Eine Stadt aus Holz, Putz und Geschichte
Elf Bauten der Stadt gehören seit 1998 zum Welterbe Klassisches Weimar, drei Bauhaus-Stätten seit 1996. Dazu kommen Bürgerhäuser, Kirchen und Museen in der Altstadt sowie ältere Fabrikbauten im Norden der Stadt. Viele dieser Häuser haben Dachstühle aus Holz, Hohlräume hinter Verkleidungen und Böden mit Schüttungen, in denen sich Glut lange unbemerkt halten kann.
Wie verletzlich solche Bauten sind, zeigt ihre Baugeschichte. Das Stadtschloss am Burgplatz brannte 1618 zur Hälfte und 1774 fast vollständig ab und wurde danach unter Mitwirkung Goethes neu aufgebaut. In der Herzogin Anna Amalia Bibliothek brach im September 2004 ein Feuer im Dachstuhl aus, als wahrscheinliche Ursache gilt ein defektes Kabel. Das Haus wurde wiederhergestellt und 2007 wiedereröffnet.
Wo in Weimar Heißarbeiten anfallen
Heißarbeiten sind nicht nur Schweißen. Auch das Abflämmen von Dachbahnen, Löten an Kupferleitungen, Trennschleifen an Stahlträgern und das Erwärmen von Bitumen bringen Funken oder Hitze an Stellen, die später niemand mehr ansieht.
- Stadtschloss am Burgplatz während der Generalsanierung
- Deutsches Nationaltheater mit Werkstattneubau und späterer Sanierung des Haupthauses
- Weimarhalle und Kongress- oder Konzertsäle bei Umbauten
- Museen und Bibliotheken der Klassik Stiftung bei Dach- und Haustechnikarbeiten
- Produktionshallen in den Gewerbegebieten Nord, Legefeld und Süßenborn
- Kirchen und Bürgerhäuser in der Altstadt bei Dach- und Klempnerarbeiten
Warum Denkmäler und Hallen besondere Sorgfalt brauchen
In Altbauten mit Holzbalkendecken wandert Hitze durch Fugen und Durchbrüche in angrenzende Bauteile. Ein Funke, der in eine Ritze zwischen Dielen fällt, kann Stunden später zu schwelen beginnen, wenn die Handwerker längst gegangen sind. In Theatern und Sälen kommen Bühnentechnik, Vorhänge, Kabelkanäle und Lager für Kulissen hinzu.
In Produktionshallen der Gewerbegebiete sind es andere Gefahren: Dämmung in Sandwichpaneelen, Staub in Lüftungskanälen, Verpackungsmaterial und Kunststoffe. Werden dort an Wochenenden Leitungen oder Stahlbau erneuert, steht die Halle danach oft leer. Gerade dann ist eine Nachkontrolle wichtig.
Bei laufenden Häusern wie Museen, Bibliotheken oder dem Theater stellt sich zusätzlich die Frage nach der Brandmeldeanlage. Wird sie für die Dauer der Arbeiten in einem Bereich abgeschaltet, fehlt genau dort die automatische Überwachung. Die Brandwache überbrückt diese Lücke, bis der Bereich wieder aufgeschaltet ist. Wann abgeschaltet und wieder eingeschaltet wird, legt der Betreiber fest, wir halten die Zeiten im Protokoll fest und bestätigen die Übergabe an die Haustechnik. So ist am nächsten Morgen nachvollziehbar, wer den Bereich wann zuletzt geprüft hat.
So arbeitet unser Brandposten
Vor Beginn sehen wir uns mit dem verantwortlichen Handwerker den Arbeitsbereich an: Was ist abgedeckt, was entfernt, wo liegen Öffnungen in benachbarte Räume, wo stehen Löschmittel bereit. Unsere Kräfte werden vor Ort in die bereitgestellten Feuerlöscher und die Fluchtwege eingewiesen. Während der Arbeiten beobachtet die Brandwache Funkenflug und angrenzende Bauteile und kann sofort eingreifen oder die Feuerwehr alarmieren.
Nach Ende der Heißarbeiten bleibt die Brandwache und kontrolliert den Bereich in festen Abständen, auch in Nachbarräumen, über Decken und hinter Verkleidungen, soweit zugänglich. Wie lange und wie oft, richtet sich nach dem Erlaubnisschein des Auftraggebers. Jeder Durchgang wird mit Uhrzeit im Protokoll festgehalten, das Sie am Ende erhalten.
Brandwache in Weimar ohne eigenes Büro im Land
Wir haben unseren Hauptsitz in Neumünster und Niederlassungen in Berlin und Bremen, in Thüringen nicht. Brandwachen in Weimar übernehmen wir vorhabenbezogen, vor allem bei geplanten Arbeiten mit festem Zeitraum. Je genauer Sie Arbeitsbeginn, Dauer und Ort im Gebäude kennen, desto verlässlicher können wir planen. Eingesetzt werden Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO; zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200.
Grundsätzliches zur Leistung lesen Sie unter Brandwachen, die Übersicht für das Land unter Brandwache in Thüringen. Alle Leistungen in der Stadt zeigt Sicherheitsdienst in Weimar.
Kosten der Brandwache
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Brandwachen bestimmen die Dauer der Heißarbeiten und die Nachkontrolle die Zahl der Stunden. Weil viele Arbeiten an Denkmälern und in Hallen außerhalb der Öffnungs- oder Produktionszeiten stattfinden, fallen oft Abend-, Nacht- oder Wochenendstunden an, die den Preis innerhalb der Spanne nach oben verschieben.


