Eine wachsende Stadt baut im Bestand
Norderstedt ist in den vergangenen Jahrzehnten stetig gewachsen, von knapp 56.000 Einwohnern bei der Stadtgründung 1970 auf heute über 83.000. Freie Flächen am Stadtrand sind weitgehend vergeben, neue Wohnungen entstehen deshalb vor allem durch die Umnutzung alter Gewerbegrundstücke und durch Verdichtung. Dazu kommen Schulen, Kitas, Leitungsnetze und die geplante Verlängerung der U-Bahn.
Für die Baustellenbewachung bedeutet Bauen im Bestand: Die Baufelder liegen mitten zwischen Wohnhäusern, Läden und Straßen mit Durchgangsverkehr. Zäune sind von vielen Seiten einsehbar, Zufahrten liegen an belebten Straßen, und wer nachts Werkzeug oder Kupfer abtransportieren will, fällt zwischen Lieferwagen und Pendlern kaum auf.
Aktuelle und geplante Bauvorhaben
Aus Bauleitplanung und Ausschreibungen der Stadt ergeben sich mehrere Schwerpunkte, auf denen in den nächsten Jahren gebaut wird:
- Garstedter Tor: Auf früherer Gewerbefläche zwischen Garstedter Dreieck und Herold-Center entsteht ein Wohnquartier mit rund 250 Wohnungen.
- Garstedter Dreieck: Für eine weitere Fläche ist ein Projekt mit etwa 316 Wohnungen angekündigt, Baustart geplant für 2027.
- Frederikspark: Neubaugebiet, in dem in den kommenden Jahren zahlreiche Wohnungen entstehen sollen.
- Aurikelstieg in Garstedt: Neubau einer offenen Ganztagsgrundschule mit Kita und Sporthalle.
- U1-Verlängerung: 2021 beschlossen, von Norderstedt Mitte bis zur AKN-Haltestelle Quickborner Straße.
- Fernwärmeausbau der Stadtwerke auf der Ulzburger Straße zwischen Steindamm und Moorbektwiete, abschnittsweise bei halbseitigem Verkehr.
Jedes dieser Vorhaben hat ein eigenes Risiko: Im Hochbau verschwinden Fenster, Heizungsteile und Elektromaterial, im Tiefbau Kabel, Rohre und Kraftstoff aus Maschinen. Bei Schulbauten kommt hinzu, dass Kinder und Jugendliche die Baustelle als Abenteuerspielplatz entdecken.
Linienbaustellen wie der Leitungsbau an der Ulzburger Straße wandern zudem Abschnitt für Abschnitt weiter. Bagger, Rohrlager und Materialcontainer stehen jede Woche an einer anderen Stelle, oft direkt neben Gehweg und Bushaltestelle. Die Bewachung muss diesen Takt mitgehen: Wir passen Kontrollpunkte und Routen an, sobald die Bauleitung einen neuen Abschnitt öffnet, und halten fest, wo Maschinen über Nacht abgestellt wurden.
Wache, Streife oder Kombination mit Technik
Welche Form passt, entscheidet die Bauphase. Solange der Rohbau offen ist und viel Material lose lagert, empfehlen wir eine stationäre Nachtwache mit festen Rundgängen. Sobald Fenster eingebaut und Türen verschlossen sind, reicht oft eine Streife, die die Baustelle mehrmals pro Nacht anfährt und Zaun, Container, Kräne und Lagerflächen kontrolliert.
Auf großen Flächen verbinden wir die Bewachung mit mobiler Videotechnik. Erkennt die Kamera Bewegung, prüft unsere Leitstelle das Bild und schickt die Streife los. So bleibt auch eine weitläufige Baustelle bezahlbar überwacht, ohne dass ein Wachmann jeden Winkel gleichzeitig im Auge haben muss.
Tagsüber übernehmen wir auf Wunsch die Zufahrtskontrolle: Lieferungen annehmen, Lkw einweisen, Nachunternehmer erfassen und dafür sorgen, dass Wartezonen frei bleiben und Anwohner nicht zugeparkt werden.
Organisation aus Neumünster
Unsere Einsatzplanung arbeitet vom Hauptsitz in Neumünster aus, die Fahrt nach Norderstedt über die A 7 ist kurz. Für jede Baustelle legen wir mit der Bauleitung fest, welche Bereiche besonders wichtig sind, wo Schlüssel für Container und Baustrom liegen und wer nachts im Ernstfall erreichbar ist. Bei Bauzeitenwechsel, Feiertagen und der Winterpause passen wir die Wache an.
Jeder Rundgang wird digital mit Zeit und Foto erfasst. Schäden am Bauzaun, offene Container oder umgestürzte Absperrungen melden wir sofort, damit sie vor Arbeitsbeginn behoben werden können. Diese Protokolle helfen auch gegenüber dem Bauherrn und der Versicherung, falls doch etwas fehlt.
Qualifikation unserer Baustellenwachen
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor dem ersten Dienst auf der Baustelle eingewiesen, einschließlich Gefahrenbereichen, Fluchtwegen und Erste-Hilfe-Material. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zum Land finden Sie unter Baustellenbewachung in Schleswig-Holstein, zur Stadt unter Sicherheitsdienst in Norderstedt.
Kostenrahmen für die Bewachung einer Baustelle
Für Baustellen in Norderstedt gilt unser Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil auf Baustellen vor allem die Nächte, Wochenenden und Feiertage bewacht werden, prägen diese Zeiten den Preis stärker als bei anderen Aufträgen. Eine Streife mit wenigen Kontrollen pro Nacht kostet deutlich weniger als eine durchgehende Wache, Videotechnik kann Stunden ersetzen. Wir rechnen Ihnen beide Wege nebeneinander vor.


