Bauen auf früherem Industrieland
Eberswalde setzt auf Zuzug. Die Stadt zählte Ende 2025 knapp 42.000 Einwohner und schafft Bauland, oft dort, wo früher Fabriken standen. Das bekannteste Beispiel ist die Brache der ehemaligen Hufnagelfabrik im Westend. Sie ist seit Ende der 1990er Jahre überwiegend beräumt und liegt brach, nun hat die Stadt mit dem Bebauungsplan „Hufnagelquartier“ Planungsrecht für ein Wohngebiet geschaffen.
Für die Bewachung bringen solche Flächen eigene Fragen mit. Erhaltene Denkmale stehen mitten im Baufeld, Böschungen zur Bahn und zum Wasser sind schwer einzuzäunen, und eine Fläche, die über Jahre offen lag, ist für Unbefugte oft noch bekannt, wenn der erste Bagger kommt.
Das Hufnagelquartier im Detail
Das Plangebiet umfasst gut fünf Hektar. Im Norden grenzt es an den Finowkanal, im Westen an den Kupferhammerweg, im Süden an einen großen Gewerbebetrieb und im Osten an die Bahnstrecke Berlin–Stralsund. Geplant sind bis zu 20 Wohnhäuser mit etwa 260 Wohnungen, ein Parkdeck mit drei Garagengeschossen und zwei Büroetagen darüber sowie eine Kita im Bereich der früheren Fabrikantenvilla.
Schornstein und Waggonaufzug der alten Fabrik bleiben als Denkmale erhalten und sollen über einen Pfad erlebbar werden. Für die Bauphase bedeutet das: Neben Maschinen und Material muss auch geschützte Bausubstanz vor Beschädigung bewahrt werden.
Erschlossen wird das Gebiet über eine öffentliche Ringstraße, die im Süden an die bestehende Zufahrt und im Nordwesten über eine neue Anbindung an den Kupferhammerweg anschließt. Solange gebaut wird, gibt es damit zwei Wege auf das Gelände, und beide gehören in jede Kontrollrunde.
Weitere Bauflächen in der Stadt
Die Stadt führt eine Reihe weiterer Bebauungspläne, auf denen Baustellen entstehen können:
- Schulcampus, für den 2024 der Flächennutzungsplan geändert wurde
- Erweiterung des Brandenburgischen Viertels
- Wohnpark Finow und Wohnpark Tramper Chaussee
- Clara-Zetkin-Siedlung hinter der Fliederallee
- Gewerbe- und Industrieflächen wie der Technologie- und Gewerbepark und das Industriegebiet Binnenhafen
- Landschafts- und Freizeitpark sowie Solarpark in der Eisenspalterei
Welche Projekte gerade im Bau sind, wechselt. Wir richten die Bewachung nach Ihrem Bauzeitenplan und passen sie an, wenn eine neue Phase beginnt.
Hinzu kommen die Besonderheiten der Lage im Tal. Viele Baufelder grenzen an Wasser, Bahnanlagen oder Wald, und manche sind nur über schmale Zufahrten erreichbar. Für die Bewachung heißt das, dass wir die Zugänge zuerst vom Rand her betrachten: Wo kann jemand unbemerkt auf das Gelände gelangen, wo fehlt Licht, wo liegt Material außerhalb des Sichtfelds? Daraus ergibt sich, ob Streife oder Posten sinnvoller ist.
Was wir auf der Baustelle übernehmen
Je nach Größe und Bauphase setzen wir einen festen Posten oder eine Streife ein. Typische Aufgaben sind:
- Kontrolle von Zaun, Toren und Containern nach Feierabend und am Wochenende
- Schutz von Baumaschinen, Kraftstoff, Kabeln und Werkzeug
- Zufahrtskontrolle und Erfassung von Lieferungen am Morgen
- Kontrolle der Absperrung zu Bahn und Kanalufer
- Sichtkontrolle denkmalgeschützter Bauteile auf Beschädigung
- Meldung von Schäden an Ihre Bauleitung, jede Runde mit Uhrzeit im Bericht
Einsatzplanung von Berlin aus
Eberswalde ist Teil unserer Kernregion Nord. Ein Büro vor Ort haben wir nicht; unsere nächste Niederlassung ist die Zweigniederlassung Berlin in der Aroser Allee 81. Von dort planen wir die Kräfte aus dem eigenen Personalstamm. Vor Beginn sehen wir uns die Baustelle an, besprechen Schwachstellen im Zaun und legen die Meldekette fest.
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Allgemeines zur Leistung finden Sie unter Baustellenbewachung, den Landesüberblick unter Baustellenbewachung in Brandenburg und alle Leistungen vor Ort unter Sicherheitsdienst Eberswalde. Bauen Sie auch im Umland, lesen Sie Wandlitz.
Womit Sie rechnen sollten
Baustellen werden meist nur außerhalb der Arbeitszeit bewacht, also abends, nachts und am Wochenende. Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein fester Posten über die ganze Nacht kostet mehr als zwei oder drei Kontrollrunden, lohnt sich aber, wenn teures Gerät oder offene Rohbauten auf dem Gelände stehen. Feiertage, Sachkundeanforderungen und die Dauer der Bauphase verschieben den Preis ebenfalls. Wir bieten nach Bauphasen gestaffelt an.


