Mehr als Einlass
Veranstaltungsschutz ist der Sammelbegriff für alle Sicherheitsleistungen rund um ein Ereignis mit Publikum: Konzert, Stadtfest, Messe, Firmenfeier, Sportveranstaltung oder Weihnachtsmarkt. Viele denken dabei zuerst an die Kräfte am Eingang. Der größere Teil der Arbeit liegt aber davor und danach.
Ein Gelände ist schon Tage vor dem Termin voller Material, Technik und fremder Firmen. Nach dem Ende stehen Bühnen, Kassen und Getränkevorräte noch eine Nacht ungeschützt. Wer nur die Stunden mit Publikum absichert, lässt die teuersten Phasen offen.
Die vier Phasen im Überblick
| Phase | Typische Aufgaben |
|---|---|
| Planung | Mitarbeit am Sicherheitskonzept, Abstimmung mit Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdienst, Funk- und Meldewege |
| Aufbau | Zufahrtskontrolle, Akkreditierung von Gewerken, Bewachung von Material und Technik über Nacht |
| Veranstaltung | Einlass und Taschenkontrolle, Besucherlenkung, Bühnen- und Backstagesicherung, Freihalten von Rettungswegen, Jugendschutz |
| Abbau | geordneter Auslass, Sicherung der Kassen, Nachtwache bis zum Abtransport, Übergabe des Geländes |
Jede Phase braucht eine eigene Dienstanweisung und eigene Ansprechpartner. Der Einsatzleiter des Sicherheitsdienstes hält die Fäden zusammen und ist für Veranstalter und Behörden der feste Kontakt.
Wie der Personalbedarf entsteht
Die Zahl der Einsatzkräfte ergibt sich nicht aus dem Bauchgefühl, sondern aus Besucherzahl, Gelände, Art der Veranstaltung und behördlichen Auflagen. Ein Familienfest mit freiem Zugang braucht andere Schwerpunkte als ein Abendkonzert mit Alkoholausschank. Engstellen, Einlassgeschwindigkeit, Zahl der Ausgänge und die Erwartung an den Abstrom bestimmen, wo wie viele Kräfte stehen.
Rechtlich gilt: Wer Veranstaltungen bewacht, braucht mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Für die leitende Funktion bei zugangsgeschützten Großveranstaltungen verlangt das Gesetz die Sachkundeprüfung. In Versammlungsstätten kommen die Vorgaben der jeweiligen Versammlungsstättenverordnung hinzu, im Profifußball die QuaSOD-Qualifizierung.
- Behördliche Auflagen früh anfordern, nicht erst mit der Genehmigung lesen.
- Schichtwechsel nicht in die Einlass- oder Auslassspitze legen.
- Reserve für Krankheit und unerwartet hohen Andrang einplanen.
- Rettungswege mit eigenem Personal freihalten, nicht nebenbei.
- Nachtbewachung für Auf- und Abbautage gleich mitplanen.
Typische Lücken aus der Praxis
Häufig fehlt die Abgrenzung zwischen Ordnungsdienst des Veranstalters und gewerblichem Sicherheitsdienst. Wer stellt welche Position, wer weist wen an? Ebenso oft wird der Abbau unterschätzt: Wenn die Gäste weg sind, wird es auf dem Gelände unübersichtlich, und genau dann verschwindet Technik.
Staffsec stellt im Veranstaltungsschutz Einlass, Ordnungsdienst und Nachtwache für Veranstaltungen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Berlin und bindet sich in die Abstimmung mit Behörden und Veranstalter ein.

