Industrie aus der Rübe: was Wanzleben-Börde ausmacht
In Klein Wanzleben gründeten Landwirte 1838 eine Zuckerfabrik, Nordzucker führt dieses Jahr als Gründungsjahr des Unternehmens. Die heutige Fabrik an der Magdeburger Landstraße wurde zwischen 1992 und 1994 neu gebaut. Seit 2007 steht nebenan eine Bioethanolanlage mit einer Kapazität von 130.000 Kubikmetern im Jahr, die während der Kampagne Rohsaft aus der Fabrik erhält und außerhalb davon Dicksaft und Melasse aus anderen Werken verarbeitet.
Laut Werksleitung verarbeitet das Werk während der Kampagne rund 15.000 Tonnen Rüben am Tag, beschäftigt sind dort 188 Menschen. Im selben Ort liegt der Ursprung der KWS: 1856 legte Matthias Christian Rabbethge mit dem Kauf eines Hofes und einer Mehrheit an der Zuckerfabrik den Grundstein, nach 1990 entstand am alten Standort eine neue Zuchtstation.
Ein Werksjahr mit zwei Gesichtern
Für den Werkschutz in einer Zuckerfabrik gibt es kein gleichförmiges Jahr. Von September bis Januar läuft die Produktion, an der Einfahrt reiht sich dann Lkw an Lkw. Die Pforte muss Anlieferungen abfertigen, Wartezonen ordnen und darauf achten, dass Fahrer nur die freigegebenen Wege nutzen. In diesen Monaten sind mehr Menschen auf dem Gelände als im Rest des Jahres.
Nach der Kampagne ändert sich das Bild: Die Anlagen stehen für Wartung und Umbau still, Fremdfirmen mit Kränen, Gerüsten und Schweißgeräten kommen auf das Gelände. Nordzucker hat angekündigt, in den kommenden Jahren in die Umstellung der Energieversorgung zu investieren, auch in Klein Wanzleben. Für den Werkschutz bedeutet das mehr Fremdfirmenverkehr, mehr Einweisungen und mehr offene Baustellenbereiche innerhalb des Zauns.
Saatzucht und Gewerbegebiet Südost
In der Pflanzenzüchtung geht es weniger um Warenwert als um Nachvollziehbarkeit: Wer hat wann welches Gewächshaus, welches Labor oder welche Halle betreten? Ein Werkschutz kann hier Besucher anmelden, Zutritte festhalten und abends prüfen, ob Türen und Tore verschlossen sind.
Das Gewerbegebiet Südost an der B 246a ist in drei Bauabschnitten angelegt, im dritten waren laut Exposé der Stadt noch Flächen frei, ein Gleisanschluss ist möglich. Die Stadt nennt für den Standort unter anderem Bau, Metallbau, Logistik und die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte. Für solche Betriebe reicht oft ein Werkschutz außerhalb der Arbeitszeit: Pforte am Wochenende, Rundgänge in der Nacht, Annahme von Spätanlieferungen.
Aufgaben an Tor und Gelände
Die Einzelheiten stehen in einer Dienstanweisung, die wir zu Beginn und zum Wechsel zwischen Kampagne und Ruhezeit mit Ihnen anpassen. Grundsätzliches zur Leistung finden Sie unter Werkschutz.
- Pfortendienst im Takt Ihrer Schichten, in der Kampagne auch rund um die Uhr
- Kontrolle ein- und ausfahrender Fahrzeuge mit Abgleich von Kennzeichen, Wiege- und Lieferscheinen
- Anmeldung, Ausweisausgabe und Sicherheitseinweisung von Fremdfirmen und Besuchern
- Rundgänge über Lager, Tank- und Freiflächen mit Uhrzeit im Bericht
- Entgegennahme von Freigabescheinen für Heißarbeiten und Weitergabe an Ihre Verantwortlichen
- Annahme von Störmeldungen nach Ihrer Alarmanweisung außerhalb der Betriebszeit
Vorhabenbezogen geplant, mit festem Team
Sachsen-Anhalt liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, ein Büro im Landkreis Börde haben wir nicht. Werkschutz in Wanzleben-Börde übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen. Vor der Zusage prüfen wir Anfahrt, Unterbringung und Personal für die gesamte Laufzeit, gerade wenn die Besetzung zur Kampagne wachsen soll. Steht das, stellen wir ein festes Team mit benannten Vertretungen, damit am Tor Gesichter stehen, die Ihre Abläufe kennen.
Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Wie wir landesweit arbeiten, beschreibt die Seite Werkschutz in Sachsen-Anhalt. Für Betriebe im südwestlichen Nachbarort lohnt ein Blick auf Oschersleben (Bode).
Kosten für Werkschutz in Wanzleben-Börde
Für Werkschutz liegt der Richtwert bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Entscheidend ist, wie sich die Stunden über das Jahr verteilen: Eine Pforte, die nur während der Kampagne rund um die Uhr besetzt ist und im Sommer auf Nacht und Wochenende zurückgeht, kalkuliert sich anders als ein gleichbleibender Dauerauftrag. Zusatzaufgaben wie Fremdfirmenverwaltung, Wiegen oder große Rundgänge erhöhen den Aufwand, ebenso die Anreise, die bei unserer vorhabenbezogenen Arbeit in Sachsen-Anhalt anfällt.


