Ein Fest, keine Großveranstaltung
Das Sommerfest auf dem Firmengelände ist für viele Betriebe ein fester Termin: Grill, Getränke, vielleicht eine Hüpfburg für die Kinder und Musik am Abend. Niemand möchte daraus ein Projekt mit Ordnern und Absperrgittern machen. Das ist auch selten nötig. Ein gutes Sicherheitskonzept für ein Betriebsfest passt oft auf zwei Seiten und wird von wenigen Personen getragen.
Trotzdem lohnt sich die Planung. Auf dem Gelände stehen Maschinen, Fahrzeuge und Lager, die an normalen Tagen nur Fachleute betreten. Plötzlich laufen Partner, Kinder und Gäste herum, die sich dort nicht auskennen. Dazu kommen Alkohol, Hitze und ein Ende, das sich oft bis in die Nacht zieht.
Das Gelände festlegen
Der erste Schritt ist eine klare Trennung: Wo wird gefeiert, und wo nicht? Werkhallen, Hochregale, Ladezonen und Technikräume gehören nicht zur Festfläche. Sperren Sie diese Bereiche deutlich ab, schließen Sie Türen ab und informieren Sie die Gäste mit einfachen Schildern.
Klären Sie außerdem:
- Wo parken Gäste, und bleiben Zufahrten für Rettungsdienst und Feuerwehr frei?
- Gibt es ausreichend Schatten, Trinkwasser und Sitzplätze?
- Wo stehen Grill, Gasflaschen und Stromverteiler, und wer ist dafür verantwortlich?
- Welche Wege führen bei Dunkelheit sicher zum Parkplatz?
- Wo ist der Sammelpunkt, falls das Fest wegen Gewitter unterbrochen werden muss?
Bei Festen mit Gästen von außen, etwa Kunden oder Nachbarn, empfiehlt sich ein kontrollierter Zugang. So wissen Sie, wer auf dem Gelände ist, und können Ungebetene freundlich abweisen.
Alkohol, Kinder und Hitze
Drei Themen sorgen bei Sommerfesten regelmäßig für Probleme. Für jedes gibt es eine einfache Antwort.
| Thema | Typisches Risiko | Einfache Lösung |
|---|---|---|
| Alkohol | Streit, Stürze, Heimfahrt mit dem Auto | Alkoholfreie Getränke gleichwertig anbieten, Ausschankende festlegen, Fahrgemeinschaften und Taxis organisieren |
| Kinder | Zugang zu Maschinen und Fahrzeugen, verlorene Kinder | Abgesperrte Spielfläche, Betreuung einplanen, Treffpunkt für verlorene Kinder benennen |
| Hitze | Kreislaufprobleme, Sonnenstich | Schattenplätze, kostenloses Wasser, Ersthelfer bekannt machen |
Beim Alkoholausschank an Jugendliche gelten die Regeln des Jugendschutzgesetzes auch auf dem Firmenfest. Das betrifft insbesondere Auszubildende unter 18 Jahren und mitgebrachte Kinder von Beschäftigten. Mehr dazu im Ratgeber Jugendschutz bei Veranstaltungen.
Erste Hilfe und Notfälle
In jedem Betrieb gibt es ausgebildete Ersthelfer. Sorgen Sie dafür, dass einige von ihnen während des Fests erreichbar und erkennbar sind, zum Beispiel mit einer Warnweste. Legen Sie fest, wo der Verbandkasten steht und wer den Notruf absetzt. Bei größeren Festen mit vielen externen Gästen kann ein Sanitätsdienst sinnvoll sein.
Ein Betriebsfest, das vom Arbeitgeber veranstaltet wird und allen Beschäftigten offensteht, ist in der Regel durch die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt. Die Einzelheiten regelt die zuständige Berufsgenossenschaft. Für Gäste von außen gilt das nicht, daher lohnt ein Blick in die eigene Haftpflichtversicherung.
Wann ein Sicherheitsdienst sinnvoll ist
Für ein kleines Fest unter Kollegen braucht es meist kein Fachpersonal. Anders sieht es aus, wenn viele externe Gäste kommen, das Gelände groß oder schwer überschaubar ist oder am Abend mit Musik weitergefeiert wird. Dann entlastet ein Sicherheitsdienst die Organisatoren, die eigentlich mitfeiern sollen. Typische Aufgaben sind Einlass, Parkplatzeinweisung, Streife über das Gelände, Schutz gesperrter Bereiche und der Abschluss am Ende des Abends.
Oft unterschätzt wird die Zeit nach dem Fest. Wenn Gäste gegangen sind, stehen Getränke, Technik und Zelte noch auf dem Gelände, und Tore sind manchmal noch offen. Eine Bewachung bis zum Abbau am nächsten Morgen schließt diese Lücke. Weitere Hinweise finden Sie im Ratgeber Sicherheit bei Firmenfeiern.
Staffsec unterstützt Unternehmen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Berlin beim Veranstaltungsschutz und bei der Bewachung von Firmengeländen. Fragen Sie uns gern über die Kontaktseite an.


