager, Schrottplatz, Hallen und Parkflächen in der Nacht
- Kontrolle von Feuerwehrzufahrten, Notausgängen und Zaunlinien
- Schließdienst für Verwaltungsgebäude und Sozialräume
Kleinere Betriebe im Gewerbepark brauchen oft keinen festen Posten. Für sie bieten sich nächtliche Rundgänge an, die mehrere Nachbargrundstücke in einer Runde zusammenfassen und je Betrieb einen eigenen Bericht ergeben. Mehr dazu auf der Seite Sicherheitsdienst Unterwellenborn.
Vorhabenbezogen aus dem Norden geplant
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, unsere Kernregion ist der Norden. In Thüringen haben wir kein Büro und arbeiten vorhabenbezogen. Weil Werkschutz meist über Monate oder Jahre läuft, klären wir vor der Zusage Postenzahl, Schichtmodell, Vertretung und Anreise und sagen Ihnen offen, ob wir den Dienst über die gesamte Laufzeit stabil besetzen können. Sie haben einen festen Ansprechpartner, der Dienstanweisung und Besetzung mit Ihnen abstimmt.
Am Tor arbeitet Personal mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert, rund um die Uhr erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590. Grundsätzliches finden Sie unter Werkschutz und Werkschutz in Thüringen; für Betriebe im Nachbarort gibt es die Seite Sicherheitsdienst Saalfeld.
Was Werkschutz in Unterwellenborn kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Werkstor, das rund um die Uhr in festen Schichten besetzt ist, bewegt sich meist im unteren Bereich, weil Einweisung und Planung sich über viele Stunden verteilen. Teurer werden Nachtstunden, Sonn- und Feiertage, Zusatzaufgaben wie Wiegen oder Begleiten von Fremdfirmen und kurzfristige Verstärkung während eines Stillstands. Ein schriftliches Angebot erhalten Sie, wenn Umfang und Laufzeit feststehen.


