Wo in Lübeck gebaut wird
Lübeck wächst nicht an den Rändern, sondern vor allem auf Flächen, die früher anders genutzt wurden. Alte Bahnanlagen, Hafenschuppen und Gewerbebrachen werden zu Wohnungen und Arbeitsplätzen. Für eine Baustellenbewachung bedeutet das: Viele Baufelder liegen mitten in der Stadt, sind von Straßen, Wegen und Wasserflächen umgeben und deshalb schwerer abzuschließen als ein Acker am Stadtrand.
- Ehemaliger Güterbahnhof in St. Lorenz-Süd: neues Quartier mit rund 600 Wohnungen, Baubeginn laut Planung ab 2026
- Nördliche Wallhalbinsel: rund 211 Wohnungen in früheren Hafenschuppen direkt an der Trave
- Gewerbegebiet Skandinavienkai in Travemünde: Bebauungsplan für rund 22,7 Hektar Gewerbefläche am Fährhafen
- Hochschulstadtteil und Neubaugebiet Bornkamp in St. Jürgen: Wohnungsbau, Forschungs- und Firmengebäude
- Gründungsviertel in der Altstadt: seit 2017 Neubauten auf den historischen Parzellen
Typische Risiken auf Lübecker Baustellen
Je nach Bauphase ändert sich, was gestohlen oder beschädigt werden kann. Im Rohbau sind es Bewehrungsstahl, Schalungsmaterial, Kleingeräte und Diesel aus Baumaschinen. Im Ausbau geht es um Kupferkabel, Heizungs- und Sanitärteile, Fenster, Türen und Werkzeugcontainer. Kurz vor der Übergabe kommen Küchen, Haustechnik und fertige Oberflächen hinzu, die durch Vandalismus oder einen Wasserschaden in einer Nacht großen Schaden nehmen.
Zentral gelegene Baufelder haben einen zusätzlichen Nachteil: Abends sind dort viele Menschen unterwegs, und ein offener Bauzaun lädt ein. Auf der Wallhalbinsel und am Güterbahnhof grenzen Wege, Gleise oder Wasser direkt an die Baufelder. Wer dort Material lagert, braucht Kontrollen, die auch die Ufer- und Gleisseiten im Blick haben.
In der Altstadt kommt die Enge hinzu. Container stehen im öffentlichen Straßenraum, Gerüste reichen bis an Nachbarhäuser, und Baustoffe werden oft auf kleinstem Raum zwischengelagert. Ein unverschlossenes Gerüst ist dort nicht nur ein Diebstahlrisiko, sondern auch ein Weg in benachbarte Wohnungen. Kontrollen prüfen deshalb neben dem Material auch Gerüstsperren, Bauaufzüge und provisorische Türen.
Bewachung nach Bauphase
Nicht jede Baustelle braucht eine Wache von Feierabend bis Arbeitsbeginn. Für Lübecker Bauvorhaben setzen wir drei Formen ein, die sich kombinieren lassen.
- Kontrollgänge zu wechselnden Zeiten: für Rohbau und Phasen mit wenig wertvollem Material
- Festposten in der Nacht und am Wochenende: wenn Kabel, Technik oder Ausstattung auf der Baustelle lagern
- Torposten am Tag: Zufahrten regeln, Anlieferungen abgleichen und fremde Personen ansprechen
Bei jedem Rundgang prüft die Kraft Bauzaun, Tore und Container, schaut nach Maschinen, Gerüsten und Absperrungen und hält fest, ob alles verschlossen war. Wird jemand auf dem Gelände angetroffen, wird er angesprochen und des Platzes verwiesen, bei Verdacht auf Diebstahl wird die Polizei gerufen. Die Berichte gehen an Bauleitung oder Bauherrn, damit Sie Schäden am Morgen sofort zuordnen können.
Organisation aus Neumünster
Lübeck liegt in unserer Kernregion Nord, geplant wird aus dem Hauptsitz in Neumünster. Vor dem Start gehen wir mit der Bauleitung über das Gelände, legen Zugänge, Lagerplätze und Kontrollpunkte fest und vereinbaren, wer bei Vorfällen nachts angerufen wird. Ändert sich das Baufeld, etwa weil ein Kran umgesetzt oder ein neuer Abschnitt begonnen wird, passen wir die Rundgänge an.
Das Personal hat eine Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, die Abläufe folgen ISO 9001 und DIN 77200. Baustellen im Umland, etwa in Stockelsdorf oder Bad Schwartau, lassen sich in dieselbe Planung aufnehmen. Weitere Leistungen in der Stadt beschreibt die Seite Sicherheitsdienst Lübeck, allgemeine Informationen finden Sie unter Baustellenbewachung.
Was eine Bewachung auf Lübecker Baustellen kostet
Bauherren und Generalunternehmer rechnen meist mit einer zeitlich begrenzten Leistung, die sich mit dem Baufortschritt ändert. Der Richtwert für eine Bewachungsstunde liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Festposten in der Nacht kostet entsprechend mehr Stunden als ein Rundgang, der nur einige Minuten pro Anfahrt dauert.
Einfluss auf den Preis haben außerdem der Anteil an Wochenend- und Feiertagsstunden, die Größe des Geländes und ob zusätzliche Aufgaben wie Zufahrtskontrolle am Tag gewünscht sind. Wir empfehlen, die Bewachung für den Ausbau stärker anzusetzen als für den Rohbau und sie nach der Übergabe sofort zu beenden.


