Vom Eisenbahnknoten zum Standort für Wartung und Daten
Die Wirtschaft in Neustrelitz hat sich nach 1990 stark verändert. Elektroanlagenbau, Eisengießerei und eine Maschinenfabrik schlossen, das Bahnbetriebswerk schrumpfte von rund 1.000 auf 70 Beschäftigte. Geblieben sind Betriebe, die auf die Lage als Bahnknoten an der Berliner Nordbahn und der Strecke nach Warnemünde setzen, und Einrichtungen, die eine ruhige Umgebung brauchen. Für den Werkschutz sind das ganz unterschiedliche Aufgaben: Gleisanlagen mit wertvollem Material, Forschungsflächen mit empfindlicher Technik und Logistik mit ständigem Lkw-Verkehr.
Was diese Betriebe verbindet, ist der Bedarf nach klaren Zugangsregeln. Wer kommt aufs Gelände, mit welchem Auftrag, wann geht er wieder? Wo stehen Fahrzeuge oder Bauteile, die nachts nicht unbeaufsichtigt bleiben sollen? Werkschutz beantwortet diese Fragen jeden Tag aufs Neue und hält die Antworten schriftlich fest.
Betriebe und Anlagen mit Werkschutzbedarf
In Neustrelitz und seinem Umfeld sind folgende Standorte typisch für Werkschutzaufgaben:
- die Werkstatt der Ostmecklenburgischen Bahnwerk GmbH im früheren Bahnbetriebswerk, wo Schienenfahrzeuge instand gehalten werden
- das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit dem Standort am Kalkhorstweg und dem Institut für Solar-Terrestrische Physik an der Woldegker Chaussee, zusammen rund 110 Beschäftigte
- das Paketzentrum der Deutschen Post DHL, in dem Sendungen für die Region umgeschlagen werden
- die 25 Hektar große Solaranlage im Norden der Stadt
- die Anlagen der Neustrelitzer Stadtwerke für Fernwärme, Strom und Wasser, darunter das Klärwerk mit seinem 2025 erneuerten Sandfang
- Handel und Handwerk im Gewerbegebiet Am Bahndamm
Werkschutz am Bahnwerk und auf Gleisflächen
Eine Werkstatt für Schienenfahrzeuge ist kein abgeschlossenes Gebäude. Gleise führen ins Gelände, Fahrzeuge stehen über Nacht im Freien, Ersatzteile, Kabel und Kupfer lagern in Hallen und auf Freiflächen. Die Halle von 1973 mit ihren zwölf Gleisen und der Schiebebühne davor ist nur ein Teil davon. Für solche Flächen setzen wir auf Torbesetzung zu Schichtwechseln, Rundgänge entlang der Zäune und gezielte Kontrollen an Abstellgleisen, an denen Graffiti oder Buntmetalldiebstahl drohen.
Fremdfirmen, die an Fahrzeugen oder Anlagen arbeiten, melden wir am Tor an, gleichen sie mit der Freigabeliste des Betriebs ab und begleiten sie, wenn die Werkleitung das wünscht. Arbeiten im Gleisbereich bleiben Sache des Betriebs und seiner Sicherungsposten; unsere Kräfte kümmern sich um Zugang und Gelände.
Forschung und Logistik: zwei andere Rhythmen
An einem Forschungsstandort mit Antennen und Rechentechnik zählt vor allem, dass niemand Unbefugtes in die Nähe der Anlagen kommt. Besucher, Lieferanten und Gäste von Schülerlaboren werden am Empfang erfasst, abends und am Wochenende gehen unsere Kräfte die Außenanlagen ab und prüfen, ob Türen und Tore verschlossen sind.
In der Paketlogistik ist dagegen Bewegung die Regel. Typische Aufgaben sind die Lenkung von Lkw an der Einfahrt, die Kontrolle von Plomben und Frachtpapieren nach den Vorgaben des Betreibers und Präsenz auf dem Hof, wenn nachts Ladungen wechseln. Wir passen den Posten an den Rhythmus des Betriebs an, statt starre Zeiten anzubieten.
Bei Energie- und Wasseranlagen kommt eine weitere Sicht hinzu: Diese Anlagen versorgen die ganze Stadt, laufen weitgehend ohne Personal und sind über weite Flächen verteilt. Eine Streife, die Pumpwerke, Klärbecken, Zäune und Schaltanlagen in wechselnder Folge kontrolliert, entdeckt aufgebrochene Tore oder beschädigte Leitungen früh. Was auffällt, melden wir sofort an den Bereitschaftsdienst des Versorgers, damit dessen Techniker entscheiden können, ob sie ausrücken.
So organisieren wir den Werkschutz
Neustrelitz liegt in unserer Kernregion Nord. Vor Ort unterhalten wir kein Büro, die Planung erfolgt aus dem Personalstamm, gesteuert von Neumünster und Berlin aus. Für jedes Werk erstellen wir eine Dienstanweisung mit Zugangsregeln, Kontrollgängen, Ansprechpartnern und dem Vorgehen bei Alarm, Brand oder Unfall. Die Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, an Zugängen mit Kontrollaufgaben setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Weitere Informationen finden Sie unter Werkschutz und Werkschutz in Mecklenburg-Vorpommern. Für Betriebe in der Kreisstadt: Neubrandenburg, für Neustrelitz allgemein: Sicherheitsdienst Neustrelitz.
Kosten für Werkschutz in Neustrelitz
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit festen Schichten über Wochen und Monate. Als Richtwert liegt er bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein durchgehend besetztes Tor mit Nachtschichten und Wochenenden liegt höher in dieser Spanne als ein Tagesposten im Empfang. Weil Dauerposten gut planbar sind, können wir einen festen Stamm an Kräften einsetzen, die das Gelände kennen. Das Angebot zeigt Posten, Zeiten und Zuschläge getrennt, damit Sie jede Position nachvollziehen können.


