Die Gleisbaustelle der Linie 1
Im Dezember 2020 begann der Bau der verlängerten Straßenbahnlinie 1. Sie führt vom Roland-Center über den Willakedamm und ein Stück der früheren Kleinbahntrasse auf die Heinrich-Plett-Allee und von dort bis zur Huchtinger Heerstraße. Die Strecke bis zur neuen Endstelle an der Brüsseler Straße ist mit 3,7 Kilometern bewertet worden, die Eröffnung soll im März 2027 sein. Auf Höhe der Heinrich-Plett-Allee zweigt zudem die Linie 8 ab, deren Bau seit November 2024 läuft und die über Stuhrbaum, Brinkum und Erichshof bis Leeste führen soll.
Für den Ortsteil heißt das: Über Jahre liegen entlang einer Hauptstraße Schienen, Schwellen, Kabeltrommeln, Weichenteile und Baumaschinen, oft nur durch einen Bauzaun von Gehwegen und Hauseingängen getrennt.
Risiken einer Baustelle zwischen Wohnhäusern
Eine lang gestreckte Baustelle lässt sich schwer abschließen. Sie hat viele Zugänge, und wer abends vorbeigeht, sieht genau, was auf dem Baufeld liegt. Typische Schäden sind:
- Diebstahl von Kupferkabeln, Werkzeug, Kraftstoff und kleineren Baumaschinen
- beschädigte oder versetzte Bauzäune, durch die Kinder und Jugendliche aufs Baufeld gelangen
- Vandalismus an Fahrzeugen, Containern und frisch gesetzten Haltestellenteilen
- Brandstiftung an abgestellten Materialien oder Müllcontainern
- unbefugt abgestellter Schutt und Sperrmüll auf freien Flächen
Jeder dieser Vorfälle kann den Bauablauf um Tage verzögern. Hinzu kommt die Verkehrssicherungspflicht: Ein umgestoßener Zaun oder eine offene Grube ist nachts eine Gefahr für Passanten.
Wie wir die Baustelle sichern
Für eine Gleisbaustelle über mehrere hundert Meter arbeiten wir meist mit mobilen Rundgängen. Unsere Kraft fährt die Abschnitte nach Feierabend mehrmals ab, prüft Zäune, Container, Maschinen und Lagerplätze und richtet umgefallene Absperrungen wieder auf. Wo besonders wertvolles Material lagert, etwa an einem Weichenbauplatz oder einem Kabellager, kann zusätzlich eine feste Wache sinnvoll sein.
Jede Kontrolle wird mit Uhrzeit und Fotos dokumentiert. Beschädigungen melden wir sofort an die Bauleitung, damit sie vor Arbeitsbeginn behoben werden können. Am Wochenende und an Feiertagen, wenn niemand auf dem Baufeld ist, erhöhen wir auf Wunsch die Zahl der Rundgänge.
Sanierung in den Wohnanlagen
Neben dem Gleisbau gibt es in Mittelshuchting eine zweite Art von Baustelle: die Modernisierung der Wohnhäuser, die zwischen 1955 und 1970 entstanden sind. Bei Arbeiten an Dächern, Fassaden und Leitungen stehen Gerüste an bewohnten Häusern, und in Höfen lagern Dämmstoffe, Fenster und Werkzeug. Ein Gerüst kann nachts zum Einstieg in die oberen Etagen werden.
Hier kontrollieren wir Gerüstaufgänge, sichern Materiallager und achten darauf, dass Container verschlossen sind. Mit der Hausverwaltung stimmen wir ab, wie wir mit Mietern umgehen, die Fragen zur Baustelle haben. Mehr zur Baustellenbewachung allgemein finden Sie auf unserer Leistungsseite.
Personal, Kernregion und Kosten
Bremen liegt in unserer Kernregion Nord. Unsere Niederlassung Bremen plant Baustellenbewachungen aus dem eigenen Personalstamm und kann auch kurzfristig Rundgänge aufnehmen, wenn eine Baustelle nach einem Vorfall besser geschützt werden soll. Alle Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, unsere Abläufe nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Für Baustellenbewachung gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Mobile Rundgänge sind günstiger als eine feste Wache, weil nur die Zeit auf Ihrer Baustelle anfällt. Wochenenden, Feiertage und Nächte mit festem Posten liegen höher. Weitere Informationen bieten die Seiten Sicherheitsdienst Bremen-Mittelshuchting, Baustellenbewachung Bremen und für das Nachbargebiet Bremen-Huchting.


