Vier Gewerbegebiete am Rand einer Kleinstadt
Wolmirstedt hat gut 12.000 Einwohner, aber für eine Stadt dieser Größe auffallend viel Gewerbefläche. Die Stadt führt vier Gebiete: Nord I und Nord II am nördlichen Rand, den Handwerkerring an der Glindenberger Straße und das Gebiet südlicher Mittellandkanal im Ortsteil Elbeu. Rechnet man die Angaben der Wirtschaftsförderung zusammen, sind es gut hundert Hektar netto.
Der Grund liegt in der Lage. Die B 189 verbindet die Stadt mit Magdeburg und Stendal, die A 14 hat eine eigene Anschlussstelle, die A 2 liegt wenige Kilometer südlich. Der Hafen Magdeburg-Rothensee ist rund neun Kilometer entfernt. Für Werke, die Rohstoffe und Fertigware per Lkw bewegen, ist das ein Argument, für den Werkschutz bedeutet es viel Verkehr an den Toren.
Betriebe und Flächen mit Bedarf an Werkschutz
Beispiele aus dem Stadtgebiet, genannt als Orte, an denen Werkschutz typischerweise anfällt, nicht als unsere Auftraggeber:
- Handwerkerring an der Glindenberger Straße: rund 16 Hektar, zu etwa 90 Prozent belegt, mit Betrieben für Kunststoffverarbeitung, Oberflächenbeschichtung, Folienerzeugnisse und Spritzgussteile
- POLYTEC PLASTICS in der Polytec-Straße: Fertigung von Spritzgussteilen, faserverstärkten Kunststoffen und Zubehörteilen für die Fahrzeugindustrie
- Gewerbegebiet Nord II: knapp 35 Hektar mit Handel, Logistik, Kleinbetrieben und verarbeitendem Gewerbe, ein Gleisanschluss ist laut Stadt möglich
- Gewerbegebiet südlicher Mittellandkanal bei Elbeu: rund 42 Hektar, bisher mit Abfallwirtschaft belegt und zum größten Teil noch frei
- Umspannwerk Wolmirstedt: großes 380-kV-Umspannwerk, an dem 50Hertz den Konverter für den Südostlink errichtet hat
Kunststoffwerke: Formen, Daten und Schichtwechsel
In der Kunststoffverarbeitung stecken die Werte oft nicht in der Ware, sondern in den Spritzgussformen, Maschinen und Konstruktionsdaten. Eine Form für ein Fahrzeugteil ist ein Einzelstück, ihr Verlust legt eine Linie still. Deshalb achten wir nicht nur auf das Tor, sondern auf Zugänge zu Werkzeugbau, Lager und Büros.
Zu Schichtwechseln kommen viele Beschäftigte gleichzeitig. Unsere Kräfte an der Pforte kennen die Ausweisregeln, nehmen Besucher in Empfang, melden sie beim Ansprechpartner an und geben Besucherausweise aus. Fremdfirmen für Wartung oder Umbau tragen wir mit Name, Firma, Zeit und Einsatzort in eine Liste ein, damit am Abend klar ist, wer das Gelände verlassen hat.
Nach Schichtende gehen wir Hallen und Außenflächen ab, prüfen Rolltore, Notausgänge und Zäune und halten Auffälligkeiten mit Uhrzeit fest.
Logistik, Abfallwirtschaft und Netzanlagen
In Logistik- und Handelsbetrieben verschiebt sich der Schwerpunkt auf Rampe und Hof. Wir gleichen Kennzeichen und Ladepapiere ab, weisen Fahrzeuge den Toren zu und kontrollieren Siegel an abgehender Ware, wenn Sie das vorgeben. Bei Abfall- und Recyclingflächen kommen Waage, Annahmezeiten und das Verhindern unerlaubter Ablagerungen nach Feierabend hinzu.
An Anlagen der Stromübertragung gibt der Betreiber den Rahmen vor. Unsere Aufgaben beschränken sich dort auf das, was Ihr Sicherheitskonzept vorsieht, etwa Zutritt an der Zufahrt, Begleitung von Fremdfirmen und Kontrollgänge entlang des Zauns. Bereiche, die unsere Kräfte nicht betreten, legen wir vorher schriftlich fest.
So organisieren wir den Werkschutz aus der Ferne
Wolmirstedt liegt in Sachsen-Anhalt und damit außerhalb unserer Kernregion Nord. Ein Büro im Land haben wir nicht, Werkschutz übernehmen wir dort vorhabenbezogen. Bevor wir zusagen, prüfen wir Anfahrt, Personalstärke und Vertretung über die gesamte Laufzeit, denn eine Pforte, die an einzelnen Tagen leer bleibt, nützt niemandem.
Gemeinsam mit Ihrem Werk schreiben wir eine Dienstanweisung mit Zutrittsregeln, Meldekette und Verhalten bei Alarm. Für Pforten mit Kontrollbefugnis setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200. Mehr dazu unter Werkschutz und Werkschutz in Sachsen-Anhalt; für Betriebe westlich der Stadt siehe Sicherheitsdienst Haldensleben.
Kosten für Werkschutz in Wolmirstedt
Für Werkschutz gilt bei uns ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Dauerauftrag mit rund um die Uhr besetzter Pforte liegt anders als eine Verstärkung für den Betriebsurlaub oder eine Inventur. Den Ausschlag geben die Zahl der Posten, der Anteil an Nacht- und Feiertagsstunden, die Qualifikation und zusätzliche Aufgaben wie Telefon, Empfang oder Waage.
Hat Ihr Werk mehrere Zufahrten, prüfen wir, ob eine besetzte Hauptpforte mit Rundgängen ausreicht. Das spart oft einen ganzen Posten.


