Bauen am Wasser: die Ausgangslage in Cuxhaven
Cuxhaven wächst vor allem am Hafen. Im Februar 2025 setzte der erste Rammschlag für die Liegeplätze 5 bis 7 den offiziellen Startpunkt für den Ausbau des Deutschen Offshore-Industrie-Zentrums. Auf insgesamt 1.250 Metern entstehen drei neue Liegeplätze mit bis zu 15 Metern Tiefgang, ausgelegt für die Verladung schwerer Lasten. Auch am Liegeplatz 4 wird gebaut.
Weitere Vorhaben sind angekündigt: Ende 2026 soll der Bau einer zusätzlichen schwerlasttauglichen Hafenzubringerstraße beginnen, ab 2028 wird der Hafen um weitere 52 Hektar Fläche wachsen. Parallel plant die Stadt zehn Wohnquartiere auf zusammen 76,7 Hektar mit rund 2.900 Wohneinheiten. Für die Bewachung bedeutet das über Jahre hinweg Baufelder in sehr unterschiedlicher Größe, vom Kaibau mit schwerem Gerät bis zum Reihenhaus.
Baustellen und Baufelder mit Bewachungsbedarf
Die folgenden Vorhaben sind öffentlich angekündigt oder im Bau. Die Aufzählung beschreibt den typischen Bedarf, nicht laufende Aufträge.
- Liegeplätze 5 bis 7: Spundwände, Rammgut, Pontons und Großgerät am Wasser, dazu Baustellencontainer und Kraftstofflager.
- Liegeplatz 4: ein weiterer Kaiabschnitt im Bau, eingebettet in den laufenden Hafenbetrieb.
- Neue Hafenzubringerstraße: Baustart für Ende 2026 angekündigt, mit Erdbau, Asphalt und Bauzaun auf langer Strecke.
- Hafenerweiterung um 52 Hektar: ab 2028 vorgesehen, mit Vorbereitung großer Flächen.
- Zehn Wohnquartiere: rund 2.900 Wohneinheiten auf 76,7 Hektar, mit Rohbau, Haustechnik und Innenausbau über mehrere Bauabschnitte.
- Umbauten im Bestand: Der Wasserturm von 1897 wurde bis 2024 für Café und Ferienwohnungen hergerichtet, ein Beispiel für Sanierungen an historischer Substanz.
Was auf Cuxhavener Baustellen gefährdet ist
Auf Hafenbaustellen geht es um Kupferkabel, Kraftstoff, Hydraulikwerkzeuge und Ersatzteile für Bagger und Rammen. Große Maschinen lassen sich kaum stehlen, wohl aber ausschlachten. Dazu kommt das Wasser: Wer nachts über die Kaikante steigt oder ein Boot an den Pontons festmacht, ist schwer zu sehen. Unsere Kräfte kennen die Gefahrenstellen, die Sie bei der Einweisung benennen, und gehen sie gezielt ab.
Im Wohnungsbau verschiebt sich das Risiko auf Material, das im Rohbau zwischengelagert wird: Fenster, Heizkörper, Sanitärobjekte, Kabeltrommeln. Gerade vor dem Einbau, wenn die Gebäude noch nicht verschlossen werden können, ist der Schaden am größten. In den Badeorten kommt eine weitere Gruppe hinzu: Neugierige Feriengäste, die abends über das Gelände laufen, ohne an die Gefahr offener Gruben zu denken.
Wind und Sturm an der Küste sind ein eigenes Thema. Bauzäune kippen, Planen reißen, Container stehen plötzlich offen. Nach jeder Sturmnacht prüfen wir Zaunfelder und Abdeckungen und melden, was gerichtet werden muss.
Wache, Streife oder beides
Für große Baufelder mit wertvollem Gerät empfehlen wir eine feste Wache zwischen Feierabend und Arbeitsbeginn, an Wochenenden auch tagsüber. Die Wache kontrolliert Zufahrten, dreht Runden entlang des Zauns und prüft Container, Baustrom und Kraftstofftanks. Für kleinere Baustellen genügen oft Streifenfahrten mit mehreren Kontrollen pro Nacht, deren Zeiten wechseln.
Jede Kontrolle steht mit Uhrzeit im Bericht. Schäden, offene Container oder fremde Personen melden wir sofort an die Bauleitung, bei Einbruchsspuren auch an die Polizei. Am Morgen weiß der Polier, was in der Nacht war, und kann vor Arbeitsbeginn reagieren.
Planung und Nachweise
Cuxhaven liegt in unserer Kernregion Nord. Wir planen die Einsätze aus unserem Hauptsitz in Neumünster, ein Büro in Cuxhaven haben wir nicht. Vor dem Start sehen wir uns die Baustelle an, legen Rundwege, Schlüssel und Notfallnummern fest und weisen die Kräfte ein. Mit dem Baufortschritt passen wir die Runden an. Weitere Angebote in der Stadt zeigt die Seite Sicherheitsdienst Cuxhaven.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Baustellenbewachung und für das ganze Land unter Baustellenbewachung in Niedersachsen.
Kosten der Baustellenbewachung
Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Für Bauherren zählt vor allem die Zahl der Stunden ohne Baubetrieb: Bei einem Kaibau mit Arbeit bis in den Abend sind es weniger als bei einem Wohnbau, der um 16 Uhr schließt. Wochenenden, Feiertage und Nachtanteile wirken sich ebenso aus wie die Entscheidung zwischen fester Wache und Streife. Sobald die Baustelle in eine ruhigere Phase geht, kann die Besetzung sinken. Wir rechnen Ihnen die Varianten offen vor.


