Ein Industriestandort, den man vom Ufer aus nicht sieht
Wer Waren nur von der Promenade kennt, unterschätzt die Stadt. Seit den sechziger Jahren haben sich hier Betriebe der Lebensmittelverarbeitung, der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei, des Landmaschinenbaus sowie der Verpackungs- und Recyclingindustrie angesiedelt. Die Stadt weist heute acht Gewerbe- und Sondergebiete aus, die meisten davon voll belegt.
Das bekannteste Werk ist die Mecklenburger Metallguss. Sie wurde 1875 als Maschinenfabrik und Eisengießerei gegründet, beschäftigt rund 210 Menschen und gießt Schiffspropeller mit mehr als achtzig Tonnen Gewicht und über zehn Metern Durchmesser. Die Schmelzanlagen fassen bis zu 200 Tonnen Metall. Fertige Propeller verlassen Waren als Schwertransport über die B 192 Richtung A 19 und weiter zu den Häfen in Rostock oder Hamburg.
Wo Werkschutz in Waren gebraucht wird
Die Betriebe verteilen sich auf mehrere Flächen am Stadtrand. Jede hat ihren eigenen Charakter, und daraus ergibt sich, welche Aufgaben der Werkschutz übernimmt:
- Gewerbegebiet Waren-Ost: 53 Hektar, 68 Unternehmen, über tausend Beschäftigte, erschlossen von 1991 bis 1994
- Molkerei des Deutschen Milchkontors: rund eine Million Kilogramm Milch am Tag, daraus etwa hundert Tonnen Käse, mit Tankwagen im Dauerbetrieb
- Möwe Teigwarenwerk: nach Angabe der Stadt die nördlichste Nudelfabrik Deutschlands mit 65 Tonnen Tagesleistung
- Smurfit Westrock Wellpappenwerk Waren: über hundert Millionen Quadratmeter Wellpappe im Jahr, viel Papier und Lagerfläche
- Eggersmann: Zerkleinerungstechnik für Holz, Abfall, Papier, Metall und Elektroschrott
- Gewerbegebiet Eichholzstraße mit 26 Hektar und die beiden Gebiete in Waren-West mit zusammen über 70 Hektar
In Lebensmittelwerken geht es vor allem um Hygiene- und Zutrittsregeln: Wer darf in welche Halle, wer trägt Schutzkleidung, wer meldet sich bei der Qualitätssicherung. In der Gießerei und im Wellpappenwerk zählen Fahrwege, Gefahrbereiche und das Gelände nachts, wenn nur ein Teil der Anlagen läuft.
Was unsere Kräfte am Werkstor tun
Am Tor erfassen wir Lkw, Tankzüge, Lieferanten und Fremdfirmen, prüfen Ladepapiere gegen die Anmeldung und weisen Fahrer in Wege und Ladezonen ein. Besucher melden wir beim zuständigen Mitarbeiter an und geben Ausweise oder Helme aus, wenn das Werk sie vorsieht. Bei Schichtwechsel achten wir darauf, dass nur Berechtigte das Gelände betreten.
Auf dem Gelände gehen die Kräfte feste Runden: Hallentore, Zäune, Tanklager, Siloplätze, Paletten- und Rollenlager. Sie achten auf offene Türen, auslaufende Flüssigkeiten, ungewöhnliche Geräusche und Rauch und geben Störungen sofort an den Schichtleiter oder die Bereitschaft weiter. Was auffällt, steht mit Uhrzeit im Bericht, damit Sie am nächsten Morgen sehen, was in der Nacht war.
Schwertransporte und Sonderlagen
Wenn ein Großpropeller das Werk verlässt, ist der Ablauf eng getaktet: Zufahrt freihalten, Begleitfahrzeuge einweisen, Tor und Werksstraße sichern, bis der Transport die öffentliche Straße erreicht. Ähnliches gilt bei Revisionen, wenn viele Fremdfirmen gleichzeitig auf dem Gelände arbeiten, oder bei Stillständen über Feiertage, wenn Anlagen ohne Belegschaft gesichert werden müssen.
Für solche Zeiten verstärken wir die Besetzung kurzfristig. Wir stimmen vorher mit Ihnen ab, wer welche Freigaben erteilt und an wen wir uns nachts wenden. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Planung aus der Kernregion Nord
Mecklenburg-Vorpommern gehört zu unserer Kernregion Nord. In Waren haben wir kein eigenes Büro; die Kräfte werden aus unserem Personalstamm eingeteilt und von Neumünster und Berlin aus geplant. Für Dauereinsätze setzen wir auf einen festen Stamm, damit am Tor Menschen stehen, die Ihre Fahrer, Lieferanten und Abläufe kennen. Alle haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Aufgaben mit Zutrittskontrolle die Sachkundeprüfung. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Grundsätzliches zur Leistung finden Sie unter Werkschutz, die Lage im Land unter Werkschutz in Mecklenburg-Vorpommern. Für weitere Aufgaben in der Stadt gibt es die Seite Sicherheitsdienst Waren (Müritz), für Betriebe im westlichen Umland die Seite zu Malchow.
Kosten für den Werkschutz
Für Werkschutz rechnen wir mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Wie hoch der Betrag im Einzelfall liegt, entscheiden Schichtmodell, Nachtanteil, Sonn- und Feiertage und die Frage, ob nur das Tor oder auch das Gelände besetzt sein soll. Ein Werk, das an sieben Tagen produziert, braucht eine andere Planung als ein Betrieb, der nur am Wochenende abgesichert wird. Bei einem dauerhaften Auftrag lässt sich die Besetzung über Monate stabil planen, und das spiegelt sich im Angebot wider.


